zurück zur Übersicht Hauterkrankung 17.02.2026 von Hannelore M. Meine Katze hat seit dem Jahr 2021 ,diagnostiziert mit Biopsie eosinophile Plaque Nur immer auf der Haut am Gesicht oder Unterschenkel. Bekommen wir mit Puder und Salbe immer weg. Ursache ließ sich nicht finden da sie leider auch nur ein Futter frisst. Nun habe ich Angst dass es sich mal auf die Maulschleimhaut ausweitet und im Maul als Granulom kommt. Wie häufig ist das der Fall wenn es seit 5 Jahren auschließlich auf der Haut auftrat? Meine Katze trägt Herpes Virus in sich und Calici Positiv und dürfte daher niemals oral Cortison bekommen sagte der Tierarzt. Wenn das Granulom im Maul auftritt dann haben wir ein Problem. sieht man dies beim Hineinschauen ins Maul Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Frau M. Die eosinophile Plaque gehört zum sogenannten eosinophilen Granulom-Komplex der Katze. Dazu zählen Hautveränderungen (Plaque, indolentes Ulkus) und auch orale Formen wie das eosinophile Granulom im Maulbereich. Grundsätzlich können diese Erscheinungsformen wechseln, sie müssen es aber nicht. Wenn Ihre Katze seit fünf Jahren ausschließlich kutane Plaques im Gesicht oder an den Gliedmaßen entwickelt hat und nie Veränderungen an Lippen oder Maulschleimhaut gezeigt hat, ist das erst einmal beruhigend. Ein späterer Wechsel in eine orale Form ist möglich, aber nicht zwangsläufig häufig. Viele Katzen bleiben über Jahre bei derselben Manifestationsform, insbesondere wenn die Schübe lokal gut kontrollierbar sind. Ein eosinophiles Granulom im Maul wäre in der Regel sichtbar. Typisch sind gelblich-rosafarbene, leicht erhabene oder derbe Veränderungen an Lippen, Zunge oder Gaumen. Häufig kommen zusätzlich Speicheln, Schmerzhaftigkeit, Futterverweigerung oder Maulgeruch hinzu. Ein bloßes „verstecktes“ Granulom ohne sichtbare oder klinische Auffälligkeiten ist eher untypisch. Zur Cortison-Frage: Bei Herpes- oder Calicivirus-positiven Katzen wird systemisches Kortison zurückhaltend eingesetzt, weil es die Virusaktivität begünstigen kann. Das bedeutet aber nicht, dass es grundsätzlich „nie“ möglich ist – sondern dass Nutzen und Risiko sehr sorgfältig abgewogen werden müssen. Zudem gibt es je nach Ausprägung alternative oder lokal begrenzte Therapieoptionen. Solange die Veränderungen ausschließlich auf der Haut auftreten und gut kontrollierbar sind, besteht kein akuter Hinweis darauf, dass zwingend ein orales Granulom folgen muss. Wenn Sie im Maul regelmäßig kontrollieren und bei Veränderungen frühzeitig reagieren, sind Sie auf der sicheren Seite. Viele Grüße Janina Rohde
Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Frau M. Die eosinophile Plaque gehört zum sogenannten eosinophilen Granulom-Komplex der Katze. Dazu zählen Hautveränderungen (Plaque, indolentes Ulkus) und auch orale Formen wie das eosinophile Granulom im Maulbereich. Grundsätzlich können diese Erscheinungsformen wechseln, sie müssen es aber nicht. Wenn Ihre Katze seit fünf Jahren ausschließlich kutane Plaques im Gesicht oder an den Gliedmaßen entwickelt hat und nie Veränderungen an Lippen oder Maulschleimhaut gezeigt hat, ist das erst einmal beruhigend. Ein späterer Wechsel in eine orale Form ist möglich, aber nicht zwangsläufig häufig. Viele Katzen bleiben über Jahre bei derselben Manifestationsform, insbesondere wenn die Schübe lokal gut kontrollierbar sind. Ein eosinophiles Granulom im Maul wäre in der Regel sichtbar. Typisch sind gelblich-rosafarbene, leicht erhabene oder derbe Veränderungen an Lippen, Zunge oder Gaumen. Häufig kommen zusätzlich Speicheln, Schmerzhaftigkeit, Futterverweigerung oder Maulgeruch hinzu. Ein bloßes „verstecktes“ Granulom ohne sichtbare oder klinische Auffälligkeiten ist eher untypisch. Zur Cortison-Frage: Bei Herpes- oder Calicivirus-positiven Katzen wird systemisches Kortison zurückhaltend eingesetzt, weil es die Virusaktivität begünstigen kann. Das bedeutet aber nicht, dass es grundsätzlich „nie“ möglich ist – sondern dass Nutzen und Risiko sehr sorgfältig abgewogen werden müssen. Zudem gibt es je nach Ausprägung alternative oder lokal begrenzte Therapieoptionen. Solange die Veränderungen ausschließlich auf der Haut auftreten und gut kontrollierbar sind, besteht kein akuter Hinweis darauf, dass zwingend ein orales Granulom folgen muss. Wenn Sie im Maul regelmäßig kontrollieren und bei Veränderungen frühzeitig reagieren, sind Sie auf der sicheren Seite. Viele Grüße Janina Rohde