zurück zur Übersicht Calici 25.03.2026 von Martin M. Meine Katze ist Calici positiv und es bricht immer bei Stress aus. Da meine Katze sehr ängstlich ist und aus dem Tierschutz, hat sie öfter Stress.. Man kann nämlich alltägliche Geräusche wie Staubsauger, fremde Leute im Treppenhaus, Mäharbeiten, LKWs draussen usw nicht komplett abschirmen. Nun hab ich mir überlegt, ob ich mal Anxitane oder Zylkene verwende, um die Calici Schübe zu reduzieren, die stressbedingt sind. Würde dies funktionieren? Wie sind da die Erfahrungen in der Praxis bei stressbedingten Virusschüben? Beides zusammen ist mir zu teuer und dann weiß man ja auch nicht was gewirkt hat. Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Herr M. Beim felinen Calicivirus sehen wir sehr oft, dass klinische Schübe eng mit Stresssituationen verknüpft sind, gerade bei ängstlichen Katzen aus dem Tierschutz, die Umweltreize schwerer filtern können. Da sich solche Alltagsreize nicht vollständig vermeiden lassen, ist es absolut legitim, an der Stressverarbeitung anzusetzen. Sowohl Zylkene als auch Anxitane können hier unterstützend wirken. Beide Präparate zielen darauf ab, die emotionale Reaktivität zu reduzieren und die Stressverarbeitung zu verbessern. In der Praxis sehen wir durchaus, dass Katzen insgesamt stabiler werden und stressbedingte Krankheitsschübe seltener oder milder verlaufen. Es ist aber wichtig zu wissen: Das ist individuell unterschiedlich und keine Garantie, eher ein Baustein im Gesamtmanagement. Ich würde in so einem Fall tatsächlich pragmatisch vorgehen und eines der beiden Präparate zunächst über mehrere Wochen testen. Wenn eine Verbesserung sichtbar ist, kann man dabei bleiben. Wenn nicht, lohnt sich ein Wechsel oder eine weiterführende Abklärung. Ganz wichtig ist parallel der Blick auf mögliche zusätzliche Stress- oder Schmerzfaktoren. Chronische Schmerzen, zum Beispiel im Bereich der Zähne (FORL), des Rückens oder auch im Bauchraum, können die Stressanfälligkeit deutlich erhöhen und damit indirekt auch Virusschübe begünstigen. Das sollte unbedingt einmal gründlich tierärztlich abgeklärt werden. Wenn Sie merken, dass Ihre Katze im Alltag sehr schnell überfordert ist, kann es sinnvoll sein, zusätzlich verhaltensmedizinische Unterstützung einzubeziehen. Über die GTVMT finden Sie spezialisierte Tierärztinnen und Tierärzte, die gezielt dabei helfen können, die Stressbelastung im Alltag zu reduzieren und Ihrer Katze mehr Sicherheit zu geben, am besten eingebettet in ein Gesamtpaket aus Stressreduktion, medizinischer Abklärung und ggf. gezieltem Training. Viele Grüße Janina Rohde
Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Herr M. Beim felinen Calicivirus sehen wir sehr oft, dass klinische Schübe eng mit Stresssituationen verknüpft sind, gerade bei ängstlichen Katzen aus dem Tierschutz, die Umweltreize schwerer filtern können. Da sich solche Alltagsreize nicht vollständig vermeiden lassen, ist es absolut legitim, an der Stressverarbeitung anzusetzen. Sowohl Zylkene als auch Anxitane können hier unterstützend wirken. Beide Präparate zielen darauf ab, die emotionale Reaktivität zu reduzieren und die Stressverarbeitung zu verbessern. In der Praxis sehen wir durchaus, dass Katzen insgesamt stabiler werden und stressbedingte Krankheitsschübe seltener oder milder verlaufen. Es ist aber wichtig zu wissen: Das ist individuell unterschiedlich und keine Garantie, eher ein Baustein im Gesamtmanagement. Ich würde in so einem Fall tatsächlich pragmatisch vorgehen und eines der beiden Präparate zunächst über mehrere Wochen testen. Wenn eine Verbesserung sichtbar ist, kann man dabei bleiben. Wenn nicht, lohnt sich ein Wechsel oder eine weiterführende Abklärung. Ganz wichtig ist parallel der Blick auf mögliche zusätzliche Stress- oder Schmerzfaktoren. Chronische Schmerzen, zum Beispiel im Bereich der Zähne (FORL), des Rückens oder auch im Bauchraum, können die Stressanfälligkeit deutlich erhöhen und damit indirekt auch Virusschübe begünstigen. Das sollte unbedingt einmal gründlich tierärztlich abgeklärt werden. Wenn Sie merken, dass Ihre Katze im Alltag sehr schnell überfordert ist, kann es sinnvoll sein, zusätzlich verhaltensmedizinische Unterstützung einzubeziehen. Über die GTVMT finden Sie spezialisierte Tierärztinnen und Tierärzte, die gezielt dabei helfen können, die Stressbelastung im Alltag zu reduzieren und Ihrer Katze mehr Sicherheit zu geben, am besten eingebettet in ein Gesamtpaket aus Stressreduktion, medizinischer Abklärung und ggf. gezieltem Training. Viele Grüße Janina Rohde