zurück zur Übersicht Vergrößerte Milz 14.01.2026 von Yvonne K. Unser ca. 10- jähriger Galgorüde wurde untersucht, weil er lustlos und noch ruhiger geworden ist und trotz höherer Futtergabe abgenommen hat. Die Blutuntersuchung hat keine Auffälligkeiten ergeben. Beim Ultraschall wurde Grieß in der Galle entdeckt und eine stark vergrößerte Milz. Für die Galle haben wir Tabletten bekommen und die Vergrößerung der Milz war lt. Tierärztin der Aufregung geschuldet. Auf meine Frage, wie man unterscheidet, ob die Milz auf Grund der Aufregung oder auch sonst vergrößert ist, sagte sie mir, dass die Struktur verändert wäre, wenn sie dauerhaft vergrößert ist. Nach außen hin war unser Hund während der Untersuchung völlig entspannt und hat die Augen geschlossen. Aufregung merkt man ihm aber auch nicht immer an. Muss ich mir trotzdem Sorgen wegen der Milz machen? Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Frau K. In der veterinärmedizinischen Fachliteratur ist eine sogenannte „physiologische“ oder klar definierte stress- bzw. aufregungsbedingte Milzvergrößerung beim Hund nicht als eigener Normalbefund beschrieben. Die Milz ist zwar ein Blutspeicherorgan und ihre Größe kann durch Durchblutungs- und Volumenveränderungen variieren, eine vergrößerte Milz wird diagnostisch jedoch grundsätzlich als Splenomegalie eingeordnet und sollte immer im Gesamtkontext beurteilt werden. Entscheidend ist, dass ich Ihren Hund nicht kenne, keine eigene klinische Untersuchung durchgeführt habe und weder Ultraschallbilder noch Blutbefunde vorliegen habe. Eine Beurteilung aus der Ferne kann daher keine individuelle tierärztliche Einschätzung ersetzen. Eine vergrößerte Milz kann sehr viele unterschiedliche Ursachen haben, unter anderem reaktive Veränderungen, entzündliche Prozesse, hämatologische Erkrankungen, Stoffwechselstörungen, Durchblutungsprobleme oder auch tumoröse Veränderungen. Auch Gewichtsverlust und veränderte Aktivität sind unspezifische Symptome, die mit ganz unterschiedlichen Erkrankungen einhergehen können. In der Praxis wird neben der Milzgröße insbesondere die Ultraschallstruktur beurteilt. Eine homogene Struktur ohne knotige oder fokale Veränderungen ist zunächst weniger verdächtig als eine inhomogene oder veränderte Milz, schließt eine relevante Erkrankung aber nicht sicher aus. Ebenso wichtig sind der klinische Eindruck, die Blutuntersuchung, eventuell weitere Laborparameter und der zeitliche Verlauf. Vor diesem Hintergrund lässt sich sagen: Eine Milzvergrößerung sollte nicht allein mit Aufregung erklärt werden, sondern immer im Zusammenhang mit dem Gesamtbild des Hundes gesehen werden. Wenn Symptome wie Gewichtsverlust oder verminderte Belastbarkeit bestehen, ist eine Verlaufskontrolle oder weiterführende Diagnostik tiermedizinisch sinnvoll. Bitte besprechen Sie das weitere Vorgehen individuell mit Ihrer behandelnden Tierärztin oder Ihrem behandelnden Tierarzt, da nur dort alle Befunde zusammengeführt und korrekt bewertet werden können. Viele Grüße Janina Rohde
Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Frau K. In der veterinärmedizinischen Fachliteratur ist eine sogenannte „physiologische“ oder klar definierte stress- bzw. aufregungsbedingte Milzvergrößerung beim Hund nicht als eigener Normalbefund beschrieben. Die Milz ist zwar ein Blutspeicherorgan und ihre Größe kann durch Durchblutungs- und Volumenveränderungen variieren, eine vergrößerte Milz wird diagnostisch jedoch grundsätzlich als Splenomegalie eingeordnet und sollte immer im Gesamtkontext beurteilt werden. Entscheidend ist, dass ich Ihren Hund nicht kenne, keine eigene klinische Untersuchung durchgeführt habe und weder Ultraschallbilder noch Blutbefunde vorliegen habe. Eine Beurteilung aus der Ferne kann daher keine individuelle tierärztliche Einschätzung ersetzen. Eine vergrößerte Milz kann sehr viele unterschiedliche Ursachen haben, unter anderem reaktive Veränderungen, entzündliche Prozesse, hämatologische Erkrankungen, Stoffwechselstörungen, Durchblutungsprobleme oder auch tumoröse Veränderungen. Auch Gewichtsverlust und veränderte Aktivität sind unspezifische Symptome, die mit ganz unterschiedlichen Erkrankungen einhergehen können. In der Praxis wird neben der Milzgröße insbesondere die Ultraschallstruktur beurteilt. Eine homogene Struktur ohne knotige oder fokale Veränderungen ist zunächst weniger verdächtig als eine inhomogene oder veränderte Milz, schließt eine relevante Erkrankung aber nicht sicher aus. Ebenso wichtig sind der klinische Eindruck, die Blutuntersuchung, eventuell weitere Laborparameter und der zeitliche Verlauf. Vor diesem Hintergrund lässt sich sagen: Eine Milzvergrößerung sollte nicht allein mit Aufregung erklärt werden, sondern immer im Zusammenhang mit dem Gesamtbild des Hundes gesehen werden. Wenn Symptome wie Gewichtsverlust oder verminderte Belastbarkeit bestehen, ist eine Verlaufskontrolle oder weiterführende Diagnostik tiermedizinisch sinnvoll. Bitte besprechen Sie das weitere Vorgehen individuell mit Ihrer behandelnden Tierärztin oder Ihrem behandelnden Tierarzt, da nur dort alle Befunde zusammengeführt und korrekt bewertet werden können. Viele Grüße Janina Rohde
In der veterinärmedizinischen Fachliteratur ist eine sogenannte „physiologische“ oder klar definierte stress- bzw. aufregungsbedingte Milzvergrößerung beim Hund nicht als eigener Normalbefund beschrieben. Die Milz ist zwar ein Blutspeicherorgan und ihre Größe kann durch Durchblutungs- und Volumenveränderungen variieren, eine vergrößerte Milz wird diagnostisch jedoch grundsätzlich als Splenomegalie eingeordnet und sollte immer im Gesamtkontext beurteilt werden. Entscheidend ist, dass ich Ihren Hund nicht kenne, keine eigene klinische Untersuchung durchgeführt habe und weder Ultraschallbilder noch Blutbefunde vorliegen habe. Eine Beurteilung aus der Ferne kann daher keine individuelle tierärztliche Einschätzung ersetzen. Eine vergrößerte Milz kann sehr viele unterschiedliche Ursachen haben, unter anderem reaktive Veränderungen, entzündliche Prozesse, hämatologische Erkrankungen, Stoffwechselstörungen, Durchblutungsprobleme oder auch tumoröse Veränderungen. Auch Gewichtsverlust und veränderte Aktivität sind unspezifische Symptome, die mit ganz unterschiedlichen Erkrankungen einhergehen können. In der Praxis wird neben der Milzgröße insbesondere die Ultraschallstruktur beurteilt. Eine homogene Struktur ohne knotige oder fokale Veränderungen ist zunächst weniger verdächtig als eine inhomogene oder veränderte Milz, schließt eine relevante Erkrankung aber nicht sicher aus. Ebenso wichtig sind der klinische Eindruck, die Blutuntersuchung, eventuell weitere Laborparameter und der zeitliche Verlauf. Vor diesem Hintergrund lässt sich sagen: Eine Milzvergrößerung sollte nicht allein mit Aufregung erklärt werden, sondern immer im Zusammenhang mit dem Gesamtbild des Hundes gesehen werden. Wenn Symptome wie Gewichtsverlust oder verminderte Belastbarkeit bestehen, ist eine Verlaufskontrolle oder weiterführende Diagnostik tiermedizinisch sinnvoll. Bitte besprechen Sie das weitere Vorgehen individuell mit Ihrer behandelnden Tierärztin oder Ihrem behandelnden Tierarzt, da nur dort alle Befunde zusammengeführt und korrekt bewertet werden können. Viele Grüße Janina Rohde