zurück zur Übersicht empfohlene Medizin 30.01.2026 von Detlef K. Hallo, ich habe eine Havaneser Hündin ca. 5kg im alter von 17 Jahren und noch sehr fit für ihr alter. Wir hatten eine Blutuntersuchung, wo wohl ein paar werte nicht ganz in Ordnung ist. Da ich kein Dokument hinterlassen kann würde ich bei Rückfrage es auch gern zusenden. Harnstoff-Stickstoff 67, Kreatinin 2,2 mg/dl Alanin-Amino-Transferase 634, Alkalische Phosphatase >2000 U/I Gesamtthyroxin 0,5, SDMA 11 ug/dl Ich frage mich jetzt was sollte ich der Hündin jetzt am besten kurzfristig geben und was müsste sie langfristig nehmen. Ich möchte ihm auch nichts sinnlos dauerhaft rein pumpen was er nicht braucht. Ich würde mich über eine Antwort freuen. MfG Detlef Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Herr K. genannten Laborwerte lassen sich ohne Referenzbereiche und ohne den klinischen Gesamteindruck nur eingeschränkt beurteilen. Bei einer 17-jährigen Hündin können altersbedingte Veränderungen, chronische Organprozesse oder auch vorübergehende Belastungen eine Rolle spielen. Die sehr deutlich erhöhten Leberwerte (ALT, AP) sind hingegen erklärungsbedürftig und sollten weiter abgeklärt werden, da sie auf eine relevante Leberbelastung oder -erkrankung hinweisen können. Das erniedrigte Gesamt-T4 ist bei alten Hunden häufig und muss nicht automatisch eine behandlungsbedürftige Schilddrüsenunterfunktion bedeuten, da es durch andere Erkrankungen beeinflusst sein kann (Non-Thyroidal-Illness-Syndrom). Kurzfristig sollte ohne gesicherte Diagnose keine „prophylaktische“ Dauermedikation begonnen werden. Sinnvoll ist zunächst eine strukturierte Weiterdiagnostik mit vollständigem klinischem Status, Blutdruckmessung, Urinuntersuchung und insbesondere einer abdominalen Ultraschalluntersuchung zur Beurteilung von Leber, Gallenwegen und Nieren. Erst auf dieser Basis lässt sich entscheiden, ob und welche Therapie notwendig ist. Langfristige Medikamente oder Ergänzungspräparate sollten gezielt und indikationsbezogen eingesetzt werden – nicht allein auf Basis einzelner Laborwerte. Grundsätzlich gilt: Nicht der Laborzettel wird behandelt, sondern der gesamte Patient. Eine individuelle tierärztliche Beurteilung ist daher unerlässlich. Viele Grüße Janina Rohde
Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Herr K. genannten Laborwerte lassen sich ohne Referenzbereiche und ohne den klinischen Gesamteindruck nur eingeschränkt beurteilen. Bei einer 17-jährigen Hündin können altersbedingte Veränderungen, chronische Organprozesse oder auch vorübergehende Belastungen eine Rolle spielen. Die sehr deutlich erhöhten Leberwerte (ALT, AP) sind hingegen erklärungsbedürftig und sollten weiter abgeklärt werden, da sie auf eine relevante Leberbelastung oder -erkrankung hinweisen können. Das erniedrigte Gesamt-T4 ist bei alten Hunden häufig und muss nicht automatisch eine behandlungsbedürftige Schilddrüsenunterfunktion bedeuten, da es durch andere Erkrankungen beeinflusst sein kann (Non-Thyroidal-Illness-Syndrom). Kurzfristig sollte ohne gesicherte Diagnose keine „prophylaktische“ Dauermedikation begonnen werden. Sinnvoll ist zunächst eine strukturierte Weiterdiagnostik mit vollständigem klinischem Status, Blutdruckmessung, Urinuntersuchung und insbesondere einer abdominalen Ultraschalluntersuchung zur Beurteilung von Leber, Gallenwegen und Nieren. Erst auf dieser Basis lässt sich entscheiden, ob und welche Therapie notwendig ist. Langfristige Medikamente oder Ergänzungspräparate sollten gezielt und indikationsbezogen eingesetzt werden – nicht allein auf Basis einzelner Laborwerte. Grundsätzlich gilt: Nicht der Laborzettel wird behandelt, sondern der gesamte Patient. Eine individuelle tierärztliche Beurteilung ist daher unerlässlich. Viele Grüße Janina Rohde
genannten Laborwerte lassen sich ohne Referenzbereiche und ohne den klinischen Gesamteindruck nur eingeschränkt beurteilen. Bei einer 17-jährigen Hündin können altersbedingte Veränderungen, chronische Organprozesse oder auch vorübergehende Belastungen eine Rolle spielen. Die sehr deutlich erhöhten Leberwerte (ALT, AP) sind hingegen erklärungsbedürftig und sollten weiter abgeklärt werden, da sie auf eine relevante Leberbelastung oder -erkrankung hinweisen können. Das erniedrigte Gesamt-T4 ist bei alten Hunden häufig und muss nicht automatisch eine behandlungsbedürftige Schilddrüsenunterfunktion bedeuten, da es durch andere Erkrankungen beeinflusst sein kann (Non-Thyroidal-Illness-Syndrom). Kurzfristig sollte ohne gesicherte Diagnose keine „prophylaktische“ Dauermedikation begonnen werden. Sinnvoll ist zunächst eine strukturierte Weiterdiagnostik mit vollständigem klinischem Status, Blutdruckmessung, Urinuntersuchung und insbesondere einer abdominalen Ultraschalluntersuchung zur Beurteilung von Leber, Gallenwegen und Nieren. Erst auf dieser Basis lässt sich entscheiden, ob und welche Therapie notwendig ist. Langfristige Medikamente oder Ergänzungspräparate sollten gezielt und indikationsbezogen eingesetzt werden – nicht allein auf Basis einzelner Laborwerte. Grundsätzlich gilt: Nicht der Laborzettel wird behandelt, sondern der gesamte Patient. Eine individuelle tierärztliche Beurteilung ist daher unerlässlich. Viele Grüße Janina Rohde