zurück zur Übersicht Komplikation bei Euthanasie 09.09.2026 von Julia J. Hallo, mein IBD- und CNI kranker Kater musste erlöst werden, weil er seit Wochen abgebaut hat und trotz Medikamente dann seit einigen Tagen nicht mehr fraß und sich nur noch für ein paar glückliche Momente am Tag aktiv zeigte, aber kraftlos war und sonst nur lag oder schlief. Er hatte beginnende Blutarmut und schluckte wegen permanenter Übelkeit dauernd ab, hatte bereits Muskelzittern und sporadische Zuckungen, erst vermehrtes Trinken/Urinieren,dann nur noch vereinzelt. Meine Frage bezieht sich auf seine Reaktion auf die erste Spritze der Euthanasie, die zu Hause durchgeführt wurde. Er bekam Narkosemittel Xylazin/Ketamin und Sekunden nach der i.m. Injektion wollte er runter vom Arm, rannte flüchtend weg, ging noch zwei Mal koordiniert ins Katzenklo, ohne etwas abzusetzen. Anschließend begann er zu taumeln, hat erbrochen und schließlich bekam er noch fürchterlich anzusehende Maulatmung, bevor er endlich einschlief. Was ist da schief gelaufen? Bei der eigentlichen todbringenden Release Spritze war alles ruhig. Haben die CNI Giftstoffe die korrekte und schnelle Wirkung der Narkose verzögert? Ist sein Kreislauf zusammengebrochen, bevor er bewusstlos war?Bis wann hat er das alles noch geistig mitbekommen? Hatte er gar Todesangst, insb. bei der Maulatmung, oder hat das Ketamin doch schon nach Sekunden entkoppelt und all das waren nur noch körperliche Reflexe? Der im Nachhinein befragte Tierarzt konnte keine wissenschaftliche Antwort geben sondern meinte nur, dass jedes Tier individuell reagiert und da der Patient nicht ängstlich war, sei dies nicht zu erwarten gewesen. Vielen Dank, Julia Antwort von Tierärztin Dr. Anette Fach Sehr geehrte Frau J., das tut mir leid, dass Sie und Ihr Kater das so durchmachen mussten. Es geht leider manchmal nicht leicht und tatsächlich weiß man es vorher nie 100%. Aber gerade bei einer nierenkranken Katze, die sowieso schon oft mit Übelkeit zu kämpfen haben, wäre die Wahl eines Narkosemittels, was nicht zusätzlich bzw. oft Übelkeit hervorruft vermutlich eine bessere Wahl gewesen. Xylazin wird bei Katzen auch als Brechmittel genutzt. Ich vermute, dass die Übelkeit und das folgende Erbrechen die ganze weitere Symptomatik bedingt hat. Sie können es jetzt nicht mehr rückgängig machen und ich hoffe, dass Ihr Kummer und Schmerz bald nachlässt. Alles Gute und viel Kraft Herzliche Grüße Anette Fach
Antwort von Tierärztin Dr. Anette Fach Sehr geehrte Frau J., das tut mir leid, dass Sie und Ihr Kater das so durchmachen mussten. Es geht leider manchmal nicht leicht und tatsächlich weiß man es vorher nie 100%. Aber gerade bei einer nierenkranken Katze, die sowieso schon oft mit Übelkeit zu kämpfen haben, wäre die Wahl eines Narkosemittels, was nicht zusätzlich bzw. oft Übelkeit hervorruft vermutlich eine bessere Wahl gewesen. Xylazin wird bei Katzen auch als Brechmittel genutzt. Ich vermute, dass die Übelkeit und das folgende Erbrechen die ganze weitere Symptomatik bedingt hat. Sie können es jetzt nicht mehr rückgängig machen und ich hoffe, dass Ihr Kummer und Schmerz bald nachlässt. Alles Gute und viel Kraft Herzliche Grüße Anette Fach