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Darminvagination OP Heilungsdauer

von Maria Z.

Guten Tag liebes Team, Sachverhalt: Maine Coon, 2,5 Jahre alt hatte am seit Ende Januar eine Darm-Invagination mit mekrotischem Darm, welche in der Nacht von 29. bis zum 30. Januar Not-Operativ versorgt wurde. Keine Fixierung an der Bauchdecke. Heilungsverlauf und Fressverhalten bisher gut und unauffällig. Haltung in großem, flacheren Käfig. Entfernung der Fäden für 13. Februar angesetzt. Aktivität wäre lt. tierarzt ab dann erneut möglich, sofern sie es "nicht übertreibe", der inneren Nähte wegen. Sie wird es definitiv "übertreiben", da sehr kletter- und sprungfreudig. Frage: Ab wann könnte man die innere Naht als ausreichend gesichert betrachten, dass intensives Klettern und Spielen (auch mit anderen Katzen) erneut möglich ist? Ich habe Verständnis dass dies sehr individuell ist, würde mich jedoch um Richtwerte freuen. Mfg.

Tierärztin Janina Rohde

Antwort von Tierärztin Janina Rohde

Hallo Frau Z.

Nach einer operativ versorgten Darm-Invagination mit Resektion und Anastomose ist die kritischste Phase für die Darmnaht in den ersten 3–5 Tagen postoperativ, da hier die Gewebestabilität durch den Abbau von Kollagen vorübergehend am geringsten ist. Ab etwa Tag 5–7 beginnt die Belastbarkeit wieder zuzunehmen, da die Kollagensynthese einsetzt. Eine funktionell stabile Narbenbildung im Bereich der Darmwand ist in der Regel nach etwa 10–14 Tagen erreicht. Die volle mechanische Belastbarkeit des Bauchraums – also auch der Linea alba und der Bauchdeckennaht – entwickelt sich jedoch über mehrere Wochen. Klinisch empfiehlt man deshalb meist eine konsequente Ruhigstellung für mindestens 10–14 Tage, bei sehr aktiven Tieren eher 2–3 Wochen. Intensives Springen, Klettern und wildes Spielen, sollte idealerweise erst nach etwa 3 Wochen wieder erlaubt werden, sofern der Heilungsverlauf komplikationslos war, kein Fieber, kein Erbrechen, kein Schmerz und eine reizlose Wundheilung vorliegen. Eine pauschale Freigabe direkt nach Fädenziehen ist bei sehr bewegungsfreudigen Katzen aus chirurgischer Sicht eher zurückhaltend zu beurteilen. Entscheidend sind individueller Verlauf, intraoperativer Befund (Resektionslänge, Gewebequalität) und klinische Kontrolle. Im Zweifel ist eine etwas längere Schonzeit sicherer als eine zu frühe Belastung.

Viele Grüße
Janina Rohde

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