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Drei Tage in Lebensgefahr

Wie ein Suchplakat Klaras Leben rettete

Hat ein aufregendes Abenteuer hinter sich: Katzendame Klara © Daniela Bäuerlein

Sulzbach/Ts., 20. Mai 2019 – Klara ist zuverlässig. Morgens um sechs Uhr verlässt sie das Haus. Zwischen 9 und 11 Uhr abends kehrt sie zurück, um Kuschelstunden und gemeinsame Zeit mit ihren Menschen einzufordern. Familie Bäuerlein, bei der Klara lebt, hat sich dem Rhythmus ihrer Katze angepasst und erwartet sie jeden Abend. Als Klara vor einigen Tagen nicht zurückkehrte, war sofort klar: Da stimmt was nicht. Dass sich ihr Kätzchen in diesem Moment schon in Lebensgefahr befunden hat, wussten Klaras Menschen natürlich nicht. Eine aufmerksame Tierfreundin und ein digitales Suchplakat der Tierschutzorganisation TASSO e.V., die Europas größtes Haustierregister betreibt, sollten Klaras Leben retten. 

Schon am ersten Tag nach Klaras Verschwinden meldete Daniela Bäuerlein ihre Katze bei TASSO als vermisst. Die Mitarbeiter der 24-Stunden-Notrufzentrale gaben ihr wertvolle Suchtipps und erstellten die Suchmeldung für Klara. Vor Ort begann Familie Bäuerlein, die Nachbarn zu befragen und die Umgebung abzuklappern. Doch tagelang fand sich keine Spur von der kleinen Katzendame. In der Zwischenzeit wurde eine Anwohnerin auf ein Mauzen auf einer Baustelle aufmerksam. Sie hörte genau hin und stellte fest, dass ein Kätzchen in einem Abwasserrohr saß. Ihre eigene Samtpfote war jedoch zu Hause. Dann erinnerte sie sich an eine TASSO-Suchmeldung, die sie im Sozialen Netzwerk Facebook gesehen hatte. Ein Kätzchen aus der Nachbarschaft wurde von seiner Familie vermisst. Eine weitere Nachbarin wusste Bescheid, wer diese Familie ist und sprach den Ehemann von Katzenhalterin Daniela Bäuerlein an. Sofort zog das Paar los und begab sich zur Baustelle. Es war mittlerweile der dritte Tag nach Klaras Verschwinden.

„An der Baustelle angekommen riefen wir sie und tatsächlich ‚antwortete‘ Klara“, erzählt Daniela Bäuerlein. „Sie war in einem Abwasserrohr gefangen und kam nicht heraus. Die Bauarbeiter vor Ort haben uns geholfen, den nahegelegenen Gullideckel zu öffnen. Mein Mann kletterte hinein und entdeckte unten unsere Klara. Sie saß in einem Rohr, das dort endete. Er packte sie und brachte sie in Sicherheit.“ Das Kätzchen war zu diesem Zeitpunkt in großer Panik. Kein Wunder, nach einer solchen Tortur. Dennoch erkannte sie ihre Menschen, und nach einem leider notwendigen Bad zu Hause entspannte sie sich schnell.

Daniela Bäuerlein berichtet: „Wir gehen davon aus, dass Klara die ganze Zeit dort in dem Rohr war. Sie war völlig erschöpft und hat anschließend zwei Tage fast nur geschlafen. Danach war sie wieder ganz die Alte. Schnell wollte sie auch wieder nach draußen. Sie war sogar schon wieder an der Baustelle. Dort ist aber mittlerweile das Fundament fertig und es besteht keine Gefahr mehr für sie.“ Familie Bäuerlein ist erleichtert, dass ihre Katze das Abenteuer unversehrt überstanden hat. „Klara hatte wirklich ein riesengroßes Glück“, sagt Daniela Bäuerlein erleichtert und erklärt: „Das Rohr, in das sie scheinbar aus Neugierde hineingeklettert war, ist etwas abschüssig und hat drei Abzweigungen. Die Abzweigung, in die Klara geraten ist, führt in die Kanalisation. Die andere in ein Wasserbecken und die dritte zur Kläranlage. Die beiden alternativen Rohre wären also Klaras sicherer Tod gewesen.“


Download: 
Hat ein aufregendes Abenteuer hinter sich: Katzendame Klara (Bildnachweis: Daniela Bäuerlein)
Hat ein aufregendes Abenteuer hinter sich: Katzendame Klara (Bildnachweis: Daniela Bäuerlein)

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