zurück zur Übersicht Frau 10.06.2026 von Krisztina K. Liebe Tierärztin!. Ich brauche dringend Hilfe und gute Rat. Mein Hund ist eine Dobermann Mischung, er ist 8 Jahre alt. Er hat riesige Angst von donnerwetter, Angst von Feuerwerk, Angst von Blitze. Wir haben in letzter 2 Jahren diese Ängste starke geworden. Wir wissen nicht mehr wie helfen konnte führ ihm. Unser Tierarzt hat mehrere Therapie durchgeführt, aber leider Gottes nicht geholfen. Ihre Vorschlag war das irgendwelche Hausmittel zu probieren. Ich sage ihnen ganz ehrlich, ih weiß nicht. Vielleicht können sie helfen für unsere wiskey ...bitte um Rückmeldung. LG Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Frau K. Geräuschängste, insbesondere vor Gewitter und Feuerwerk, nehmen bei vielen Hunden mit zunehmendem Alter leider zu. Die Behandlung besteht in der Regel aus mehreren Bausteinen: gutem Management im Akutfall, gezieltem Training zur Veränderung der emotionalen Reaktion auf die Auslöser und bei stärker betroffenen Hunden gegebenenfalls einer unterstützenden Medikation. Wichtig ist dabei, nicht nur die Angst selbst zu betrachten, sondern den Hund als Ganzes. Gerade bei älteren Hunden können Schmerzen, orthopädische Erkrankungen, Rückenprobleme oder neurologische Veränderungen die Geräuschangst verstärken oder sogar mitverursachen. Deshalb ist es sinnvoll, die Situation noch einmal umfassend abklären zu lassen. Nicht selten zeigen Hunde mit chronischen Schmerzen zunächst vor allem Verhaltensänderungen, ohne dass die Schmerzen im Alltag offensichtlich sind. Am meisten profitieren betroffene Hunde meist von einer individuellen Betreuung, bei der Krankengeschichte, Videos aus dem Alltag, mögliche körperliche Ursachen, bisherige Trainingsmaßnahmen und gegebenenfalls der Einsatz von Medikamenten gemeinsam betrachtet werden. Erst durch diese Gesamtbetrachtung lässt sich ein sinnvoller Therapieplan erstellen. Wenn Sie Unterstützung suchen, empfehle ich Ihnen die Suche nach einer verhaltensmedizinisch tätigen Tierärztin oder einem verhaltensmedizinisch tätigen Tierarzt über die GTVMT (Gesellschaft für Tierverhaltensmedizin und -therapie). Dort finden Sie qualifizierte Kolleg:innen mit entsprechender Weiterbildung. Viele dieser Kolleg:innen bieten inzwischen auch Online-Beratungen an, sodass eine erste Einschätzung häufig unabhängig vom Wohnort möglich ist. Bitte beachten Sie, dass eine individuelle Untersuchung Ihres Hundes durch die behandelnde Tierärztin oder den behandelnden Tierarzt durch eine Einschätzung über das Internet nicht ersetzt werden kann. Gerade bei einer seit Jahren zunehmenden und stark belastenden Geräuschangst lohnt sich jedoch häufig eine verhaltensmedizinische Abklärung, da heute deutlich mehr Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen als vielen Hundehalter:innen bekannt ist. Viele Grüße Janina Rohde
Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Frau K. Geräuschängste, insbesondere vor Gewitter und Feuerwerk, nehmen bei vielen Hunden mit zunehmendem Alter leider zu. Die Behandlung besteht in der Regel aus mehreren Bausteinen: gutem Management im Akutfall, gezieltem Training zur Veränderung der emotionalen Reaktion auf die Auslöser und bei stärker betroffenen Hunden gegebenenfalls einer unterstützenden Medikation. Wichtig ist dabei, nicht nur die Angst selbst zu betrachten, sondern den Hund als Ganzes. Gerade bei älteren Hunden können Schmerzen, orthopädische Erkrankungen, Rückenprobleme oder neurologische Veränderungen die Geräuschangst verstärken oder sogar mitverursachen. Deshalb ist es sinnvoll, die Situation noch einmal umfassend abklären zu lassen. Nicht selten zeigen Hunde mit chronischen Schmerzen zunächst vor allem Verhaltensänderungen, ohne dass die Schmerzen im Alltag offensichtlich sind. Am meisten profitieren betroffene Hunde meist von einer individuellen Betreuung, bei der Krankengeschichte, Videos aus dem Alltag, mögliche körperliche Ursachen, bisherige Trainingsmaßnahmen und gegebenenfalls der Einsatz von Medikamenten gemeinsam betrachtet werden. Erst durch diese Gesamtbetrachtung lässt sich ein sinnvoller Therapieplan erstellen. Wenn Sie Unterstützung suchen, empfehle ich Ihnen die Suche nach einer verhaltensmedizinisch tätigen Tierärztin oder einem verhaltensmedizinisch tätigen Tierarzt über die GTVMT (Gesellschaft für Tierverhaltensmedizin und -therapie). Dort finden Sie qualifizierte Kolleg:innen mit entsprechender Weiterbildung. Viele dieser Kolleg:innen bieten inzwischen auch Online-Beratungen an, sodass eine erste Einschätzung häufig unabhängig vom Wohnort möglich ist. Bitte beachten Sie, dass eine individuelle Untersuchung Ihres Hundes durch die behandelnde Tierärztin oder den behandelnden Tierarzt durch eine Einschätzung über das Internet nicht ersetzt werden kann. Gerade bei einer seit Jahren zunehmenden und stark belastenden Geräuschangst lohnt sich jedoch häufig eine verhaltensmedizinische Abklärung, da heute deutlich mehr Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen als vielen Hundehalter:innen bekannt ist. Viele Grüße Janina Rohde