zurück zur Übersicht Aminosäure L-Lysin 21.02.2026 von Lisa H. Darf man einer Katze L Lysin auch geben wenn sie Nierenprobleme hat (leichte) Denn es wirkt ja bei Herpes Schub wirklich super gut wie ich auch Erfahrung heraus weiss. Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Frau H. L-Lysin wird bei Katzen häufig bei felinem Herpesvirus (FHV-1) eingesetzt, die wissenschaftliche Datenlage zeigt jedoch keinen gesicherten, konsistenten Nutzen in kontrollierten Studien. Es gilt daher nicht als evidenzbasierte Standardtherapie bei Herpesinfektionen. Bei einer Katze mit leichter chronischer Nierenerkrankung ist L-Lysin in üblicher Dosierung nicht grundsätzlich kontraindiziert, sollte aber kritisch abgewogen werden, da es sich um eine zusätzliche Aminosäurezufuhr handelt und bei CNI eine kontrollierte Protein- und Stickstoffaufnahme angestrebt wird. Eine dauerhafte oder hochdosierte Supplementierung ohne klare Indikation ist bei Nierenerkrankungen nicht empfehlenswert. Bei klinisch relevanten Herpes-Schüben sind Stressreduktion und – je nach Schweregrad – eine antivirale Therapie mit nachgewiesener Wirksamkeit medizinisch sinnvoller. Eine individuelle tierärztliche Beurteilung anhand aktueller Nierenwerte ist daher immer erforderlich. Viele Grüße Janina Rohde
Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Frau H. L-Lysin wird bei Katzen häufig bei felinem Herpesvirus (FHV-1) eingesetzt, die wissenschaftliche Datenlage zeigt jedoch keinen gesicherten, konsistenten Nutzen in kontrollierten Studien. Es gilt daher nicht als evidenzbasierte Standardtherapie bei Herpesinfektionen. Bei einer Katze mit leichter chronischer Nierenerkrankung ist L-Lysin in üblicher Dosierung nicht grundsätzlich kontraindiziert, sollte aber kritisch abgewogen werden, da es sich um eine zusätzliche Aminosäurezufuhr handelt und bei CNI eine kontrollierte Protein- und Stickstoffaufnahme angestrebt wird. Eine dauerhafte oder hochdosierte Supplementierung ohne klare Indikation ist bei Nierenerkrankungen nicht empfehlenswert. Bei klinisch relevanten Herpes-Schüben sind Stressreduktion und – je nach Schweregrad – eine antivirale Therapie mit nachgewiesener Wirksamkeit medizinisch sinnvoller. Eine individuelle tierärztliche Beurteilung anhand aktueller Nierenwerte ist daher immer erforderlich. Viele Grüße Janina Rohde