zurück zur Übersicht Einschläfern von Katze lief nicht nach Plan 10.08.2026 von Manuel E Unsere Katze hat aus unerklärlichen Gründen eine schwere Infektion gehabt. (Seit jährlicher Impfung. Vermutung schlechte Verträglichkeit Impfung, eventuell Vorerkrankung) Sie bekam Antibiotika, aber selbst das half nur kurz. Sie hatte kaum noch Hunger und magerte in Folge sehr stark ab. Sie wurde immer schwächer und konnte infolge nur mehr schwer gehen (Steifer Gang Hinterbeine). Irgendwann beschlossen wir, die Katze einzuschläfern. Der Tierarzt nahm die Katze mit einer Hand in die Luft und gab Ihr die Beruhigungsspritze direkt in die „Achsel“ (Unter die Vorderbeine). Daraufhin fing die Katze stark an zu schreien und schaute mir nur ins Gesicht nach dem Motto „Warum“. Es kam Blut aus Ihrem Mund, woraufhin der Tierarzt meinte, dass er eventuell die Lunge getroffen hat. Irgentwann wirkte die Spritze und die finale Spritze wurde Ihr gegeben bis es vorbei war. Es war für mich einfach nur ein schrecklicher Anblick und mache mir Vorwürfe, dass ich mit Ihr zu diesem Tierarzt bin! Dieses Leid für dieses kleine Lebewesen in den letzten Minuten… Finde es vom Tierarzt auch sehr verwerflich, dass die Spritze nicht im Liegen sondern mit einer Hand die Katze in der Luft regelrecht hineingeschossen wurde. Bin mir auch nicht sicher, ob ich nicht gegen diesen Tierarzt vorgehen soll. Antwort von Tierärztin Dr. Anette Fach Sehr geehrter Herr E., das tut mir leid, dass das so abgelaufen ist und Sie Ihre Katze verloren haben. In Deutschland ist es so, dass Tiere zum Einschläfern erst eine Betäubung oder Narkose bekommen müssen. Aber auch unabhängig davon, sollte kein Tierarzt eine noch wache Katze direkt in den Brustkorb oder in das Herz spritzen, was ich nach Ihrer Schilderung vermute. Anders ergibt das Spritzen "in die Achsel" keinen Sinn als dass das der Zweck war. Denn für eine Sedation oder Narkose spritzt man in die Muskulatur der Gliedmaßen (Hinterbein) oder unter die Haut, wenn gar nichts geht. Auch die Gabe der Mittel in die Vene (Vorder- oder Hinterbein) oder in die Bauchhöhle (Bauch von unten) ist üblich. Ich würde den Tierarzt in diesem Fall mit diesem unüblichen und auch vermutlich tierschutzwidrigen Ablauf konfrontieren und mir anhören, was er dazu zu sagen hat und ob es eine vernünftige Erklärung für die Vorgehensweise von ihm gibt. Beste Grüße Anette Fach
Antwort von Tierärztin Dr. Anette Fach Sehr geehrter Herr E., das tut mir leid, dass das so abgelaufen ist und Sie Ihre Katze verloren haben. In Deutschland ist es so, dass Tiere zum Einschläfern erst eine Betäubung oder Narkose bekommen müssen. Aber auch unabhängig davon, sollte kein Tierarzt eine noch wache Katze direkt in den Brustkorb oder in das Herz spritzen, was ich nach Ihrer Schilderung vermute. Anders ergibt das Spritzen "in die Achsel" keinen Sinn als dass das der Zweck war. Denn für eine Sedation oder Narkose spritzt man in die Muskulatur der Gliedmaßen (Hinterbein) oder unter die Haut, wenn gar nichts geht. Auch die Gabe der Mittel in die Vene (Vorder- oder Hinterbein) oder in die Bauchhöhle (Bauch von unten) ist üblich. Ich würde den Tierarzt in diesem Fall mit diesem unüblichen und auch vermutlich tierschutzwidrigen Ablauf konfrontieren und mir anhören, was er dazu zu sagen hat und ob es eine vernünftige Erklärung für die Vorgehensweise von ihm gibt. Beste Grüße Anette Fach