zurück zur Übersicht Erbrechen nach Kastration 05.06.2026 von Barbara Z. Hallo ich habe vor 2 Tagen einen Termin zum kastrieren gehabt. Nun mach ich mir Sorgen weil mein Kater immerwieder erbricht ob Trinken oder Essen....er erbricht zwar nicht direkt danach meistens ca 2 oder 3 Stunden danach jedoch mach ich mir Sorgen weil nichts drinnen bleibt. Den Tierarzt hatte ich telefonisch gesprochen jedoch meinte man ich müsste mir keine Sorgen machen soll normal sein . Dennoch bin ich mir nicht sicher Ich wäre ihnen sehr dankbar für Hilfe Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Frau Z. Wiederholtes Erbrechen in den ersten Stunden nach einer Kastration kann durchaus als Folge der Narkose oder der verabreichten Medikamente auftreten. Wenn Ihr Kater jedoch zwei Tage nach dem Eingriff weiterhin regelmäßig Futter und sogar Wasser erbricht, würde ich das nicht mehr einfach als normale Nachwirkung der Operation betrachten. Ich würde Ihnen empfehlen, Ihren Kater zeitnah erneut in der behandelnden Tierarztpraxis oder einer tierärztlichen Notfallpraxis vorzustellen. Neben einer allgemeinen Untersuchung sollte insbesondere überprüft werden, ob Anzeichen einer Austrocknung vorliegen und ob eine Blutuntersuchung sinnvoll ist. Gerade bei Katzen kann es während einer Narkose zu Blutdruckabfällen kommen. In seltenen Fällen kann dadurch die Nierendurchblutung beeinträchtigt werden, insbesondere wenn bereits eine bisher unerkannte Nierenerkrankung bestand. Anhaltendes Erbrechen kann sowohl Folge als auch Hinweis auf eine Störung des Allgemeinbefindens sein. Deshalb kann die Kontrolle der Nierenwerte (z. B. Harnstoff, Kreatinin, SDMA) sowie gegebenenfalls der Elektrolyte sinnvoll sein. Bitte achten Sie zusätzlich darauf, wie Ihr Kater insgesamt wirkt: Frisst oder trinkt er freiwillig? Ist er wach und ansprechbar oder eher matt? Setzt er normal Urin ab? Zeigt er Schmerzen oder zieht sich zurück? Diese Informationen sind für die behandelnde Tierärztin oder den behandelnden Tierarzt sehr wichtig. Anhaltendes Erbrechen über zwei Tage nach einer Kastration sollte auf jeden Fall ernst genommen und abgeklärt werden. In vielen Fällen steckt zwar keine schwerwiegende Komplikation dahinter, aber insbesondere die Nierenfunktion und der Flüssigkeitshaushalt sollten kontrolliert werden, damit mögliche Probleme frühzeitig erkannt und behandelt werden können. Eine individuelle Untersuchung durch die behandelnde Tierärztin oder den behandelnden Tierarzt kann dadurch nicht ersetzt werden. Viele Grüße Janina Rohde
Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Frau Z. Wiederholtes Erbrechen in den ersten Stunden nach einer Kastration kann durchaus als Folge der Narkose oder der verabreichten Medikamente auftreten. Wenn Ihr Kater jedoch zwei Tage nach dem Eingriff weiterhin regelmäßig Futter und sogar Wasser erbricht, würde ich das nicht mehr einfach als normale Nachwirkung der Operation betrachten. Ich würde Ihnen empfehlen, Ihren Kater zeitnah erneut in der behandelnden Tierarztpraxis oder einer tierärztlichen Notfallpraxis vorzustellen. Neben einer allgemeinen Untersuchung sollte insbesondere überprüft werden, ob Anzeichen einer Austrocknung vorliegen und ob eine Blutuntersuchung sinnvoll ist. Gerade bei Katzen kann es während einer Narkose zu Blutdruckabfällen kommen. In seltenen Fällen kann dadurch die Nierendurchblutung beeinträchtigt werden, insbesondere wenn bereits eine bisher unerkannte Nierenerkrankung bestand. Anhaltendes Erbrechen kann sowohl Folge als auch Hinweis auf eine Störung des Allgemeinbefindens sein. Deshalb kann die Kontrolle der Nierenwerte (z. B. Harnstoff, Kreatinin, SDMA) sowie gegebenenfalls der Elektrolyte sinnvoll sein. Bitte achten Sie zusätzlich darauf, wie Ihr Kater insgesamt wirkt: Frisst oder trinkt er freiwillig? Ist er wach und ansprechbar oder eher matt? Setzt er normal Urin ab? Zeigt er Schmerzen oder zieht sich zurück? Diese Informationen sind für die behandelnde Tierärztin oder den behandelnden Tierarzt sehr wichtig. Anhaltendes Erbrechen über zwei Tage nach einer Kastration sollte auf jeden Fall ernst genommen und abgeklärt werden. In vielen Fällen steckt zwar keine schwerwiegende Komplikation dahinter, aber insbesondere die Nierenfunktion und der Flüssigkeitshaushalt sollten kontrolliert werden, damit mögliche Probleme frühzeitig erkannt und behandelt werden können. Eine individuelle Untersuchung durch die behandelnde Tierärztin oder den behandelnden Tierarzt kann dadurch nicht ersetzt werden. Viele Grüße Janina Rohde