zurück zur Übersicht Bindehautentzündung nach Zahn OP 18.03.2026 von Sandra K. Sehr geehrte Damen und Herren, unsere Katze hat letzte Woche eine Zahn OP gehabt und Metacam bekommen. Jetzt tränen die Augen immer noch. Ist das eine Bindehautentzündung? Tropfen oder Salbe lässt sie nicht zu. Tabletten geht auch nicht. Ist ein Depot Antibiotikum wie Convenia eine Alternative? Wie lange muss Metacam aus dem Körper sein? Danke + freundliche Grüße Sandra Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Frau K. Nach einer Zahnoperation kann es durchaus vorkommen, dass die Augen vorübergehend tränen. Das hängt oft damit zusammen, dass Zahnwurzeln – insbesondere im Oberkiefer, anatomisch sehr nah an den Tränenkanälen liegen. Durch die OP kann es hier zu einer Reizung kommen, sodass die Tränen nicht richtig abfließen oder das Auge empfindlicher reagiert. Wichtig ist die Unterscheidung: Reines Tränen ohne Rötung, ohne eitrigen Ausfluss und ohne Schmerzen spricht eher für eine Reizung oder einen gestörten Tränenabfluss. Eine echte Bindehautentzündung zeigt in der Regel zusätzliche Symptome wie gerötete Schleimhäute, gelblich-grünen Ausfluss, Zukneifen des Auges oder auch eine Lichtempfindlichkeit. Metacam kann weiterhin gegeben werden und muss nicht „aus dem Körper sein“, bevor man andere Maßnahmen ergreift. Es gibt keine feste Wartezeit in diesem Zusammenhang. Sollte eine zusätzliche Behandlung notwendig sein, wird diese individuell kombiniert. Ein Depotantibiotikum wie Convenia ist in diesem Fall normalerweise keine Option. Augenprobleme nach Zahn-OP sind häufig nicht primär bakteriell bedingt, sondern mechanisch oder entzündlich. Ein Antibiotikum würde hier nur dann sinnvoll sein, wenn tatsächlich eine bakterielle Infektion vorliegt. Wenn lokale Augentherapie (Tropfen oder Salbe) nicht möglich ist, gibt es nicht viele Alternativen, aber die sollten gezielt nach Untersuchung entschieden werden. Dazu gehört z. B. die Frage, ob der Tränenkanal durchgängig ist oder ob eine Reizung vorliegt, die anders behandelt werden kann. Mein Rat wäre daher: Wenn das Tränen länger als einige Tage anhält, sich verstärkt oder weitere Symptome dazukommen, sollte das Auge einmal tierärztlich kontrolliert werden. Dann kann man gezielt entscheiden, ob überhaupt eine Behandlung nötig ist und welche Form für Ihre Katze am besten geeignet ist. Viele Grüße Janina Rohde
Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Frau K. Nach einer Zahnoperation kann es durchaus vorkommen, dass die Augen vorübergehend tränen. Das hängt oft damit zusammen, dass Zahnwurzeln – insbesondere im Oberkiefer, anatomisch sehr nah an den Tränenkanälen liegen. Durch die OP kann es hier zu einer Reizung kommen, sodass die Tränen nicht richtig abfließen oder das Auge empfindlicher reagiert. Wichtig ist die Unterscheidung: Reines Tränen ohne Rötung, ohne eitrigen Ausfluss und ohne Schmerzen spricht eher für eine Reizung oder einen gestörten Tränenabfluss. Eine echte Bindehautentzündung zeigt in der Regel zusätzliche Symptome wie gerötete Schleimhäute, gelblich-grünen Ausfluss, Zukneifen des Auges oder auch eine Lichtempfindlichkeit. Metacam kann weiterhin gegeben werden und muss nicht „aus dem Körper sein“, bevor man andere Maßnahmen ergreift. Es gibt keine feste Wartezeit in diesem Zusammenhang. Sollte eine zusätzliche Behandlung notwendig sein, wird diese individuell kombiniert. Ein Depotantibiotikum wie Convenia ist in diesem Fall normalerweise keine Option. Augenprobleme nach Zahn-OP sind häufig nicht primär bakteriell bedingt, sondern mechanisch oder entzündlich. Ein Antibiotikum würde hier nur dann sinnvoll sein, wenn tatsächlich eine bakterielle Infektion vorliegt. Wenn lokale Augentherapie (Tropfen oder Salbe) nicht möglich ist, gibt es nicht viele Alternativen, aber die sollten gezielt nach Untersuchung entschieden werden. Dazu gehört z. B. die Frage, ob der Tränenkanal durchgängig ist oder ob eine Reizung vorliegt, die anders behandelt werden kann. Mein Rat wäre daher: Wenn das Tränen länger als einige Tage anhält, sich verstärkt oder weitere Symptome dazukommen, sollte das Auge einmal tierärztlich kontrolliert werden. Dann kann man gezielt entscheiden, ob überhaupt eine Behandlung nötig ist und welche Form für Ihre Katze am besten geeignet ist. Viele Grüße Janina Rohde