zurück zur Übersicht Palliativbehandlung meines Hundes Kasia (Labrador-SharPei-Mix) 15 Jahre als 13.07.2026 von Nicole S. Guten Tag, bei meiner Hündin wurden vor einigen Monaten mehrere Krankheiten festgestellt. U.a. Lebertumor, Niereninsuffizienz, Spondylose, sowie eine Arthrose der Schulter. Sie bekam zuerst Physiotherapie gegen die Arthrose, sowie Schmerzmittel (Onsior und Novalgin). Als das alles nicht mehr half, begannen wir eine Therapie mit Librela. Die Spritze bekommt sie im Abstand von 4 Wochen. Es ging ihr schlechter, daraufhin bekam sie zusätzlich PredniComp. Dieses Präparat half ihr sehr gut. Jetzt haben wir es etwas reduziert und es geht ihr wieder schlechter. Hinzu kommt, dass ich im Internet gelesen habe, dass die Kombi PredniComp in Zusammenhang mit Librela extrem gefährlich sei. Heute ist Sonntag. Morgen müsste ich zum Tierarzt, da es Kasia wieder schlechter geht. Ich wollte Sie fragen, ob es wirklich stimmt, was ich da im Internet gelesen habe, bevor ich ihr wieder die Spritze und PredniComp in der etwas höheren Dosierung verabreiche. Ich habe solche Angst, etwas falsch zu machen! Ich bitte Sie, wenn es Ihnen irgendwie möglich ist, mir kurzfristig zu antworten. Das wäre sehr freundlich! Vielen Dank vorab! Nicole S. Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Frau S. Ich kann gut verstehen, dass Sie sich Sorgen machen. Gerade wenn man im Internet widersprüchliche Informationen findet, ist das sehr verunsichernd. Nach derzeitigem wissenschaftlichen Kenntnisstand gibt es jedoch keine generelle Gegenanzeige oder bekannte gefährliche Wechselwirkung zwischen Librela und PredniComp. Diese Medikamente wirken auf unterschiedliche Weise und können – wenn es medizinisch notwendig ist – durchaus gemeinsam eingesetzt werden. Die Entscheidung hierfür sollte aber immer individuell durch die behandelnde Tierärztin oder den behandelnden Tierarzt getroffen werden. Wichtig ist allerdings, dass PredniComp als Kortisonpräparat bei einer Hündin mit mehreren Vorerkrankungen, insbesondere einer Nieren- und Lebererkrankung, sorgfältig abgewogen werden muss. Kortison kann in bestimmten Situationen sehr sinnvoll sein und die Lebensqualität deutlich verbessern, gleichzeitig sind bei einer längerfristigen Anwendung regelmäßige Kontrollen notwendig. Da sich der Zustand Ihrer Hündin nach der Reduktion des PredniComp verschlechtert hat, spricht das zunächst dafür, dass dieses Medikament einen positiven Einfluss auf ihre Beschwerden hatte. Ob die Dosis wieder angepasst werden sollte oder ob möglicherweise eine andere Ursache für die Verschlechterung vorliegt, kann allerdings nur die behandelnde Tierärztin oder der behandelnde Tierarzt nach einer Untersuchung entscheiden. Ich würde Ihnen daher empfehlen, Ihre Hündin wie geplant morgen in der Praxis vorzustellen. Sollte sie heute starke Schmerzen haben, nicht mehr aufstehen können, erhebliche Atemprobleme entwickeln oder ihr Allgemeinzustand deutlich schlechter werden, sollten Sie sich bereits heute an den tierärztlichen Notdienst wenden. Allein aufgrund der Kombination von Librela und PredniComp besteht nach aktuellem Kenntnisstand jedoch kein Grund, von einer grundsätzlich gefährlichen Therapie auszugehen. Viele Grüße Janina Rohde
Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Frau S. Ich kann gut verstehen, dass Sie sich Sorgen machen. Gerade wenn man im Internet widersprüchliche Informationen findet, ist das sehr verunsichernd. Nach derzeitigem wissenschaftlichen Kenntnisstand gibt es jedoch keine generelle Gegenanzeige oder bekannte gefährliche Wechselwirkung zwischen Librela und PredniComp. Diese Medikamente wirken auf unterschiedliche Weise und können – wenn es medizinisch notwendig ist – durchaus gemeinsam eingesetzt werden. Die Entscheidung hierfür sollte aber immer individuell durch die behandelnde Tierärztin oder den behandelnden Tierarzt getroffen werden. Wichtig ist allerdings, dass PredniComp als Kortisonpräparat bei einer Hündin mit mehreren Vorerkrankungen, insbesondere einer Nieren- und Lebererkrankung, sorgfältig abgewogen werden muss. Kortison kann in bestimmten Situationen sehr sinnvoll sein und die Lebensqualität deutlich verbessern, gleichzeitig sind bei einer längerfristigen Anwendung regelmäßige Kontrollen notwendig. Da sich der Zustand Ihrer Hündin nach der Reduktion des PredniComp verschlechtert hat, spricht das zunächst dafür, dass dieses Medikament einen positiven Einfluss auf ihre Beschwerden hatte. Ob die Dosis wieder angepasst werden sollte oder ob möglicherweise eine andere Ursache für die Verschlechterung vorliegt, kann allerdings nur die behandelnde Tierärztin oder der behandelnde Tierarzt nach einer Untersuchung entscheiden. Ich würde Ihnen daher empfehlen, Ihre Hündin wie geplant morgen in der Praxis vorzustellen. Sollte sie heute starke Schmerzen haben, nicht mehr aufstehen können, erhebliche Atemprobleme entwickeln oder ihr Allgemeinzustand deutlich schlechter werden, sollten Sie sich bereits heute an den tierärztlichen Notdienst wenden. Allein aufgrund der Kombination von Librela und PredniComp besteht nach aktuellem Kenntnisstand jedoch kein Grund, von einer grundsätzlich gefährlichen Therapie auszugehen. Viele Grüße Janina Rohde