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Oxalat und Struvit

von Karin F.

Meine Katze hatte früher immer mal Struvit und vor 1 Jahr auch wieder, haben 6 Wochen Urin angesäuert und es war vorbei Aktuell mal wieder kontrolliert- keine Beschwerden rein vorbeugend und im Urin war etwas Struvit und minimalst Oxalat Nun meine Frage wie kann beides sein? Das gibt es doch gar nicht oder da Struvit basischen Urin benötigt und Oxalat sauren Urin ich bin im Forum Struvit und Oxalat für katzen in FAcebook die Fachleute dort warnen vor Diätfuttern da das minderwertig ist und man sich oxalat züchtet Man soll besser hochwertiges Nassfutter ohne Zucker und Getreide füttern zb Catzfinefood und ansäuern mit Guradacid - immer PH wert messen Diätfutter frisst meine Katze sowieso gar nicht, habe alle Sorten versucht daher geht nur ansäuern aber was tun? Wenn ich ansäure vermehre ich ja das bischen Oxalat und das muss operiert werden? oder besser nochmal Urin in ein Labor schicken? ist ja nur eine Tagesaussage einmalige Kontrolle oder? Vielleicht ist gar kein Oxalat vorhanden... Wenn ich nochmals kontrollieren lasse und es ist nur Struvit vorhanden auch bei 2. Kontrolle dann ansäuern oder

Tierärztin Janina Rohde

Antwort von Tierärztin Janina Rohde

Hallo Frau F

Dass im Sediment sowohl Struvit als auch minimal Calciumoxalat gesehen wurden, ist tatsächlich möglich. Auch wenn Struvit eher bei neutral-alkalischem und Oxalat eher bei saurem pH entsteht, schwankt der Urin-pH im Tagesverlauf – abhängig von Fütterung, Trinkmenge und Stoffwechsel. Zusätzlich können sich Kristalle nachträglich bilden, wenn die Probe nicht ganz frisch untersucht wurde. Ein Sediment ist daher immer eine Momentaufnahme. Wichtig ist: Kristalle im Urin sind nicht automatisch gleichbedeutend mit Harnsteinen. Entscheidend sind klinische Symptome, das spezifische Gewicht, der pH-Wert, die Kristallmenge und ggf. eine bildgebende Untersuchung. Minimale Oxalatkristalle ohne Beschwerden haben zunächst keine eigenständige Krankheitsrelevanz. Ihre Zurückhaltung gegenüber einer starken Ansäuerung ist nachvollziehbar. Eine dauerhafte oder zu starke pH-Absenkung kann theoretisch das Oxalatrisiko erhöhen. Ein Ziel-pH von 5,0 wäre eher sehr niedrig; therapeutisch wird meist ein moderat saurer Bereich angestrebt, nicht eine extreme Übersäuerung. Facebook-Gruppen ersetzen keine individuelle Harnanalyse. Diätfuttermittel sind nicht „minderwertig“, sondern gezielt mineralstoff- und pH-kontrolliert formuliert. Ob sie sinnvoll sind, hängt vom Einzelfall ab. Wenn Ihre Katze diese nicht frisst, heißt das nicht automatisch, dass nur dauerhafte Ansäuerung die Lösung ist. Sinnvoll wäre jetzt: eine erneute, möglichst frische Urinuntersuchung (idealerweise zeitnah untersucht oder im Labor), um zu prüfen, ob das Oxalat reproduzierbar ist oder eine einmalige Beobachtung war. Wenn in einer Kontrollprobe nur Struvit in relevanter Menge vorliegt und der pH entsprechend passt, kann eine gezielte, zeitlich begrenzte Ansäuerung sinnvoll sein – jedoch kontrolliert und nicht „blind“ über Monate. Kurz gesagt: Erst Verlauf kontrollieren, dann gezielt handeln. Eine einmalige Sedimentkontrolle ist keine endgültige Diagnose

Viele Grüße
Janina Rohde

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