zurück zur Übersicht Gallenstau 13.06.2026 von Christine S. Meine Katze hat vor 1, 5 Jahren einen Gallenstau unklarer Ursache - Gallengänge waren verengt, Gallenablußstörung Sie bekam Ursochol 1/2 Tablett abends für 1 Jahr lang Ultraschallkontrolle zeigt, dass nun wieder alles ok ist. Tierarzt sagt man könnte absetzen Uroschol oder auch weitergeben, das müsst ich nach Bauchgefühl entscheiden. Die Blutwerte waren trotz dem extremen Gallenstau immer gut gewesen nie auffällig würden Sie mal ausschleichen oder weitergeben da gut verträglich Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Frau S. Grundsätzlich ist es erfreulich, dass die Ultraschallkontrolle unauffällig ist und sich die Gallengänge offenbar wieder normal dargestellt haben. Wenn die Ursache der damaligen Gallengangsverengung nicht eindeutig geklärt werden konnte, lässt sich die Frage nach dem Absetzen leider nicht pauschal beantworten. Der Wirkstoff in Ursochol (Ursodeoxycholsäure) wird in der Tiermedizin häufig eingesetzt, um den Gallenfluss zu fördern und die Gallensäurenzusammensetzung günstig zu beeinflussen. Er gilt in der Regel als gut verträglich. Wenn die zugrunde liegende Ursache tatsächlich vollständig verschwunden ist, kann ein Absetzen durchaus sinnvoll sein. Besteht hingegen eine chronische Erkrankung der Gallenwege oder eine Neigung zu erneuten Abflussstörungen, wird das Präparat manchmal langfristig weitergegeben. Da Ihre Katze klinisch stabil ist, die Blutwerte nie auffällig waren und der Ultraschall aktuell unauffällig erscheint, würde ich persönlich ein kontrolliertes Absetzen grundsätzlich für vertretbar halten – allerdings immer in Absprache mit der behandelnden Tierärztin bzw. dem Tierarzt. Ein Ausschleichen ist bei Ursodeoxycholsäure pharmakologisch normalerweise nicht erforderlich; meist wird sie einfach beendet. Sinnvoll wäre dann eine erneute Kontrolluntersuchung (Ultraschall und gegebenenfalls Leberwerte) einige Wochen bis Monate später, um sicherzustellen, dass alles stabil bleibt. Die Entscheidung hängt letztlich auch davon ab, welche Verdachtsdiagnosen damals im Raum standen und wie ausgeprägt die Veränderungen waren. Daher würde ich die konkrete Empfehlung Ihrer behandelnden Praxis höher gewichten als eine allgemeine Einschätzung aus der Ferne. Eine Rücksprache mit den damaligen Ultraschallbefunden kann hier sehr hilfreich sein. Viele Grüße Janina Rohde
Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Frau S. Grundsätzlich ist es erfreulich, dass die Ultraschallkontrolle unauffällig ist und sich die Gallengänge offenbar wieder normal dargestellt haben. Wenn die Ursache der damaligen Gallengangsverengung nicht eindeutig geklärt werden konnte, lässt sich die Frage nach dem Absetzen leider nicht pauschal beantworten. Der Wirkstoff in Ursochol (Ursodeoxycholsäure) wird in der Tiermedizin häufig eingesetzt, um den Gallenfluss zu fördern und die Gallensäurenzusammensetzung günstig zu beeinflussen. Er gilt in der Regel als gut verträglich. Wenn die zugrunde liegende Ursache tatsächlich vollständig verschwunden ist, kann ein Absetzen durchaus sinnvoll sein. Besteht hingegen eine chronische Erkrankung der Gallenwege oder eine Neigung zu erneuten Abflussstörungen, wird das Präparat manchmal langfristig weitergegeben. Da Ihre Katze klinisch stabil ist, die Blutwerte nie auffällig waren und der Ultraschall aktuell unauffällig erscheint, würde ich persönlich ein kontrolliertes Absetzen grundsätzlich für vertretbar halten – allerdings immer in Absprache mit der behandelnden Tierärztin bzw. dem Tierarzt. Ein Ausschleichen ist bei Ursodeoxycholsäure pharmakologisch normalerweise nicht erforderlich; meist wird sie einfach beendet. Sinnvoll wäre dann eine erneute Kontrolluntersuchung (Ultraschall und gegebenenfalls Leberwerte) einige Wochen bis Monate später, um sicherzustellen, dass alles stabil bleibt. Die Entscheidung hängt letztlich auch davon ab, welche Verdachtsdiagnosen damals im Raum standen und wie ausgeprägt die Veränderungen waren. Daher würde ich die konkrete Empfehlung Ihrer behandelnden Praxis höher gewichten als eine allgemeine Einschätzung aus der Ferne. Eine Rücksprache mit den damaligen Ultraschallbefunden kann hier sehr hilfreich sein. Viele Grüße Janina Rohde