zurück zur Übersicht Arthrose 13.07.2026 von R S Hallo, mein 17 jähriger Kater hat starke Arthrose. Solensia zusammen mit Onsior wirkt nicht mehr. Metacam schlägt trotz Omeprazol auf den Magen. Jetzt wird mir zu Gabapentin geraten. Ein anderer Tierarzt sagt jedoch, dass dies eher für neurologische Schmerzen sei und nicht bei Arthrose anwendbar. Nun bin ich überfragt... Können Sie mir eine Einschätzung zu Gabapentin geben oder gibt es noch eine andere Möglichkeit? Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Frau S. es tut mir sehr leid, dass Ihr Kater trotz der bisherigen Behandlung weiterhin Schmerzen hat. Gerade bei einer 17 Jahre alten Katze ist eine gute Schmerztherapie oft eine Herausforderung, da Begleiterkrankungen und die Verträglichkeit der Medikamente berücksichtigt werden müssen.Gabapentin wird tatsächlich häufig mit neuropathischen Schmerzen in Verbindung gebracht. Allerdings zeigen wissenschaftliche Untersuchungen und die aktuellen Leitlinien der International Society of Feline Medicine (ISFM), dass Gabapentin auch als ergänzende Schmerztherapie bei chronischen Arthroseschmerzen sinnvoll sein kann – insbesondere dann, wenn eine alleinige Behandlung mit einem nichtsteroidalen Entzündungshemmer wie Onsior oder Meloxicam nicht mehr ausreicht oder nicht gut vertragen wird. Es ersetzt diese Medikamente jedoch nicht, sondern wird meist als Bestandteil einer sogenannten multimodalen Schmerztherapie eingesetzt. Wenn Metacam trotz Magenschutz Magenprobleme verursacht und Solensia in Kombination mit Onsior nicht mehr ausreichend hilft, würde ich gemeinsam mit Ihrem Tierarzt prüfen, ob Gabapentin als Zusatztherapie einen Versuch wert ist. Viele Katzen profitieren davon, allerdings sollte die Dosierung individuell angepasst und langsam eingeschlichen werden, da insbesondere zu Beginn Müdigkeit auftreten kann. Zusätzlich lohnt es sich, die Gesamtsituation noch einmal zu überprüfen. Manchmal spielen neben der Arthrose auch andere schmerzhafte Erkrankungen, beispielsweise der Wirbelsäule oder neurologische Veränderungen, eine Rolle. Auch eine Anpassung des Körpergewichts, physiotherapeutische Maßnahmen oder eine Optimierung der häuslichen Umgebung können die Lebensqualität deutlich verbessern. Ich wünsche Ihnen und Ihrem Kater alles Gute und hoffe sehr, dass sich noch eine Kombination finden lässt, mit der seine Schmerzen wieder besser kontrolliert werden können. Viele Grüße Janina Rohde
Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Frau S. es tut mir sehr leid, dass Ihr Kater trotz der bisherigen Behandlung weiterhin Schmerzen hat. Gerade bei einer 17 Jahre alten Katze ist eine gute Schmerztherapie oft eine Herausforderung, da Begleiterkrankungen und die Verträglichkeit der Medikamente berücksichtigt werden müssen.Gabapentin wird tatsächlich häufig mit neuropathischen Schmerzen in Verbindung gebracht. Allerdings zeigen wissenschaftliche Untersuchungen und die aktuellen Leitlinien der International Society of Feline Medicine (ISFM), dass Gabapentin auch als ergänzende Schmerztherapie bei chronischen Arthroseschmerzen sinnvoll sein kann – insbesondere dann, wenn eine alleinige Behandlung mit einem nichtsteroidalen Entzündungshemmer wie Onsior oder Meloxicam nicht mehr ausreicht oder nicht gut vertragen wird. Es ersetzt diese Medikamente jedoch nicht, sondern wird meist als Bestandteil einer sogenannten multimodalen Schmerztherapie eingesetzt. Wenn Metacam trotz Magenschutz Magenprobleme verursacht und Solensia in Kombination mit Onsior nicht mehr ausreichend hilft, würde ich gemeinsam mit Ihrem Tierarzt prüfen, ob Gabapentin als Zusatztherapie einen Versuch wert ist. Viele Katzen profitieren davon, allerdings sollte die Dosierung individuell angepasst und langsam eingeschlichen werden, da insbesondere zu Beginn Müdigkeit auftreten kann. Zusätzlich lohnt es sich, die Gesamtsituation noch einmal zu überprüfen. Manchmal spielen neben der Arthrose auch andere schmerzhafte Erkrankungen, beispielsweise der Wirbelsäule oder neurologische Veränderungen, eine Rolle. Auch eine Anpassung des Körpergewichts, physiotherapeutische Maßnahmen oder eine Optimierung der häuslichen Umgebung können die Lebensqualität deutlich verbessern. Ich wünsche Ihnen und Ihrem Kater alles Gute und hoffe sehr, dass sich noch eine Kombination finden lässt, mit der seine Schmerzen wieder besser kontrolliert werden können. Viele Grüße Janina Rohde