zurück zur Übersicht Lysin Katze 29.04.2026 von Ottilie M. Ich habe Studien gelesen dass Lysin bei Katzen mit FHV-1 nicht sehr wirksam sein soll Nun verwende ich bei meinen Katzen aber das Produkt Lysimmun das wirklich sehr gut hilft, schon beim ersten Niesen oder wenn das Auge mal tränt. Darin ist ja auch LLysin enthalten Kann man es auch dauerhaft geben oder zb 2 Monate als Kur ? Wäre es schädlich, da es ja Arginin hemmt? Wie sieht es bei einer Katze mit einer leichten CNI aus? (stabil seit jahren nur SDMA erhöht plus Kreatinin) Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Frau M. Die Studienlage zu Felines Herpesvirus Typ 1 und L-Lysin ist inzwischen eher zurückhaltend. Ein klarer, reproduzierbarer Nutzen konnte in neueren Untersuchungen nicht überzeugend gezeigt werden, weshalb Lysin heute nicht mehr als Standardempfehlung gilt. Gleichzeitig erleben wir in der Praxis immer wieder, dass Besitzer:innen unter Produkten wie Lysimmun eine Verbesserung wahrnehmen – gerade bei den ersten Anzeichen wie Niesen oder tränenden Augen. Das kann verschiedene Gründe haben (z. B. zusätzliche Inhaltsstoffe, frühzeitiger Therapiebeginn oder individuelle Unterschiede zwischen den Katzen). In üblichen Dosierungen gilt Lysin als gut verträglich. Eine Gabe über einige Wochen oder auch eine längerfristige Anwendung ist in der Regel unproblematisch. Die theoretische Beeinflussung des Arginin-Stoffwechsels spielt vor allem bei sehr hohen Dosierungen eine Rolle und ist im praktischen Einsatz normalerweise nicht relevant. Auch bei einer stabilen, milden chronische Nierenerkrankung spricht in der Regel nichts gegen eine vorsichtige Anwendung, solange die Katze gut eingestellt ist und regelmäßig kontrolliert wird. Viele Grüße Janina Rohde
Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Frau M. Die Studienlage zu Felines Herpesvirus Typ 1 und L-Lysin ist inzwischen eher zurückhaltend. Ein klarer, reproduzierbarer Nutzen konnte in neueren Untersuchungen nicht überzeugend gezeigt werden, weshalb Lysin heute nicht mehr als Standardempfehlung gilt. Gleichzeitig erleben wir in der Praxis immer wieder, dass Besitzer:innen unter Produkten wie Lysimmun eine Verbesserung wahrnehmen – gerade bei den ersten Anzeichen wie Niesen oder tränenden Augen. Das kann verschiedene Gründe haben (z. B. zusätzliche Inhaltsstoffe, frühzeitiger Therapiebeginn oder individuelle Unterschiede zwischen den Katzen). In üblichen Dosierungen gilt Lysin als gut verträglich. Eine Gabe über einige Wochen oder auch eine längerfristige Anwendung ist in der Regel unproblematisch. Die theoretische Beeinflussung des Arginin-Stoffwechsels spielt vor allem bei sehr hohen Dosierungen eine Rolle und ist im praktischen Einsatz normalerweise nicht relevant. Auch bei einer stabilen, milden chronische Nierenerkrankung spricht in der Regel nichts gegen eine vorsichtige Anwendung, solange die Katze gut eingestellt ist und regelmäßig kontrolliert wird. Viele Grüße Janina Rohde