zurück zur Übersicht Herztabletten ja oder nein 22.04.2026 von Petra S. Guten Tag, können Sie mir vielleicht bitte helfen: es geht um meine Hündin Luni 10 Jahre Jack. R. Mix, seit ca 3 Jahren gibt es ein Herzgeräusch, Ultraschall zeigt eine leichte Mitralklappeninsuffizienz, nachdem sie das letzte halbe Jahr nach längeren spazieren gehen doch langsamer wird beim Gehen und auch nicht mehr so spielen mag, habe ich das 1. jährige Herzultraschall auf 1/2 Jahr vorgezogen. Das Ultraschall ist unverändert, wir haben vor 2 Wochen mit Vetmedin 2 x tgl 1/2 Tabl gestartet. Am FR 17.4. ist sie nur ganz langsam die Treppen rauf und beim spazieren gehen auch ganz langsam. Luni hat beim TA am MO ein Schmerzmittel bekommen, das Treppen steigen ist nun wieder weit besser geworden, die Ärztin (eine andere die Luni die Herztabletten verschrieben hat) meinte wir sollen die Herztabletten wieder absetzen ! Kann es sein das Luni vielleicht 'nur' Probleme mit dem Bewegungsapparat hat, es wurde vor Jahren eine leichte Spondylose in der Wirbelsäule festgestellt mittels röntgen, diesesmal wurde kein röntgen gemacht, es wurde nur festgestellt - durch abtasten das sie schmerzen in der Wirbelsäule hat. Was soll ich nun machen ein Tierarzt sagt nehmen, der andere absetzen, gibt es noch weitere Untersuchungen die ich machen sollte, ob sie wirklich Herztabletten benötigt ? Ich denke mal nur so die Tabletten nehmen ist ja auch nicht gut ? Herzlichen Dank. Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Frau S. Bei Ihrer Hündin wurde eine leichte Mitralklappeninsuffizienz festgestellt, die laut aktuellem Herzultraschall unverändert ist. Wenn in so einer Situation keine klare Verschlechterung vorliegt und keine zwingende medikamentöse Therapie angezeigt ist, dann ist das Herz in vielen Fällen nicht die Ursache für eine reduzierte Belastbarkeit oder langsameres Laufen. Dass sich das Treppensteigen und die Bewegung nach Gabe eines Schmerzmittels deutlich gebessert haben, ist ein wichtiger Hinweis. Das spricht sehr dafür, dass Schmerzen, zum Beispiel im Bereich der Wirbelsäule, gerade bei bekannter Spondylose – eine wesentliche Rolle spielen. Solche orthopädischen oder neurologischen Beschwerden werden im Alltag häufig als „weniger belastbar“ oder „langsamer“ wahrgenommen. Ein sogenannter Schmerztrial, also die gezielte Gabe von Schmerzmitteln mit anschließender Beobachtung der Veränderung, ist hier ein sehr sinnvolles diagnostisches Vorgehen und wird häufig erfolgreich eingesetzt. Bezüglich der Herzmedikation (Vetmedin) ist es sinnvoll, das Vorgehen noch einmal gemeinsam mit der behandelnden Tierärztin bzw. idealerweise mit der Kardiologie abzustimmen. Wenn aktuell keine klare Indikation für die Medikation besteht, sollte kritisch geprüft werden, ob sie wirklich notwendig ist. Ich würde Ihnen daher empfehlen, in Absprache mit Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt den Fokus zunächst auf die Abklärung und Behandlung möglicher Schmerzen zu legen (z. B. weiterführende orthopädische Untersuchung, ggf. Röntgen) und parallel die kardiologische Situation noch einmal einordnen zu lassen. So kann individuell entschieden werden, ob und welche Herzmedikation wirklich sinnvoll ist. Viele Grüße Janina Rohde
Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Frau S. Bei Ihrer Hündin wurde eine leichte Mitralklappeninsuffizienz festgestellt, die laut aktuellem Herzultraschall unverändert ist. Wenn in so einer Situation keine klare Verschlechterung vorliegt und keine zwingende medikamentöse Therapie angezeigt ist, dann ist das Herz in vielen Fällen nicht die Ursache für eine reduzierte Belastbarkeit oder langsameres Laufen. Dass sich das Treppensteigen und die Bewegung nach Gabe eines Schmerzmittels deutlich gebessert haben, ist ein wichtiger Hinweis. Das spricht sehr dafür, dass Schmerzen, zum Beispiel im Bereich der Wirbelsäule, gerade bei bekannter Spondylose – eine wesentliche Rolle spielen. Solche orthopädischen oder neurologischen Beschwerden werden im Alltag häufig als „weniger belastbar“ oder „langsamer“ wahrgenommen. Ein sogenannter Schmerztrial, also die gezielte Gabe von Schmerzmitteln mit anschließender Beobachtung der Veränderung, ist hier ein sehr sinnvolles diagnostisches Vorgehen und wird häufig erfolgreich eingesetzt. Bezüglich der Herzmedikation (Vetmedin) ist es sinnvoll, das Vorgehen noch einmal gemeinsam mit der behandelnden Tierärztin bzw. idealerweise mit der Kardiologie abzustimmen. Wenn aktuell keine klare Indikation für die Medikation besteht, sollte kritisch geprüft werden, ob sie wirklich notwendig ist. Ich würde Ihnen daher empfehlen, in Absprache mit Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt den Fokus zunächst auf die Abklärung und Behandlung möglicher Schmerzen zu legen (z. B. weiterführende orthopädische Untersuchung, ggf. Röntgen) und parallel die kardiologische Situation noch einmal einordnen zu lassen. So kann individuell entschieden werden, ob und welche Herzmedikation wirklich sinnvoll ist. Viele Grüße Janina Rohde