zurück zur Übersicht 9 Monate alter Rüde leckt sich nachts seine Hoden 22.04.2026 von Hannah B. Hallo, ich habe eine 9 Monate alten Border Collie. Wir waren bereits beim Tierarzt, da er sich häufig die Wolfskrallen gebissen hat. Wir wurden beim Tierarzt abgetan und sollten ihn mehr beschäftigen. Dazu haben wir noch Baldrian Tabletten bekommen (hat er nie bekommen und er wirkt sonst auch nicht unterfordert). Die Krallen hat er sich vor allem nachts gebissen und wir haben schon vermutet, dass er auch seinen Hoden leckt. Das ist uns jetzt aber erst über die Zeit genauer aufgefallen. Zusätzlich hat er zwei gerötete Stellen hinter den Vorderbeinen, die leicht schuppig sind. Teils kratzt er sich auch an den Ohren und niest häufig. Nach dem letzten Mal möchte ich ungern wieder zum Tierarzt gehen, weil ich nicht wieder abgetan werden möchte. Vielleicht gibt es ja schon ein paar Möglichkeiten, was es sein könnte. Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Frau B. Guten Tag, Ihre Beobachtungen sind absolut ernst zu nehmen, und die geschilderte Kombination aus Krallenbeißen, Lecken im Genitalbereich, Hautveränderungen, Juckreiz an den Ohren und Niesen passt nicht zu „einfacher Unterforderung“, sondern sollte medizinisch sauber abgeklärt werden. Differenzialdiagnostisch kommen hier mehrere Ursachen in Frage. Häufig sehen wir bei solchen Symptomen Parasiten wie z. B. Hautmilben. Daher wäre wichtig zu klären, ob Ihr Hund eine regelmäßige Parasitenprophylaxe erhält und ob gezielt auf Milben untersucht bzw. gegebenenfalls eine diagnostische Behandlung durchgeführt wurde.Ebenso sollten allergische Ursachen in Betracht gezogen werden. Dazu zählen sowohl Umweltallergien (z. B. Pollen, Hausstaubmilben) als auch Futtermittelunverträglichkeiten. Gerade die Hautveränderungen hinter den Vorderbeinen, der Juckreiz und auch das Niesen können in dieses Bild passen. Hier ist eine sorgfältige Fütterungsanamnese ein wichtiger erster Schritt, gegebenenfalls gefolgt von einer Ausschlussdiät. Auch sekundäre Hautinfektionen (z. B. durch Bakterien oder Hefen) können sich auf diese Weise zeigen und sollten untersucht werden. Wichtig ist: Wenn Sie sich bei Ihrer bisherigen Tierärztin oder Ihrem Tierarzt nicht gut aufgehoben fühlen, ist ein Tierarztwechsel absolut legitim und sinnvoll. Gerade bei Haut- und Juckreizproblemen lohnt sich häufig auch die Vorstellung bei einer auf Dermatologie spezialisierten Tierärztin oder einem Tierarzt. Mein Rat wäre daher, die Beschwerden gezielt und strukturiert abklären zu lassen, mit Fokus auf Parasiten, Hautdiagnostik und mögliche Allergien. So lässt sich die Ursache in den meisten Fällen gut eingrenzen und anschließend gezielt behandeln. Viele Grüße Janina Rohde
Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Frau B. Guten Tag, Ihre Beobachtungen sind absolut ernst zu nehmen, und die geschilderte Kombination aus Krallenbeißen, Lecken im Genitalbereich, Hautveränderungen, Juckreiz an den Ohren und Niesen passt nicht zu „einfacher Unterforderung“, sondern sollte medizinisch sauber abgeklärt werden. Differenzialdiagnostisch kommen hier mehrere Ursachen in Frage. Häufig sehen wir bei solchen Symptomen Parasiten wie z. B. Hautmilben. Daher wäre wichtig zu klären, ob Ihr Hund eine regelmäßige Parasitenprophylaxe erhält und ob gezielt auf Milben untersucht bzw. gegebenenfalls eine diagnostische Behandlung durchgeführt wurde.Ebenso sollten allergische Ursachen in Betracht gezogen werden. Dazu zählen sowohl Umweltallergien (z. B. Pollen, Hausstaubmilben) als auch Futtermittelunverträglichkeiten. Gerade die Hautveränderungen hinter den Vorderbeinen, der Juckreiz und auch das Niesen können in dieses Bild passen. Hier ist eine sorgfältige Fütterungsanamnese ein wichtiger erster Schritt, gegebenenfalls gefolgt von einer Ausschlussdiät. Auch sekundäre Hautinfektionen (z. B. durch Bakterien oder Hefen) können sich auf diese Weise zeigen und sollten untersucht werden. Wichtig ist: Wenn Sie sich bei Ihrer bisherigen Tierärztin oder Ihrem Tierarzt nicht gut aufgehoben fühlen, ist ein Tierarztwechsel absolut legitim und sinnvoll. Gerade bei Haut- und Juckreizproblemen lohnt sich häufig auch die Vorstellung bei einer auf Dermatologie spezialisierten Tierärztin oder einem Tierarzt. Mein Rat wäre daher, die Beschwerden gezielt und strukturiert abklären zu lassen, mit Fokus auf Parasiten, Hautdiagnostik und mögliche Allergien. So lässt sich die Ursache in den meisten Fällen gut eingrenzen und anschließend gezielt behandeln. Viele Grüße Janina Rohde