zurück zur Übersicht Eosinophiles Granulom 10.02.2026 von Hannelore M. Meine Katze hat seit Jahren Eosionophiles Granuolom nur auf der Haut, kriegen wir mit Salben gut in Griff Nur einmalig war Cortison nötig als Tablette, darf sie aber nicht mehr bekommen da sie auch Calici Virus hat. Nun hat mich eine Freundin gewarnt dass das Granulom auch auf der Lungenschleimhaut, Darmschleimhaut , Zahnfleisch usw jetzt habe ich Angst dass es nicht nur auf der Haut kommt sondern auch wirklich an den Stellen Wie wahrscheinlich ist das denn? Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Frau M. Das eosinophile Granulom gehört zum sogenannten eosinophilen Granulomkomplex der Katze und betrifft überwiegend Haut, Lippen und Maulschleimhaut. Systemische oder isolierte Manifestationen an Lungen- oder Darmschleimhaut sind sehr selten und in der Regel mit klaren klinischen Symptomen wie Husten, Atemnot, Erbrechen, Durchfall oder Gewichtsverlust verbunden. Wenn Ihre Katze seit Jahren ausschließlich kutane Veränderungen zeigt und klinisch stabil ist, spricht das nicht für eine unbemerkte Beteiligung innerer Organe. Wichtig ist die konsequente Ursachenabklärung und -kontrolle, insbesondere von Allergien (Flohspeichel, Futter, Umweltallergene), da das Krankheitsbild immunvermittelt ist. Eine Calicivirus-Infektion stellt keine generelle Kontraindikation für eine einmalige, sorgfältig abgewogene Glukokortikoidgabe dar, erfordert jedoch eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung. Entscheidend sind regelmäßige klinische Kontrollen und eine symptomorientierte Diagnostik – ohne entsprechende Symptome ist eine „stille“ Organbeteiligung sehr unwahrscheinlich.Ein positiver Calicivirus-Nachweis ist zunächst nur ein virologischer Befund und bedeutet nicht automatisch eine klinisch relevante Erkrankung. Viele Katzen tragen felines Calicivirus persistent im Oropharynx und scheiden es intermittierend aus, ohne klinische Symptome zu zeigen. Klinisch relevant wird der Befund erst bei typischen Symptomen wie Gingivostomatitis, Ulzerationen im Maul, Fieber, Rhinitis oder systemischer Erkrankung. Viele Grüße Janina Rohde
Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Frau M. Das eosinophile Granulom gehört zum sogenannten eosinophilen Granulomkomplex der Katze und betrifft überwiegend Haut, Lippen und Maulschleimhaut. Systemische oder isolierte Manifestationen an Lungen- oder Darmschleimhaut sind sehr selten und in der Regel mit klaren klinischen Symptomen wie Husten, Atemnot, Erbrechen, Durchfall oder Gewichtsverlust verbunden. Wenn Ihre Katze seit Jahren ausschließlich kutane Veränderungen zeigt und klinisch stabil ist, spricht das nicht für eine unbemerkte Beteiligung innerer Organe. Wichtig ist die konsequente Ursachenabklärung und -kontrolle, insbesondere von Allergien (Flohspeichel, Futter, Umweltallergene), da das Krankheitsbild immunvermittelt ist. Eine Calicivirus-Infektion stellt keine generelle Kontraindikation für eine einmalige, sorgfältig abgewogene Glukokortikoidgabe dar, erfordert jedoch eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung. Entscheidend sind regelmäßige klinische Kontrollen und eine symptomorientierte Diagnostik – ohne entsprechende Symptome ist eine „stille“ Organbeteiligung sehr unwahrscheinlich.Ein positiver Calicivirus-Nachweis ist zunächst nur ein virologischer Befund und bedeutet nicht automatisch eine klinisch relevante Erkrankung. Viele Katzen tragen felines Calicivirus persistent im Oropharynx und scheiden es intermittierend aus, ohne klinische Symptome zu zeigen. Klinisch relevant wird der Befund erst bei typischen Symptomen wie Gingivostomatitis, Ulzerationen im Maul, Fieber, Rhinitis oder systemischer Erkrankung. Viele Grüße Janina Rohde