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Wiederkehrender Spulwurmbefall bei FIV-KATZE

von Brigitte W.

Hallo liebes Team, ich benötige Ihren Rat bezüglich meiner reinen Wohnungskatze ( Katze wurde mit 8 Wochen im Wald eingefangen) und über den Katzenschutz an mich übergeben. Sie ist FIV-positiv und leidet seitdem unter Spulwurmbefall, welcher bereits ständig mit Wurmmitteln wie: Nexguard Combo, Milbemax, Milbeguard behandelt wurde - ohne Erfolg. Da es sich um eine reine Wohnungskatze handelt, wundert mich das wiederkehrende Auftreten. (obwohl ich alle Decken, Spielzeug auskoche, Fußböden und Kratzbaum dampfreinige und die Klöchen alle 4 Wochen gegen neugekaufte austausche. Um den Entwicklungszyklus der Würmer zu unterbrechen, wurde mir von der Tierärztin ein Entwurmungs-Intervall von alle 4 Wochen über einen Zeitraum von 6 Monaten vorgeschlagen. Aufgrund des FIV-Status und der Wohnungshaltung möchte zum Vorgehen jedoch gerne eine zweite Meinung: • Ist eine so engmaschige Entwurmung über 6 Monate bei einer FIV-Katze sicher und sinnvoll, oder überwiegt die Belastung für das Immunsystem? • Kotproben waren immer negativ, über 8 Monate, trotzdem immer massiv Spulwürmer erbrochen. • Ich soll Milbeguard und Advocate 3 Monate geben, danach 2 Monate nur Advocate , der 6. Monat wieder Milbeguard und Advocate. Wie beurteilen Sie das? Sind 6 Monate notwendig? Ist Advocate das beste Mittel? Oder besser Profender? Ich hoffe, auf ihre Antwort, danke.

Tierärztin Janina Rohde

Antwort von Tierärztin Janina Rohde

Hallo Frau W.

Guten Tag, bei dieser Vorgeschichte würde ich zunächst versuchen, den wiederkehrenden Spulwurmbefall diagnostisch genauer einzuordnen, bevor über sechs Monate routinemäßig verschiedene Präparate kombiniert werden. Negative Kotproben schließen einen Spulwurmbefall zwar nicht sicher aus, insbesondere bei geringer oder intermittierender Eiausscheidung. Sinnvoll sind Sammelkotproben von drei aufeinanderfolgenden Tagen; zusätzlich stehen inzwischen Kopro-Antigentests für Toxocara zur Verfügung. Wenn tatsächlich wiederholt adulte Würmer erbrochen werden, wäre außerdem eine parasitologische Bestimmung eines solchen Wurmes sehr hilfreich. Eine monatliche Entwurmung ist grundsätzlich möglich und wird bei bestimmten Risikokonstellationen auch empfohlen. Für eine reine Wohnungskatze ohne zusätzliche Risiken ist sie normalerweise jedoch nicht routinemäßig erforderlich. Ein FIV-positiver Status allein bedeutet nicht, dass eine fachgerecht eingesetzte Entwurmung das Immunsystem „überlastet“. Warum trotz Wohnungshaltung immer wieder Würmer auftreten, sollte gemeinsam mit den behandelnden Tierärzt:innen geklärt werden. Spulwurmeier können beispielsweise über Schuhe in die Wohnung gelangen und sind in der Umwelt ausgesprochen widerstandsfähig. Ob Advocate, Profender oder ein anderes Präparat sinnvoll ist, hängt unter anderem davon ab, welcher Parasit tatsächlich vorliegt und welche Wirkstoffe bereits korrekt eingesetzt wurden. Eine pauschale Empfehlung für sechs Monate oder für eines dieser Präparate würde ich ohne genaue Befunde daher nicht geben. Bei einem so ungewöhnlichen Verlauf wäre gegebenenfalls auch die Rücksprache mit einem parasitologischen Labor beziehungsweise einer parasitologisch spezialisierten Tierärztin oder einem spezialisierten Tierarzt sinnvoll.

Viele Grüße
Janina Rohde
 

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