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Die Heimwärtsschleppe brachte Kater Poldi nach Hause

Dominik Weber erzählt seine TASSO-Erfolgsgeschichte

Kater Poldi © Dominik Weber

Hallo lieber Tierbesitzer,
ich weiß, dass meine Worte dir in dieser schweren Zeit nicht unbedingt weiterhelfen können. Das hätten sie mir auch nicht, da meine Gedanken düster und meine Hoffnung nicht sonderlich hoch war.

Leider verläuft nicht immer alles nach Plan, und so haben meine beiden kleinen Kinder letzten Donnerstag die Haustüre nicht ganz geschlossen. Irgendwann gegen 23.00 Uhr bemerkten wir, dass die Türe offen stand und die zwei Rabauken diese Einladung dankend angenommen hatten und verschwunden waren.

Fipsi kam nach 45 Minuten wieder zurück. Poldi blieb verschollen. So blieb ich Mitte Oktober in Pullis und Decken gehüllt ganze 18 Stunden auf unserer Holzbank vor dem Haus sitzen, wartete und starrte in die Nacht. Ich sah Nachbarn morgens zur Arbeit fahren und nachmitttags wieder heimkehren. Von Poldi fehlte weiterhin jede Spur.

Ich sollte die nächsten Tage und Nächte noch sehr viele Stunden dort draußen verbringen. Suchen bin ich auch gegangen. Aber wie es im ländlichen Umkreis nun mal so ist, wusste ich nicht mal im Entferntesten wo ich beginnen sollte. So vergingen vier Tage, bis ich montags TASSO kontaktierte und mir von der Heimwegschleppe berichtet wurde. Ich habe es abends probiert und lief meine Strecken ab, die ich vorher ausgearbeitet hatte. Dazu sollte ich nachts gegen 03.00 bis 04.00 Uhr noch einmal suchen und leise nach ihm rufen.

Als ich mit der Taschenlampe durch den Regen lief, tat sich gar nichts. Ich kam schließlich auch nach 45 Minuten wieder zu Hause an und zog geknickt meine Schuhe aus. Und plötzlich das Unerwartete: Ich hörte ein Miauen durch das Babyphone, welches wir vor der Türe platzierten. Und jeder Katzenpapa erkennt die Stimme seiner Katze sofort. Ich wusste direkt, das ist Poldi. Er stand weinend und klagend vor der Türe und lief erleichtert durch die Türe als ich sie öffnete. Hungrig war er. Sehr sogar. Getrunken hat er auch viel. "Erzählt" hat auch viel, leider verstehe ich ihn nicht ganz genau. Ich weiß nicht, wo er gewesen ist und was er getrieben hat. Ich habe aber genau verstanden, dass er froh war, wieder zu Hause zu sein.

Am Schluss möchte ich darauf hinweisen, dass es wichtig ist, auf Leute mit Erfahrung zu hören. Die Heimwegschleppe und das nächtliche Suchen haben am Ende wohl sehr sicher zum Erfolg geführt. Ich vermute auch, dass Poldi sich ängstlich irgendwo verkrochen hat und nicht mehr genau wusste, wo es nach Hause ging. Vielleicht hat er sich vor etwas erschreckt oder hat unter all den neuen Eindrücken, einfach vergessen sich den Weg zurück zu merken.

Ich kann ihn leider nicht fragen beziehungsweise kann er mir nicht in meiner Sprache antworten. Ich weiß, dies ist nur Poldis und meine Geschichte und es muss leider nicht bedeuten, dass alle Ausreißer ihren Weg unbeschadet zurück zu euch finden werden. Ich war die fünf Tage verzweifelt und habe geweint und konnte es nicht ertragen. Ich kann nur jedem empfehlen, probiert die Heimwegschleppe.
 

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