Mein Hund Lizzie (Malteser-Shih-Tzu-Mix, fast 14 Jahre alt) musste vor einigen Wochen in die Tierklinik. Sie hatte einen Fremdkörper gegessen, der im Magen festsaß, und hatte dann starken blutigen Durchfall und Erbrechen. In der Tierklinik wurde dann festgestellt, dass ihre Nierenwerte stark erhöht waren. Und es wurden im Ultraschall Rundherde an der Leber entdeckt. Leberwerte waren aber wie immer normal (z.B. ALT: 55; ALKP: 210 --> je nach Referenzrahmen kann das schon als leicht erhöht gelten). Sonst gab es keine Befunde im Ultraschall oder in den Blutuntersuchungen. Innerhalb weniger Tage hat sie sich aber so erholt, dass der Fremdkörper entfernt und eine Leberbiopsie entnommen werden konnte. Der Befund: regelrechte Leberarchitektur, aber ausgeprägte Glykogenspeicherung, Verfettung der Itozellen und Hyperplasie. Diagnose: Steroid-induzierte Hepatose. Da sie kein Cortison bekommen hat, war der Verdacht das Cushing Syndrom. Der Verdacht hat mich überrascht, da sie kaum typische Symptome hatte (kein vermehrtes Wassertrinken, kein "Hängebauch", kein Haarausfall). Sie hatte höchstens einen leicht bis moderat erhöhten Appetit und diffuse Symptome (manchmal stumpfes Fell, was aber besser wurde, weniger Energie, manchmal etwas wackelige Beine/Muskelschwäche?), die wir bisher auf ihr Alter bzw. ihre beginnende Hüftarthrose geschoben haben. Sie hat ein gesundes Gewicht und ist fast schon eher sportlich für ihr Alter. Der Haustierarzt hat letzte Woche den ACTH-Test durchgeführt. Heute ging es ihr aber plötzlich schlecht (starker Katzenbuckel, wollte nicht laufen). Ich bin direkt zum TA. Der Verdacht des TA waren starke Bauchschmerzen. Sie hatte kein Fieber oder sonst etwas Beunruhigendes. Zufälligerweise waren die Ergebnisse schon da: kein Cushing. Dafür haben sich die Leberwerte im Vergleich zu vor 4 Wochen unerwartet erhöht (ALT: 439, GLDH: 23,7, AP: weiterhin 209). Harnstoff leicht erhöht: 9,4, Kreatinin normal. Sie hat bei dem Arzt Schmerzmittel bekommen und seitdem geht es wieder besser. Sie ist immer noch nicht wie vor der ganzen Sache mit der Klinik (weniger Lust auf Spaziergänge, schläft tief etc.), aber sie isst und trinkt und sucht meine Nähe. Der Tierarzt hat uns jetzt Tabletten gegeben, die die Leber unterstützen sollen. Ich suche auch gerade nach einem geeigneten Diätfutter und überlege gerade, wegen der Bauchschmerzen wieder die Schonkost von Royal Canin zu geben. Die hatte sie nach der OP bekommen und gut vertragen. Meine Frage: Können Sie sich die Befunde der Leberbiopsie erklären bzw. diesen plötzlichen Anstieg der Leberwerte? Und haben Sie Tipps für mich, was ich vielleicht noch untersuchen lassen könnte oder wie ich sie am besten unterstützen kann? Was vielleicht noch wichtig ist: Sie hat nach der OP Novalgin und Antibiotika (Synulox, glaube ich) bekommen. Novalgin in Absprache mit dem TA über 10 Tage, da sie immer noch Schmerzen hatte. Mittlerweile bekommt sie aber keine Tabletten mehr. Vielen Dank!