Wie heißt Ihr Tier?

Wir haben unsere Leser gefragt, warum ihre Tiere ihren jeweiligen Namen tragen.

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Wir haben auf Basis der von Ihnen genannnten Namen eine Wortwolke erstellt.

Welche die beliebtesten Namen für Hunde und Katzen sind, ermittelt TASSO zu Beginn eines jeden Jahres anhand der Neuregistrierungen des Vorjahres. Diese Erhebungen zeigen, dass die Deutschen sich treu bleiben und gerne seit Jahren auf dieselben angesagten Namen setzen. In diesem Jahr wollten wir das mal etwas genauer wissen und haben Sie gefragt, warum Ihre Tiere heißen wie sie heißen. Viele Leserinnen und Leser unseres Newsletters haben sich an dieser Umfrage beteiligt. An diese Stelle noch einmal einen herzlichen Dank an alle Teilnehmer.

Was sagen Sie?

Die Gründe für die Namensgebung sind recht ausgewogen. Ob das Tier seinen Namen bereits trug, nach einem bekannten Vorbild benannt wurde, der Name einfach gefällt oder ein besonderes Merkmal der Grund für die Namensgebung war – den einen eindeutigen Beweggrund, der hinter der Benamung unser felligen Freunde steht, scheint es nicht zu geben.

Als häufigsten Grund (26,62 %) für die Namensgebung ihrer Stubentiger nannten die Teilnehmer unserer Umfrage ein Vorbild. So erinnert zum Beispiel das divenhafte Verhalten der Katzendame an eine bekannte Künstlerin oder der Wagemut des Jungkaters an einen unternehmungslustigen Charakter aus Film und Fernsehen. Aber auch ein besonderes Merkmal (23,29 %) war häufig entscheidend bei der Benennung von Pünktchen, Snowy oder Fussel. Einfach gefallen hat der Name 18,85 % der Teilnehmer unserer Umfrage. 15,67 % der Katzen trugen ihren Namen bereits und durften ihn im neuen Zuhause behalten. Ebenfalls 15,67 % der Teilnehmer haben angegeben, dass andere Gründe sie inspiriert haben.

Auch bei Hunden ist nur eine leichte Tendenz zu erkennen. Viele der Tiere (26 %) hießen bereits so, wie sie heute heißen. 20,68 % der Tierhalter gefiel der Name einfach ohne einen tieferen Grund. Ein Vorbild hatten Tierhalter in 17,72 % der Fälle und ein prägendes Merkmal war zu 15,95 % entscheidend. 18,98 % der Teilnehmer haben angegeben, dass ein anderer Grund hinter der Namensgebung steckte.

Anekdoten rund um die Namensgebung für Tiere

Ob kleiner Kämpfer, Lebensretter oder Quatschkopf – hinter den Namen ihrer Tiere steht für die Halter häufig eine Geschichte. Einige schöne, bewegende oder lustige Anekdoten, die unsere Leserinnen und Leser uns im Rahmen unserer Umfrage berichtet haben, haben wir für Sie zusammengestellt. Klicken Sie einfach auf die Tierart, die Sie interessiert und lesen Sie, was Tierhalter inspiriert hat.

  • Hündin

    Ayoka – Sie wurde am 01.01.18 als erster Hund des Jahres gefunden und deswegen sollte es ein Name mit A sein (helfe selbst bei dem Tierschutzverein). „Ayoka“ bedeutet „die, die allen Freude bringt“ und die Bedeutung fand ich sehr schön für einen ausgesetzten Hund. Dass sie später tatsächlich mein Hund werden würde, war da noch nicht klar, aber ich bin auch glücklich mit ihrem außergewöhnlichen Namen.

    Bohne – Sie hieß vorher „Jelly Bean“. Das war uns aber zu lang und zu englisch. :-)

    Chou Chou – Sie hat, als sie zu uns gekommen ist, immer alles kommentiert. Eigentlich hieß sie Cindy, aber lautmalerisch kam immer wieder ein „chou chou“, wenn sie was wollte. Damit hatte sie ihren neuen Namen.

    Eava (gesprochen Eywa) – Ich wollte einen Namen, den nicht jeder hat. Nach langer Suche und Internetrecherche kamen wir auf den sehr alten Namen Eava, abgeleitet von Eva, „die Leben bringende“. Die Bedeutung ist mir erst später bekannt geworden. Sie trifft aber 100 % zu. Bevor meine Süße bei mir einzog, war ich seelisch fast tot, in einem tiefen dunklen Loch gefangen. Seid Eava in mein Leben getreten ist, ist dieses unglaublich bunt und wunderschön geworden. Sie ist also wirklich eine „Leben bringende“. :-)

    Elsa – benannt nach der Löwin Elsa. Ich habe meine Hündin aus den Tierschutz. Sie hat sich im warsten Sinne des Wortes wie die Löwin Elsa ins Leben gekämpft.

    Euler – Unsere Tochter wollte einen Namen, den nicht jeder Hund hat. Da sie Mathematik studiert, ist sie auf Euler gekommen. Leonhard Euler war ein Schweizer Mathematiker und einer der Lieblingsmathematiker unserer Tochter. So hat Euler einen seltenen Namen, den wir sonst auch noch bei keinem Hund gehört haben. 😊

    Iltschi – Iltschi ist laut Karl May Apache für Wind und war der Name von Winnetous berühmten Hengst. Ich bin ein großer Karl May Fan und als unser Rüde Timmy überraschend starb, holten wir uns eine Tibet-Terrier-Hündin, und da diese zufällig schwarz mit weißer Brust ist, bekam meine kleine Iltschi ihren Namen.

    Krümel – Weil sie als Welpe jeden Krümel gefressen hat und jetzt, wo sie groß ist, krümelt sie beim Fressen alles voll. Also mit dem Namen alles richtig gemacht. Passt wie die Faust aufs Auge.

    Liefje – Wir sind absolute Hollandfans und verbringen sehr viel Zeit in unserem Lieblingsland; daher lag die Entscheidung nahe, unserer Hündin einen holländischen Namen zu geben. Dieser Name bedeutet übrigens so viel wie Schatz, Schätzchen. :-)

    Nyssa war ein ausgesetzter Golden Retriever-Welpe in Kroatien. Ihr wundervolles, liebes Wesen inspirierte zu diesem Namen, denn aus dem kleinen, sehr ängstlichen Welpen ist eine Menschen über alles liebende Hündin geworden. Nyssa bedeutet in der nordischen Mythologie „freundliche Elfe".

    Romy – Wir haben zwei Katzen Namens Sissi und Franz-Josef. Unser Hundemädchen wurde als Findelkind in Bulgarien auf Irma getauft. Als sie im Alter von 4 Monaten zu uns kam, sollte sie einen namentlichen Bezug zu ihren Stiefgeschwistern haben. Also dachten wir Romy wäre so passend. Wer an Sissi denkt denkt automatisch an Romy Schneider. Und eine hübsche und elegante Mischlings-Dame ist unsere Maus inzwischen auch.

    Stöpsel – Ich fand Stöpsel bei einer Tierschutzorganisation. Als ich sie das erste Mal sah, war sie kleiner als erwartet, zumindest hatte ich sie mir größer vorgestellt. Ich dachte so für mich: „Du bist aber echt klein.“ Und so war der Name geboren. Mein kleiner Stöpselhund, der noch ein bisschen wuchs und jetzt 45 cm hoch ist und 10 kg hat ;-) – Also immer noch nicht wirklich groß, aber mittlerweile hab ich mich daran gewöhnt.

    Teddy – Wenn man Teddy sieht, dann weiß man auch, warum sie so heißt. Etliche Leute auf der Straße sagten schon: „Der sieht ja aus, wie ein Teddy!“ Nur ist mein Teddy ein Teddy-Mädchen (Klar, die muss es ja auch geben – wo sollten sonst die kleinen Teddies herkommen?)

    Wilma – Inspiriert durch die Flintstones, wo Fred seine Frau immer Wilmaaa ruft, bin ich auf diesen Namen gekommen. Und das Lustige ist, mein Sohn heißt Frederik, genannt Fred!

  • Rüde

    Alf – Fellfarbe und exakt die gleiche Haartolle auf dem Kopf wie das TV-Original.

    Basti – Unsere Tiere heißen alle nach Fußballprofis, mein Mann wollte, dass er Schweini heißt, niemals – und da haben wir uns auf Basti geeinigt.

    Bowie – Er hat ein braunes und ein blaues Auge, wie der Sänger David Bowie. David konnten wir ihn nicht nennen, so heißt bereits unser Kater.

    Brösel – Krümel war unser letzter Dackel! Und unser jetziger wurde dann eben Brösel!

    Caloupi – Es gibt eine Umzugsfirma, die heißt Carl Luppi. Immer wenn mein Mann von einer Dienstreise nach Hause kam, fuhr er an dieser Firma vorbei und wusste, er ist jetzt wieder zu Hause. Eine kleine Abänderung, und einer unserer Hunde heißt Caloupi. Dies ist zudem ein griechischer Frauenname und unsere Hunde sind aus Griechenland. (Unser Rüde weiß nicht, dass es ein Frauenname ist!)

    Custos – Mein inzwischen verstorbener Mann war bereits sehr krank als wir Custos als Welpen bekamen. Nach mehreren Tagen vieler Überlegungen, Gespräche und Vorschläge kam der Name Custos durch meinen Mann zustande. Das Argument war: „Ich bin so krank und werde nicht mehr lange an deiner Seite sein können. Das macht dann Custos für mich.“ Custos aus dem Lateinischen, der Beschützer. Und das tut mein Custos nun schon seit fast 10 Jahren, so lange mein Mann verstorben ist.

    Diesel – Wir suchten einen ausgefallenen Namen und da die Diesel-Skandale waren, dachten wir: Ein Herz für Diesel! :-)

    Floyd – Wir suchten einen anderen Namen als die ersten 10 Ihrer Hitliste und keinen menschlichen Namen. Und so wurden wir uns einig, dass unser Hund Floyd heißen soll nach Pink Floyd. Unser inzwischen verstorbenes Katerchen hieß Pink.

    Loki – Mein Mann saß abends gut gelaunt und redselig (= beschwipst J) auf dem WC: „Loki, wie der Gott des Schabernacks und Wahnsinns. Ja, das passt zu uns.“

    Obelix – Obelix war der kleinste im Wurf, wollte erst nicht trinken. Die Züchter hatten ihn schon aufgegeben. Ich sah ihn und sagte: „Zeig uns, dass du stark bist wie Obelix und kämpfe!“ Von da an hat er das Fläschchen angenommen und wurde der Kämpfer. Also blieb ich bei dem Namen, da es auch ein O-Wurf war.

    Picasso – Picasso ist ein Dalmatiner. Den Namen hat er von uns bekommen, da seine Schwanzspitze wie ein Pinsel aussieht.

    Rocky – Es handelt sich um eine Chihuahua-Mops-Mischung. Rocky ist der kleinste Hund der Welt, deshalb habe ich nach dem „unpassendsten“ Namen gesucht, den es gibt. Weil er genau das Gegenteil von einem Rocky ist (groß, stark, kräftig, Boxer, Kämpfer usw.).

    Señor Perro – In einer Fernsehserie heißt ein Mischling „Herr Hund“.  Den Namen fanden wir witzig. Dachten uns aber, dass der Name in der Öffentlichkeit etwas kurios wirkt. Also haben wir kurzerhand „Herr Hund“ auf Spanisch übersetzt in „Señor Perro“. Ist unserer Meinung nach klangvoller und sicherlich seltener als Luna und Co.

    Tom – Der kleine Tom ging durch 5 Hände und bekam drei unterschiedliche Namen. Mit knapp sechs Monaten fand der dann sein endgültiges Zuhause bei mir. Da er auf keinen der vorherigen Namen reagierte, musste „was Neues“ her. Nachdem er eine super Nase hatte und immer in der Gegend herum „navigierte“, erhielt er den Namen „TomTom“. Offiziell wird immer nur die Kurzversion Tom angegeben. Nicht, dass es Ärger wegen Namensgleichheit zu dem berühmten Navigationsgerät gibt.

  • Katze

    Bri-Cat – Meine Katze hat diesen (originellen) Namen vor zwölf Jahren als Fundkatze im Tierheim bekommen, weil sie fast komplett schwarz ist, eben wie ein schwarzes Kohle-Brikett. Ausgesprochen wird das als Wortspiel, zusammen mit der englischen Bezeichnung für die Katze, wie Bri-CAT. ;-)

    Didi – Didi wurde von einer wild lebenden Streunerkatze geboren und mit etwa 3 Monaten samt ihren Geschwistern eingefangen. Da Didi und ihre Geschwister sehr scheu waren und sich nicht anfassen ließen, wusste ich am Anfang nicht, welches Geschlecht sie hat. Und da man ja mit scheuen Tieren sehr viel redet, habe ich immer zu ihr gesagt: „Bist Du eine DieDie oder ein DerDer?“ Als ich dann wusste, dass sie weiblich ist, blieb es bei Didi. Sie ist heute eine ganz liebe Knutschekatze von 8 Jahren.

    Esmeralda heißt so, weil sie sich genau so wunderbar an Dingen (auch Menschen) hochschlängeln kann wie die Zigeunerin aus „Der Glöckner von Notre Dame“. Das fing als Baby an, als ihre Mutter Bella ihr zeigte, wie man über den Baum zur Terrasse kommt. Dann waren Stühle, Couch, Möbel und natürlich Menschen dran. Auch mit über 12 Jahren kann sie das noch ganz wunderbar.

    Frau Putin – Putin wurde uns als Kater verkauft. Wir hatten bis dahin immer nur Kater und sie kam als 4 Wochen altes Kätzchen zu uns, da die Mutter die Kätzchen ablehnte. Dann wurde Putin trächtig und wir mussten Putin in Frau Putin umtaufen. Der Kater der Nachbarn heißt Schröder. Er kommt Frau Putin regelmäßig besuchen.

    Kami – Die Katze ist uns zugelaufen als Baby und ist „kamikazemäßig“ durchs Leben gesprungen, erst haben wir sie Kami-Katze genannt, aber inzwischen ist Kami daraus geworden. Lakshmi (Sanskrit, f., लक्ष्मी, Lakṣmī „Glück, Schönheit, Reichtum“) ist die hinduistische Göttin des Glücks, der Liebe, der Fruchtbarkeit, des Wohlstandes, der Gesundheit und der Schönheit, nicht nur Spenderin von Reichtum, sondern auch von geistigem Wohlbefinden, von Harmonie, von Fülle und Überfluss, Beschützerin der Pflanzen. Sie wird durchweg mit positiven Eigenschaften in Verbindung gebracht und gilt als gütige und gnädige Göttin.

    Nase – Unsere Katze Nase war uns zu gelaufen, sie hockte eines Tages auf unserer Fensterbank und guckte in die Küche. Mein erster Ausdruck war als ich sie sah: „Och, was bist du denn für eine Nase?.“ Sie hatte graues Fell mit einem weißen Gesicht und eine sehr knuffelige schwarze Nase. Sie lebte seit dem 13. Jahr bei uns und war die liebste Katze überhaupt. Leider mussten wir sie vor zwei Jahren über die Regenbogenbrügge gehen lassen. Aber sie ist immer in unserem Herzen, die Nase.

    Pebbles – Sie kann sich klein machen wie ein Kieselsteinchen.

    Pixel – War die Kleinste im Wurf bei einer computerbegeisterten Familie. Klein wie ein Bildpixel. Wir wollten sie erst umbenennen, aber sie hörte schon auf den Namen und ein sinnvoller, ähnlich klingender fiel uns nicht ein. Außerdem ruft er sich gut und ist originell.

  • Kater

    Aramis – Aramis ist eines der drei Musketiere und unser Kater glaubt mit seinem draufgängerischen und liebeswerten Benehmen ein Musketier zu sein. Zudem trägt seine Fellfarbe dazu bei, Aramis ist ein weiß-roter Kater, bei dem die Farbe Weiß der größere Anteil ist und dadurch sehr edel wirkt.

    Caruso – Caruso bekam seinen Namen nach tagelanger Beobachtung. Er ist benannt nach dem berühmten Sänger, weil er a) sehr viel und melodisch miauend mit mir „spricht“, b) weil er genau so ein Komiker ist wie sein berühmtes Vorbild, der auch immer für einen Spaß auf der Bühne zu haben war.

    Fred – Als Fred damals aus dem Tierschutz zu mir kam, hat er sich erst einmal aus lauter Angst zwei Tage lange verkrochen. Ich habe ständig meine Familie gefragt: „Wo ist denn der Kater?“ Da zu der Zeit gerade der Film „Wo ist Fred?“ lief, lag die Namensgebung nahe.

    Gauner – Er klaut! Alles, was man nicht wegräumt und von dem er glaubt, dass er es brauchen kann, wird „ergaunert“. Letzten Sommer hat er es sogar geschafft, die Kühlschranktür zu öffnen. Hat so lange zugesehen, bis es eines Tages geklappt hat. Vor diesem Gauner ist nichts sicher, egal wie hoch es liegt. Aber er ist so ein süßer Kerl – keiner ist ihm wirklich böse. :-)

    Kringel – Er hat sich in den ersten Tagen seiner Ankunft hier unter dem Schrank versteckt, sich dort ganz klein zusammengekringelt und mit den Pfoten die Augen zugehalten, um nicht gesehen zu werden.

    Maou – Er ist uns zu gelaufen und hatte eine besonders laute und prägnante Stimme. Das klang nach „Mao“. Da dann jeder gleich an den Diktator dachte, wurde daraus Maou, damit der Name nicht zum Ohmen wird. ;-)

    Yuki – Yuki ist japanisch und bedeutet Schnee. Als er auf die Welt kam war er der einzige aus dem Wurf, der kein rotes Fell, sondern weißes hatte. Er war zwar nicht schneeweiß, aber hell genug, um diesen Namen tragen zu können.

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