zurück zur Übersicht Bindehautentzündung 09.02.2026 von Petra R. Mein Kater hatte eine Bindehautentzündung -Abstrich ergab Herpes positiv - Bakterielle Untersuchung wurde nicht gemacht. Nun hat mein Tierarzt geschaut mit einer gelben Flüssigkeit ob Läsionen vorhanden sind und da war alles ok und hat ihm Cefendix Augentropfen gegeben für 7 Tage Hat auch gut funktioniert nun hat mir aber eine befreundete Tierarzthelferin gesagt Cortison lieber nicht mehr denn das kann Herpes lokal erst Recht triggern und schlimmes auslösen. Ich hatte Tierarzt vertraut Wie ist das wenn Herpes Virus nur die Bindehaut betrifft? Nimmt man dann auch Virbagen Tropfen oder Antibiotika Tropfen? Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Frau R. Beim felinen Herpesvirus (FHV-1) ist entscheidend, welche Strukturen betroffen sind. Das Virus kann sowohl die Bindehaut als auch die Hornhaut betreffen. Die gelbe Flüssigkeit, die Ihr Tierarzt verwendet hat, war Fluoreszein. Damit wird gezielt geprüft, ob Hornhautläsionen oder -ulzera vorliegen. Wenn diese Untersuchung unauffällig war, also keine Hornhautbeteiligung bestand, ist die Situation deutlich weniger kritisch. Kortisonhaltige Augentropfen sind bei Herpesinfektionen der Katze dann problematisch, wenn die Hornhaut betroffen ist oder nicht sicher ausgeschlossen wurde, dass Läsionen vorliegen. In diesen Fällen kann Kortison die Virusvermehrung fördern, die Heilung verzögern und im schlimmsten Fall schwere Hornhautschäden begünstigen. Bei einer reinen, abgeheilten oder milden Konjunktivitis ohne Hornhautbeteiligung kann ein kurzzeitiger Einsatz von kombinierten antibiotisch-entzündungshemmenden Augentropfen im Einzelfall vertretbar sein, insbesondere wenn eine sekundäre bakterielle Entzündung im Vordergrund steht. Das setzt jedoch eine sorgfältige Untersuchung voraus, wie sie bei Ihrem Kater erfolgt ist. Antibiotische Augentropfen, wie die verordneten Cefendix-Tropfen, wirken nicht gegen das Virus selbst, sind aber sinnvoll, um bakterielle Sekundärinfektionen zu behandeln oder zu verhindern. Das erklärt auch, warum die Behandlung klinisch gut angeschlagen hat. Virbagen (Interferon) oder antivirale Augentropfen werden vor allem bei ausgeprägten, rezidivierenden oder hornhautbeteiligten Herpesinfektionen eingesetzt. Bei einer isolierten, gut abheilenden Bindehautentzündung sind sie nicht zwingend erforderlich. Ein routinemäßiger Einsatz bei jeder Herpes-positiven Katze ist nicht angezeigt. Viele Grüße Janina Rohde
Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Frau R. Beim felinen Herpesvirus (FHV-1) ist entscheidend, welche Strukturen betroffen sind. Das Virus kann sowohl die Bindehaut als auch die Hornhaut betreffen. Die gelbe Flüssigkeit, die Ihr Tierarzt verwendet hat, war Fluoreszein. Damit wird gezielt geprüft, ob Hornhautläsionen oder -ulzera vorliegen. Wenn diese Untersuchung unauffällig war, also keine Hornhautbeteiligung bestand, ist die Situation deutlich weniger kritisch. Kortisonhaltige Augentropfen sind bei Herpesinfektionen der Katze dann problematisch, wenn die Hornhaut betroffen ist oder nicht sicher ausgeschlossen wurde, dass Läsionen vorliegen. In diesen Fällen kann Kortison die Virusvermehrung fördern, die Heilung verzögern und im schlimmsten Fall schwere Hornhautschäden begünstigen. Bei einer reinen, abgeheilten oder milden Konjunktivitis ohne Hornhautbeteiligung kann ein kurzzeitiger Einsatz von kombinierten antibiotisch-entzündungshemmenden Augentropfen im Einzelfall vertretbar sein, insbesondere wenn eine sekundäre bakterielle Entzündung im Vordergrund steht. Das setzt jedoch eine sorgfältige Untersuchung voraus, wie sie bei Ihrem Kater erfolgt ist. Antibiotische Augentropfen, wie die verordneten Cefendix-Tropfen, wirken nicht gegen das Virus selbst, sind aber sinnvoll, um bakterielle Sekundärinfektionen zu behandeln oder zu verhindern. Das erklärt auch, warum die Behandlung klinisch gut angeschlagen hat. Virbagen (Interferon) oder antivirale Augentropfen werden vor allem bei ausgeprägten, rezidivierenden oder hornhautbeteiligten Herpesinfektionen eingesetzt. Bei einer isolierten, gut abheilenden Bindehautentzündung sind sie nicht zwingend erforderlich. Ein routinemäßiger Einsatz bei jeder Herpes-positiven Katze ist nicht angezeigt. Viele Grüße Janina Rohde
Beim felinen Herpesvirus (FHV-1) ist entscheidend, welche Strukturen betroffen sind. Das Virus kann sowohl die Bindehaut als auch die Hornhaut betreffen. Die gelbe Flüssigkeit, die Ihr Tierarzt verwendet hat, war Fluoreszein. Damit wird gezielt geprüft, ob Hornhautläsionen oder -ulzera vorliegen. Wenn diese Untersuchung unauffällig war, also keine Hornhautbeteiligung bestand, ist die Situation deutlich weniger kritisch. Kortisonhaltige Augentropfen sind bei Herpesinfektionen der Katze dann problematisch, wenn die Hornhaut betroffen ist oder nicht sicher ausgeschlossen wurde, dass Läsionen vorliegen. In diesen Fällen kann Kortison die Virusvermehrung fördern, die Heilung verzögern und im schlimmsten Fall schwere Hornhautschäden begünstigen. Bei einer reinen, abgeheilten oder milden Konjunktivitis ohne Hornhautbeteiligung kann ein kurzzeitiger Einsatz von kombinierten antibiotisch-entzündungshemmenden Augentropfen im Einzelfall vertretbar sein, insbesondere wenn eine sekundäre bakterielle Entzündung im Vordergrund steht. Das setzt jedoch eine sorgfältige Untersuchung voraus, wie sie bei Ihrem Kater erfolgt ist. Antibiotische Augentropfen, wie die verordneten Cefendix-Tropfen, wirken nicht gegen das Virus selbst, sind aber sinnvoll, um bakterielle Sekundärinfektionen zu behandeln oder zu verhindern. Das erklärt auch, warum die Behandlung klinisch gut angeschlagen hat. Virbagen (Interferon) oder antivirale Augentropfen werden vor allem bei ausgeprägten, rezidivierenden oder hornhautbeteiligten Herpesinfektionen eingesetzt. Bei einer isolierten, gut abheilenden Bindehautentzündung sind sie nicht zwingend erforderlich. Ein routinemäßiger Einsatz bei jeder Herpes-positiven Katze ist nicht angezeigt. Viele Grüße Janina Rohde