zurück zur Übersicht 2 Tierärzte 2 Diagnosen 20.02.2026 von Anni R. Hallo, ich war mit meiner Katze vor rund 3 Wochen beim Tierarzt und aufgrund eines Ultraschalls wurde ein blastisches Lyphom vermutet und eine Cortisol Behandlung mit einer voraussichtlichen Überlebenszeit von 2-3 Monaten angesetzt. Bei einer weiteren Ultraschalluntersuchung durch 2 andere Tierärzte wurde dieser Befund nicht bestätigt. Blutbild wurden mehrere gemacht und Werte sind alle unauffällig. Daraufhin sollte das Corstion wieder abgesetzt werden(nach 2 Tagen) seither ein stetiges Auf und Ab. Mal Gewichtszunahme und normales Verhalten (frisst normal, trinkt normal, bewegt sich normal), allerdings dann aber auch 1x Erbrechen über Stunden inkl Gewichtsabnahme und matt sein. Wieder beim Tierarzt ohne weiteren Befund und nach Infusion aber noch platter. (Stundenlang nicht gefressen, Flüssigkeit lief aus dem Maul) Welche Untersuchungen wären noch sinnvoll, um die Lymphomdiagnose ( außer Biopsie, da Herzerkrankung im Raum steht) oder andere Erkrankungen auszuschließen bzw zu bestätigen? Gibt es vielleicht Spezialisten in der Umgebung? Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Frau Reis bei einem im Ultraschall vermuteten blastischen Lymphom ist Zurückhaltung absolut sinnvoll, wenn zwei weitere Untersucher den Befund nicht bestätigen konnten und die Blutwerte unauffällig sind. Ein Lymphom kann sonographisch zwar vermutet, aber nicht sicher diagnostiziert werden, dafür ist in der Regel eine zytologische oder histologische Untersuchung erforderlich. Wenn eine Biopsie wegen einer möglichen Herzerkrankung aktuell nicht infrage kommt, wäre eine strukturierte Zweitmeinung bei einer spezialisierten Internistin oder einem spezialisierten Internisten mit großer Erfahrung im abdominalen Ultraschall sehr empfehlenswert. Oft ist eine Feinnadelaspiration unter Ultraschallkontrolle möglich, die deutlich weniger belastend ist als eine chirurgische Biopsie und häufig ohne Vollnarkose durchgeführt werden kann. Zusätzlich können gezielte Blutuntersuchungen wie fPLI bei Pankreatitisverdacht oder Vitamin-B12- und Folatbestimmungen bei chronischen Darmerkrankungen sinnvoll sein. Parallel sollte eine kardiologische Abklärung erfolgen, um das Narkoserisiko realistisch einzuschätzen. Das von Ihnen beschriebene Auf und Ab mit Erbrechen, Gewichtsverlust und Mattigkeit passt nicht ausschließlich zu einem Lymphom, differenzialdiagnostisch kommen auch eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, eine Pankreatitis oder andere gastrointestinale Ursachen in Betracht. Eine Lymphomdiagnose sollte daher nicht allein auf einem einmaligen Ultraschallbefund beruhen. In einer spezialisierten Klinik oder bei einer Fachtierärztin beziehungsweise einem Fachtierarzt für Innere Medizin kann die weitere Diagnostik gezielt geplant und koordiniert werden, sodass Sie eine fundierte Entscheidung auf Basis einer klaren Einordnung treffen können. Viele Grüße Janina Rohde
Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Frau Reis bei einem im Ultraschall vermuteten blastischen Lymphom ist Zurückhaltung absolut sinnvoll, wenn zwei weitere Untersucher den Befund nicht bestätigen konnten und die Blutwerte unauffällig sind. Ein Lymphom kann sonographisch zwar vermutet, aber nicht sicher diagnostiziert werden, dafür ist in der Regel eine zytologische oder histologische Untersuchung erforderlich. Wenn eine Biopsie wegen einer möglichen Herzerkrankung aktuell nicht infrage kommt, wäre eine strukturierte Zweitmeinung bei einer spezialisierten Internistin oder einem spezialisierten Internisten mit großer Erfahrung im abdominalen Ultraschall sehr empfehlenswert. Oft ist eine Feinnadelaspiration unter Ultraschallkontrolle möglich, die deutlich weniger belastend ist als eine chirurgische Biopsie und häufig ohne Vollnarkose durchgeführt werden kann. Zusätzlich können gezielte Blutuntersuchungen wie fPLI bei Pankreatitisverdacht oder Vitamin-B12- und Folatbestimmungen bei chronischen Darmerkrankungen sinnvoll sein. Parallel sollte eine kardiologische Abklärung erfolgen, um das Narkoserisiko realistisch einzuschätzen. Das von Ihnen beschriebene Auf und Ab mit Erbrechen, Gewichtsverlust und Mattigkeit passt nicht ausschließlich zu einem Lymphom, differenzialdiagnostisch kommen auch eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, eine Pankreatitis oder andere gastrointestinale Ursachen in Betracht. Eine Lymphomdiagnose sollte daher nicht allein auf einem einmaligen Ultraschallbefund beruhen. In einer spezialisierten Klinik oder bei einer Fachtierärztin beziehungsweise einem Fachtierarzt für Innere Medizin kann die weitere Diagnostik gezielt geplant und koordiniert werden, sodass Sie eine fundierte Entscheidung auf Basis einer klaren Einordnung treffen können. Viele Grüße Janina Rohde