Tür-zu-Tür-Aktion in Vâlcea

Wichtige Kastrationen in Zeiten von Corona

Mobile Klinik, um Kastrationsaktionen in Rumänien durchzuführen. © TASSO
Mobile Klinik, um Kastrationsaktionen in Rumänien durchzuführen.

Strenge Ausgangsbeschränkungen haben dem Tierschutz in Rumänien in der Zeit der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 mächtige Steine in den Weg gelegt. Als Mitte Mai der vom Militär kontrollierte Lockdown beendet wurde und damit nach vielen Wochen auch die strengen Ausgangsbeschränkungen gelockert wurden, nutzten TASSO und der lokale Tierschutzverein A Doua Sansa diese Chance umgehend, um zeitnah eine besondere Kastrationsaktion umzusetzen.

Schnell wurden die Einwohner im Stadtteil Goranu von Vâlcea in der Walchachei im Süden Rumäniens durch eine Informations-Kampagne mit Flyern und persönlicher Beratung über die bevorstehende Kastrationsaktion aufgeklärt. So konnten am 16. Mai im Rahmen einer „Tür-zu-Tür-Kastrationsaktion“ 32 Hunde kastriert werden. Bei dieser Aktion waren die ehrenamtlichen Helfer rund um den engagierten Tierschützer Iulian Puican von A Doua Sansa gemeinsam mit einem Tierarzt und medizinischem Personal vor Ort unterwegs. Sie kamen mit einem einst von TASSO gespendeten und zwischenzeitlich umgebauten Rettungswagen, einer mobilen Klinik, direkt zu den Menschen nach Hause. Dort holten sie ihre Hunde ab, kastrierten sie in der mobilen Klinik und brachten sie anschließend zu ihren Haltern zurück. Vor Ort Aktionen wie diese, sind in der ländlichen geprägten Region besonders wichtig, da die Einwohner häufig älter und hilfsbedürftig sind. Zu einem Tierarzt zu fahren, ist für sie oft nicht umsetzbar. Deswegen wird diese Aktion an weiteren Wochenenden in diesem Jahr wiederholt. Denn sie sind die einzige nachhaltige Maßnahme, um präventiv die Problematik der Straßenhunde vor Ort zu lösen.

Möglich sind Einsätze wie dieser in Rumänien erst seit Kurzem. Denn erst im vergangenen April entschied ein Gericht auf Initiative von TASSO und unserem rumänischen Partnerverein READC, dass Tierschutzvereine in Rumänien mobile Kliniken betreiben dürfen. Zuvor war dies nur Tierärzten gestattet. Eine bahnbrechende Entscheidung für die Menschen und Tiere im Land. Für die Helfer rund um TASSO, die in Rumänien seit Jahren nach dem bewährten Prinzip Monitoring, Kastration, Kennzeichnung & Registrierung sowie Schulbildung & Förderung der Adoptionkultur für den Tierschutz arbeiten, war diese Entscheidung ein Lichtbklick, weil sie nun ihre wichtige Arbeit vor Ort bei den Menschen und Tieren zu Hause fortsetzen und verstärken konnten. Nach diesem Beispiel starten gerade mehrere Vereine in Rumänien solche Kastrationsaktionen. Auch sie haben sich Kastrationsmobile angeschafft. Inzwischen bitten auch immer mehr Gemeinden um Beratung und Unterstützung. Das ist eine positive Entwicklung für die Menschen und Tiere vor Ort und ein Lichtblick für viele streunende Hunde.

  • Hier können Sie sich weitere Fotos der Kastrationsaktion anschauen
  • Video: Kurzinfos und Danke

    Mit der ersten „Door-to-Door“-Kastrationsaktion in Rumänien, die im Mai stattfand, konnten 32 Hunde kastriert werden. Uns erreichten dazu einige liebe Dankesnachrichten von Haltern und Helfern, die wir euch nicht vorenthalten wollen und in diesem Video, mit einigen Infos zur Kastration, zusammengefasst haben. Auf diesem Wege wollen auch wir allen Unterstützern nochmals für ihr unermüdliches Engagement danken.


© TASSO e.V.

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