zurück zur Übersicht Diabetes bei Cavalier King Charles Spaniel 01.09.2026 von Irene R. Hallo Team Tasso, bei meinem Charly wurde letzte Woche anhand einer Blutuntersuchung Diabetes diagnostiziert. Er bekommt - vorerst - 1 x täglich Insulin gespritzt. Charly leidet aber auch seit ca. 3 Jahren an EPI (exokrine Pankreasinsuffizienz). Zu jeder Futtergabe erhält er 30.000 Einheiten Pankreatin. Seit der EPI bekommt er Spezialtrockenfutter. Damit haben wir die EPI eigentlich ganz gut im Griff. Muss er jetzt wegen der Diabetes auf ein anderes Futter umgestellt werden? Ist es richtig, dass Diabetikerhunde nur Nassfutter bekommen sollten? Vielen Dank für Ihre Auskunft. Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Frau R. grundsätzlich muss Charly aufgrund des Diabetes nicht automatisch auf ein anderes Futter umgestellt werden – und ein diabetischer Hund muss auch keinesfalls ausschließlich Nassfutter bekommen. Viel wichtiger ist bei Diabetes eine möglichst gleichmäßige und gut planbare Fütterung: möglichst dasselbe Futter, konstante Futtermengen und feste Fütterungszeiten passend zur Insulingabe. Da Charly zusätzlich eine exokrine Pankreasinsuffizienz hat und diese mit seinem bisherigen Spezialfutter und dem Pankreatin offenbar seit längerer Zeit gut eingestellt ist, würde ich das Futter nicht vorschnell verändern. Gerade zu Beginn der Diabeteseinstellung ist es sinnvoll, nicht gleichzeitig unnötig viele Faktoren zu verändern. Ein Futterwechsel kann schließlich auch die Blutzuckerkurve und damit den benötigten Insulinbedarf beeinflussen. Ob das bisherige Trockenfutter hinsichtlich Zusammensetzung und Kohlenhydratgehalt auch langfristig gut zu Charlys Diabetes passt, kann die behandelnde Tierarztpraxis anhand des konkreten Futters und vor allem anhand seiner weiteren Blutzuckerwerte beurteilen. Die EPI muss bei der Auswahl unbedingt mitberücksichtigt werden – ein theoretisch besonders geeignetes „Diabetesfutter“ hilft wenig, wenn Charly es aufgrund seiner EPI schlechter verträgt. Wichtig wäre außerdem, die Insulingabe in der nächsten Zeit engmaschig kontrollieren zu lassen. Viele Hunde erhalten Insulin zweimal täglich, es gibt jedoch unterschiedliche Insuline und Behandlungsschemata, sodass eine einmal tägliche Gabe nicht pauschal als richtig oder falsch beurteilt werden kann. Bitte verändern Sie die Insulindosis oder die Häufigkeit der Gabe daher keinesfalls selbstständig. Mein Rat wäre also zunächst: Das bewährte Futter und das Pankreatin wie verordnet weitergeben und gemeinsam mit Ihrer Tierarztpraxis die Diabetes-Einstellung kontrollieren. Wenn Charly mit dem bisherigen Futter stabile Verdauung, gutes Gewicht und eine zufriedenstellende Blutzuckereinstellung erreicht, besteht nicht automatisch ein Grund, nur wegen des Diabetes auf Nassfutter umzustellen. Viele Grüße Janina Rohde
Antwort von Tierärztin Janina Rohde Hallo Frau R. grundsätzlich muss Charly aufgrund des Diabetes nicht automatisch auf ein anderes Futter umgestellt werden – und ein diabetischer Hund muss auch keinesfalls ausschließlich Nassfutter bekommen. Viel wichtiger ist bei Diabetes eine möglichst gleichmäßige und gut planbare Fütterung: möglichst dasselbe Futter, konstante Futtermengen und feste Fütterungszeiten passend zur Insulingabe. Da Charly zusätzlich eine exokrine Pankreasinsuffizienz hat und diese mit seinem bisherigen Spezialfutter und dem Pankreatin offenbar seit längerer Zeit gut eingestellt ist, würde ich das Futter nicht vorschnell verändern. Gerade zu Beginn der Diabeteseinstellung ist es sinnvoll, nicht gleichzeitig unnötig viele Faktoren zu verändern. Ein Futterwechsel kann schließlich auch die Blutzuckerkurve und damit den benötigten Insulinbedarf beeinflussen. Ob das bisherige Trockenfutter hinsichtlich Zusammensetzung und Kohlenhydratgehalt auch langfristig gut zu Charlys Diabetes passt, kann die behandelnde Tierarztpraxis anhand des konkreten Futters und vor allem anhand seiner weiteren Blutzuckerwerte beurteilen. Die EPI muss bei der Auswahl unbedingt mitberücksichtigt werden – ein theoretisch besonders geeignetes „Diabetesfutter“ hilft wenig, wenn Charly es aufgrund seiner EPI schlechter verträgt. Wichtig wäre außerdem, die Insulingabe in der nächsten Zeit engmaschig kontrollieren zu lassen. Viele Hunde erhalten Insulin zweimal täglich, es gibt jedoch unterschiedliche Insuline und Behandlungsschemata, sodass eine einmal tägliche Gabe nicht pauschal als richtig oder falsch beurteilt werden kann. Bitte verändern Sie die Insulindosis oder die Häufigkeit der Gabe daher keinesfalls selbstständig. Mein Rat wäre also zunächst: Das bewährte Futter und das Pankreatin wie verordnet weitergeben und gemeinsam mit Ihrer Tierarztpraxis die Diabetes-Einstellung kontrollieren. Wenn Charly mit dem bisherigen Futter stabile Verdauung, gutes Gewicht und eine zufriedenstellende Blutzuckereinstellung erreicht, besteht nicht automatisch ein Grund, nur wegen des Diabetes auf Nassfutter umzustellen. Viele Grüße Janina Rohde