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Keine Diagnose und trotzdem Eingeschläfert

von Eva-Maria S.

Unsere Katze ist seit 2 Wochen kaum etwas, trinkt auch nicht. Wir waren insgesamt 5x beim Arzt, um ihr Wasser über die Haut zu geben. Liegt nur unter dem Bett. Blutbild ist unauffällig, im Ultraschall wurde Magenentzündung erkannt, dafür Antibiotika bekommen. Dann fängt Katze an, schwer zu atmen, wieder zum Tierarzt, diesmal bleibt sie über Nacht da. Beim Röntgen wurde Wasser am Herz gefunden. Sie wird 2x ohne Narkose punktiert, Tierärztin kann kein Wasser raus ziehen, es wird zum Einschläfern geraten. Ich willige ein und leide bis heute darunter. Hätten wir Katze noch retten können mit Medikamente gegen Wasser? Hätte ein anderer Tierarzt mehr getan? Keiner konnte uns sagen, was Katze überhaupt hatte. Tumor stand im Raum, wurde aber nie gesehen, Vergiftung stand im Raum, aber durch was? Kater war 13 Jahre und Freigänger. Er hat nicht gebrochen, kein Schaum vorm Mund. Er hat bis zum Schluss gekämpft und ich hadere sehr mit meiner Entscheidung, auch wenn es jetzt endgültig ist. Wie kann es sein, dass kein Diagnose möglich war?

Tierärztin Dr. Anette Fach

Antwort von Tierärztin Dr. Anette Fach

Sehr geehrte Frau S.,
erstmal mein aufrichtiges Beileid zum Verlust Ihrer Katze.
Es gibt manchmal Situationen, wo man Leiden bei Tieren beenden muss, obwohl man nicht genau weiß, was alles an ursächlichen Problemen vorliegt. Dafür bräuchte es immer weiterführende Untersuchungen teilweise auch mehrfach im Verlauf. Gerade beim Thema Herz/Atemprobleme und besonders bei Katzen sollte idelalerweise immer eine Echokardiografie des Herzens von einem speziell auch für Katzenherzen technisch ausgerüsteten und geschulten Tierarzt durchgeführt werden. Aber auch ein Tumor im Brustkorb ist möglich, wenn ein Erguss im Brustkorb vorliegt.
Leider muss man sagen, dass die Symptome und den Verlauf, den Sie hier schildern, meist durch so schwerwiegende Erkrankungen oder Zustände hervorgerufen wird, dass die Heilungsaussicht oft schlecht oder infaust ist.
Im Zweifelsfall würde ich immer das Gepräch mit den behandenden Tierärzten suchen. Mehr Aufschluss würde natürlich eine Obduktion des Tieres bringen. Das möchten aber die meisten Besitzer verständlicherweise nicht gerne durchgeführt haben.
Ich wünsche Ihnen viel Kraft für die Zeit der Trauer.
Alles Gute!
Anette Fach

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