zurück zur Übersicht Katze Haarballen 08.08.2026 von Martina N. Ist es normal, dass Katzen wenn sie Haarballen haben husten? Und dass sie husten, bevor sie einen Haarballen erbrechen möchten Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Frau N. Ja, das kann im Zusammenhang mit Haarballen vorkommen, wobei man zunächst unterscheiden muss, ob die Katze tatsächlich hustet oder eher würgt. Das sieht für Besitzer:innen häufig sehr ähnlich aus. Grundsätzlich sollten abgeschluckte Haare den Magen-Darm-Trakt passieren und mit dem Kot ausgeschieden werden. Gerade bei Langhaarkatzen oder während des Fellwechsels können allerdings so große Mengen an Haaren aufgenommen werden, dass der Magen damit überfordert ist. Dann kann es zu Würgen und schließlich auch zum Erbrechen von Haaren bzw. Haarballen kommen. Gelegentlich kann das durchaus vorkommen, regelmäßiges Erbrechen von Haarballen würde ich aber nicht grundsätzlich als „normal“ ansehen. Wichtig ist vor allem: Echter Husten sollte nicht vorschnell mit Haarballen erklärt werden. Katzen mit Asthma oder einer allergischen bzw. chronischen Bronchitis werden beispielsweise nicht selten vorgestellt, weil die Besitzer:innen zunächst davon ausgehen, dass die Katze versucht, einen Haarballen hervorzuwürgen.Wenn es sich tatsächlich um wiederkehrenden Husten handelt, sollte dieser tierärztlich abgeklärt werden. Dazu gehört in der Regel eine Röntgenuntersuchung des Brustkorbs in zwei Ebenen. Je nach Haltung und Vorgeschichte sollte man außerdem Lungenwürmer bzw. andere Lungenparasiten berücksichtigen und gegebenenfalls entsprechend diagnostizieren oder behandeln. Auch felines Asthma und eine allergische Bronchitis kommen als mögliche Ursachen infrage. Für eine genauere Einschätzung fehlen mir hier allerdings einige wichtige Informationen: Wie alt ist die Katze, welche Rasse ist sie, handelt es sich um eine Langhaar- oder Kurzhaarkatze, ist sie Freigängerin oder reine Wohnungskatze, wie häufig treten die Episoden auf und seit wann bestehen sie? Hilfreich wäre außerdem ein Video einer solchen Episode. Damit lässt sich häufig schon deutlich besser beurteilen, ob wir tatsächlich von Husten oder eher von Würgen sprechen. Viele Grüße Janina Rohde
Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Frau N. Ja, das kann im Zusammenhang mit Haarballen vorkommen, wobei man zunächst unterscheiden muss, ob die Katze tatsächlich hustet oder eher würgt. Das sieht für Besitzer:innen häufig sehr ähnlich aus. Grundsätzlich sollten abgeschluckte Haare den Magen-Darm-Trakt passieren und mit dem Kot ausgeschieden werden. Gerade bei Langhaarkatzen oder während des Fellwechsels können allerdings so große Mengen an Haaren aufgenommen werden, dass der Magen damit überfordert ist. Dann kann es zu Würgen und schließlich auch zum Erbrechen von Haaren bzw. Haarballen kommen. Gelegentlich kann das durchaus vorkommen, regelmäßiges Erbrechen von Haarballen würde ich aber nicht grundsätzlich als „normal“ ansehen. Wichtig ist vor allem: Echter Husten sollte nicht vorschnell mit Haarballen erklärt werden. Katzen mit Asthma oder einer allergischen bzw. chronischen Bronchitis werden beispielsweise nicht selten vorgestellt, weil die Besitzer:innen zunächst davon ausgehen, dass die Katze versucht, einen Haarballen hervorzuwürgen.Wenn es sich tatsächlich um wiederkehrenden Husten handelt, sollte dieser tierärztlich abgeklärt werden. Dazu gehört in der Regel eine Röntgenuntersuchung des Brustkorbs in zwei Ebenen. Je nach Haltung und Vorgeschichte sollte man außerdem Lungenwürmer bzw. andere Lungenparasiten berücksichtigen und gegebenenfalls entsprechend diagnostizieren oder behandeln. Auch felines Asthma und eine allergische Bronchitis kommen als mögliche Ursachen infrage. Für eine genauere Einschätzung fehlen mir hier allerdings einige wichtige Informationen: Wie alt ist die Katze, welche Rasse ist sie, handelt es sich um eine Langhaar- oder Kurzhaarkatze, ist sie Freigängerin oder reine Wohnungskatze, wie häufig treten die Episoden auf und seit wann bestehen sie? Hilfreich wäre außerdem ein Video einer solchen Episode. Damit lässt sich häufig schon deutlich besser beurteilen, ob wir tatsächlich von Husten oder eher von Würgen sprechen. Viele Grüße Janina Rohde