zurück zur Übersicht FHV1 01.06.2026 von Susanne L. Wenn man 4 Katzen hat und bei einer Katze wurde nachweislich felines Herpes Virus nachgewiesen in der PCR, haben dann immer alle Katzen Erkältungssymptome, wenn die besagte Katze einen Schub hat? Oder ist das unterschiedlich? Es werden ja alle Katzen im gleichen Haushalt die aus einer Schüssel fressen dann in sich tragen. Wie verhält sich das? Oder einmal in sich kann sich die Katze nicht erneut anstecken? also wenn eine im Haushalt akuten Schub hat mit Niesen Husten usw.. denn wenn ich einen Virus in mir trage zb lippenherpes stecke ich mich ja auch nicht neu an wenn mein Partner ein Herpesbläschen hat- so die Logik Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Frau L. Wenn in einem Mehrkatzenhaushalt eine Katze einen Herpes-Schub entwickelt, bedeutet das nicht automatisch, dass alle anderen Katzen gleichzeitig Symptome zeigen. Das feline Herpesvirus verhält sich ähnlich wie Herpesviren beim Menschen: Nach der Erstinfektion verbleibt das Virus lebenslang im Körper und kann später wieder aktiviert werden. Viele Katzen in einem gemeinsamen Haushalt haben sich bereits früher angesteckt und tragen das Virus latent in sich. Ob und wann Symptome auftreten, hängt dann vor allem vom individuellen Immunsystem, Stress, Begleiterkrankungen und anderen Faktoren ab. Daher kann eine Katze deutlich niesen oder Augenprobleme entwickeln, während die anderen völlig unauffällig bleiben. Eine bereits infizierte Katze „steckt sich" durch den Schub einer anderen Katze normalerweise nicht immer wieder neu an. Vielmehr handelt es sich meist um eine Reaktivierung des eigenen, bereits vorhandenen Virus. Ganz ausschließen lässt sich eine erneute Aufnahme von Viren zwar nicht, sie spielt bei chronisch infizierten Katzen aber wahrscheinlich eine deutlich geringere Rolle als die Reaktivierung der eigenen latenten Infektion. Wichtig ist allerdings, dass junge Katzen, immungeschwächte Tiere oder bislang nicht infizierte Katzen in einem Haushalt durch eine akut ausscheidende Katze durchaus neu infiziert werden können. Bei erwachsenen Katzen, die das Virus bereits in sich tragen, sehen wir dagegen meist individuelle und zeitlich unterschiedliche Schübe. Viele Grüße Janina Rohde
Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Frau L. Wenn in einem Mehrkatzenhaushalt eine Katze einen Herpes-Schub entwickelt, bedeutet das nicht automatisch, dass alle anderen Katzen gleichzeitig Symptome zeigen. Das feline Herpesvirus verhält sich ähnlich wie Herpesviren beim Menschen: Nach der Erstinfektion verbleibt das Virus lebenslang im Körper und kann später wieder aktiviert werden. Viele Katzen in einem gemeinsamen Haushalt haben sich bereits früher angesteckt und tragen das Virus latent in sich. Ob und wann Symptome auftreten, hängt dann vor allem vom individuellen Immunsystem, Stress, Begleiterkrankungen und anderen Faktoren ab. Daher kann eine Katze deutlich niesen oder Augenprobleme entwickeln, während die anderen völlig unauffällig bleiben. Eine bereits infizierte Katze „steckt sich" durch den Schub einer anderen Katze normalerweise nicht immer wieder neu an. Vielmehr handelt es sich meist um eine Reaktivierung des eigenen, bereits vorhandenen Virus. Ganz ausschließen lässt sich eine erneute Aufnahme von Viren zwar nicht, sie spielt bei chronisch infizierten Katzen aber wahrscheinlich eine deutlich geringere Rolle als die Reaktivierung der eigenen latenten Infektion. Wichtig ist allerdings, dass junge Katzen, immungeschwächte Tiere oder bislang nicht infizierte Katzen in einem Haushalt durch eine akut ausscheidende Katze durchaus neu infiziert werden können. Bei erwachsenen Katzen, die das Virus bereits in sich tragen, sehen wir dagegen meist individuelle und zeitlich unterschiedliche Schübe. Viele Grüße Janina Rohde