zurück zur Übersicht Augentropfen 27.04.2026 von Sandra T. Meine Katze hat Choloramphenicol Augentropfen bekommen für Herpes Infektion am Auge (ohne Hornhautverletzung) oder bindehautentzündung bakteriell ,was es ist weiß der Tierarzt leider nicht da kein Abstrich (machen wir auch nicht mehr) Nur hat er mich gar nicht gewarnt vor diesen Tropfen- ich habe jetzt nach 5 Tagen es selbst gelesen und nun Angst. Waren in Tierklinik als Notfall am Wochenende Ich wusste daher nicht dass Chloramphenicol so gefährlich ist für den Menschen, hab mir Hände nur vor dem Tropfen gewaschen nicht danach und danach sogar einen Apfel gegessen der bitter geschmeckt hat..vermutlich Tropfen dran gewesen Tierärztin hat nichts gesagt von Handschuhen tragen oder Hände waschen Stichwort aplastische Anämie...ich hoffe das nichts passiert.. habe nämlich schon eine Bluterkrankung mit HB erniedrigt (PRCA) Mein Hausarzt hat gelacht und gesagt da ist nix.. warum werden solche gefährlichen Tropfen noch verordnet? Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Frau T. Ich verstehe gut, dass Sie sich Sorgen machen – gerade mit Ihrer Vorgeschichte. Die gute Nachricht vorweg: Bei normalem Umgang mit Chloramphenicol-Augentropfen ist das Risiko für Menschen extrem gering. Chloramphenicol wird in der Tier- und Humanmedizin weiterhin eingesetzt, weil es ein sehr wirksames Antibiotikum gegen bestimmte Augeninfektionen ist, insbesondere wenn andere Mittel nicht ausreichend greifen. Die bekannte, sehr seltene Nebenwirkung einer aplastischen Anämie stammt vor allem aus der systemischen Anwendung (also Tabletten oder Infusionen) und ist selbst dort extrem selten. Für Augentropfen gilt: Die aufgenommene Menge über die Haut oder versehentlich minimal oral ist sehr gering, sodass bislang kein relevanter Zusammenhang mit solchen schweren Nebenwirkungen im Alltag nachgewiesen ist. In Ihrer geschilderten Situation (Hände nicht gewaschen, möglicher minimaler Kontakt über einen Apfel) ist nach aktuellem medizinischem Wissen kein Risiko für eine solche schwere Nebenwirkung zu erwarten. Dass Ihr Hausarzt das entspannt eingeordnet hat, passt zur Datenlage. Viele Grüße Janina Rohde
Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Frau T. Ich verstehe gut, dass Sie sich Sorgen machen – gerade mit Ihrer Vorgeschichte. Die gute Nachricht vorweg: Bei normalem Umgang mit Chloramphenicol-Augentropfen ist das Risiko für Menschen extrem gering. Chloramphenicol wird in der Tier- und Humanmedizin weiterhin eingesetzt, weil es ein sehr wirksames Antibiotikum gegen bestimmte Augeninfektionen ist, insbesondere wenn andere Mittel nicht ausreichend greifen. Die bekannte, sehr seltene Nebenwirkung einer aplastischen Anämie stammt vor allem aus der systemischen Anwendung (also Tabletten oder Infusionen) und ist selbst dort extrem selten. Für Augentropfen gilt: Die aufgenommene Menge über die Haut oder versehentlich minimal oral ist sehr gering, sodass bislang kein relevanter Zusammenhang mit solchen schweren Nebenwirkungen im Alltag nachgewiesen ist. In Ihrer geschilderten Situation (Hände nicht gewaschen, möglicher minimaler Kontakt über einen Apfel) ist nach aktuellem medizinischem Wissen kein Risiko für eine solche schwere Nebenwirkung zu erwarten. Dass Ihr Hausarzt das entspannt eingeordnet hat, passt zur Datenlage. Viele Grüße Janina Rohde