zurück zur Übersicht Struvit 17.06.2026 von Ute T. Hilft Almapharm Fludt auch gegen Struvit vorbeugen? Aufgelöst haben wir das mit Ansäuerungstabletten und nun suchen wir was zum Vorbugen da wir nicht lebenslang ansäuern möchten wegen der OXalatgefahr. Mein Kater bekommt aber auch Immustim K Tabletten kurweise, in beiden sind Betaglucane enthalten- wäre das zuviel Betaglucane und dshalb irgendwie gefährlich? Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Frau T. Almapharm FLUTD wird häufig zur Unterstützung der Harnwegsgesundheit eingesetzt. Es kann dazu beitragen, die Schutzfunktion der Blasenschleimhaut zu unterstützen und wird oft bei Katzen mit wiederkehrenden Harnwegsproblemen verwendet. Es ersetzt jedoch keine gezielte Struvitprophylaxe und verhindert die Neubildung von Struvitsteinen nicht so zuverlässig wie eine angepasste Ernährung und die Förderung der Flüssigkeitsaufnahme. Ihr Gedanke bezüglich der dauerhaften Ansäuerung ist nachvollziehbar. Eine langfristige, starke Harnansäuerung kann tatsächlich das Risiko für Calciumoxalatsteine erhöhen. Deshalb wird heute häufig versucht, die Harnwerte über eine geeignete Diät, ausreichende Wasseraufnahme und regelmäßige Urinkontrollen zu stabilisieren, anstatt dauerhaft zusätzlich anzusäuern. Die in FLUTD und Immustim K enthaltenen Beta-Glucane stellen nach heutigem Kenntnisstand in den üblichen Dosierungen kein Problem dar. Mir sind keine Hinweise bekannt, dass die Kombination beider Produkte bei einer gesunden Katze zu einer gefährlichen „Überdosierung“ von Beta-Glucanen führen würde. Allerdings ist fraglich, ob der zusätzliche Nutzen tatsächlich größer wird, wenn bereits ein beta-glucanhaltiges Produkt gegeben wird. Für die Struvitprophylaxe wären regelmäßige Urinkontrollen (insbesondere Harn-pH und Sediment), eine hohe Flüssigkeitsaufnahme durch Nassfutter und gegebenenfalls eine geeignete Harnwegsdiät meist wichtiger als die Frage nach den Beta-Glucanen. Wenn Ihr Kater bereits einmal Struvitsteine oder -kristalle hatte, würde ich die langfristige Strategie am ehesten anhand wiederholter Urinuntersuchungen festlegen, damit weder erneut Struvit entsteht noch der pH-Wert zu weit in den sauren Bereich absinkt und das Oxalatrisiko steigt. Viele Grüße Janina Rohde
Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Frau T. Almapharm FLUTD wird häufig zur Unterstützung der Harnwegsgesundheit eingesetzt. Es kann dazu beitragen, die Schutzfunktion der Blasenschleimhaut zu unterstützen und wird oft bei Katzen mit wiederkehrenden Harnwegsproblemen verwendet. Es ersetzt jedoch keine gezielte Struvitprophylaxe und verhindert die Neubildung von Struvitsteinen nicht so zuverlässig wie eine angepasste Ernährung und die Förderung der Flüssigkeitsaufnahme. Ihr Gedanke bezüglich der dauerhaften Ansäuerung ist nachvollziehbar. Eine langfristige, starke Harnansäuerung kann tatsächlich das Risiko für Calciumoxalatsteine erhöhen. Deshalb wird heute häufig versucht, die Harnwerte über eine geeignete Diät, ausreichende Wasseraufnahme und regelmäßige Urinkontrollen zu stabilisieren, anstatt dauerhaft zusätzlich anzusäuern. Die in FLUTD und Immustim K enthaltenen Beta-Glucane stellen nach heutigem Kenntnisstand in den üblichen Dosierungen kein Problem dar. Mir sind keine Hinweise bekannt, dass die Kombination beider Produkte bei einer gesunden Katze zu einer gefährlichen „Überdosierung“ von Beta-Glucanen führen würde. Allerdings ist fraglich, ob der zusätzliche Nutzen tatsächlich größer wird, wenn bereits ein beta-glucanhaltiges Produkt gegeben wird. Für die Struvitprophylaxe wären regelmäßige Urinkontrollen (insbesondere Harn-pH und Sediment), eine hohe Flüssigkeitsaufnahme durch Nassfutter und gegebenenfalls eine geeignete Harnwegsdiät meist wichtiger als die Frage nach den Beta-Glucanen. Wenn Ihr Kater bereits einmal Struvitsteine oder -kristalle hatte, würde ich die langfristige Strategie am ehesten anhand wiederholter Urinuntersuchungen festlegen, damit weder erneut Struvit entsteht noch der pH-Wert zu weit in den sauren Bereich absinkt und das Oxalatrisiko steigt. Viele Grüße Janina Rohde