Welche Untersuchungen werden beim Tierarzt gemacht?

Gesundheits-Check bei älteren Haustieren

Grauer älterer Kater liegt auf Kratzbaum © TASSO

Niemand geht gerne zum Arzt, auch viele Hunde und Katzen mögen den Besuch beim Tierarzt nicht. Jedoch sind regelmäßige Gesundheits-Checks des geliebten Haustieres beim Tierarzt unabdingbar – unsere felligen Freunde können sich nicht mitteilen und sind wahre Meister darin, Schmerzen gut verstecken.

Bei den tierärztlichen Vorsorgeuntersuchungen können Erkrankungen frühzeitig erkannt und entsprechend behandelt werden. Viele Krankheiten zeigen zum Beispiel kaum Symptome, sodass es auch für Halter schwierig ist zu erkennen, wenn es ihrem tierischen Liebling nicht gut geht.

Gesundheits-Check bei älteren Haustieren

Gerade bei älteren Tieren sind regelmäßige Checks wichtig, um ihnen auch im Alter ein angenehmes und möglichst langes Leben in Gesundheit zu ermöglichen. Welche Untersuchungen werden beim jährlichen Gesundheits-Check bei Hund und Katze überhaupt gemacht? Hier finden Sie einen Überblick der gängigen Vorsorgeuntersuchungen beim Tierarzt.

  • Allgemeiner Gesundheits-Check: Dabei wird das Tier grundlegend untersucht. Dazu gehört unter anderem das Abtasten des Tieres, Augen und weitere Körperöffnungen werden überprüft sowie auch die Zähne und Schleimhäute.
  • Blutdruck: Mit der Blutdruckmessung kann festgestellt werden, ob es Ihrem Tier soweit gut geht.
  • Bewegungsapparat: Sind die Gelenke in Ordnung? Gibt es Abnutzungserscheinungen oder hat der Vierbeiner gar schmerzen?
  • Körpergewicht: Bei Haustieren ist das Gewicht ein wichtiger Gesundheitsfaktor. Gewichtsverlust ebenso –zunahme kann ein Hinweis auf unterschiedliche Krankheiten sein, wie zum Beispiel Diabetes bei Gewichtsverlust und eine Schilddrüsenüberfunktion bei Gewichtszunahme.
  • Impfstatus: Ist Ihr Tier geimpft? Muss die Impfung aufgefrischt werden? Auch das wird bei der Untersuchung geprüft. So werden Hunde und Katzen zum Beispiel häufig gegen Tollwut geimpft und Katzen gegen Katzenschnupfen.. Es besteht auch die Möglichkeit einer Antikörperbestimmung. Mit diesem Test ist es lässt sich der Impfstatus Ihres Tieres überprüfen. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt ab, ob und welche Impfungen für Ihr Haustier sinnvoll sind.
  • Parasitenkontrolle: Es wird empfohlen, dass Haustiere regelmäßig entwurmt werden. Auch auf Flöhe und Zecken wird Ihr Tier untersucht. Ihr Tierarzt kann Sie dazu entsprechend beraten.
  • Zusätzliche Laboruntersuchungen: Bei „alten“ oder angeschlagenen Vierbeiner können weitere Untersuchungen sinnvoll sein. Zum Beispiel geben Blut- und Urinuntersuchungen Hinweise auf mögliche Erkrankungen der Niere oder Leber. 
  • Andere Auffälligkeiten: Bei der Untersuchung hat der Halter die Möglichkeit, auch auf andere Auffälligkeiten aufmerksam zu machen, zum Beispiel ob sich das Fress- oder Trinkverhalten verändert hat oder ob sich der tierische Begleiter anders verhält.
  • Ernährungsberatung: Die Ernährung unserer Haustiere sollte an das Alter und die Bedürfnisse angepasst werden. Tiere, die nicht mehr alle Zähne haben, brauchen vielleicht anderes Futter als früher. Auch darüber sollten Sie beim Gesundheitscheck Ihres Tieres sprechen. 

Die Untersuchungen können je nach Gesundheitszustand und Alter Ihres Tieres abweichen. Bitte sprechen Sie alle nötigen Untersuchungen mit Ihrem Tierarzt ab.

Sollten Sie mit Ihrem Haustier zum ersten Mal beim Tierarzt sein, wird ebenfalls eine Grunduntersuchung gemacht, damit sich der Arzt einen Überblick des Gesundheitszustandes Ihres Tieres machen kann: Dazu gehört der Rund-Um-Check, Überprüfung des allgemeinen Befindens, Durchblutung, Körpertemperatur, Zähne, Impfstatus etc.

Wenn noch nicht geschehen, sollte der Tierarzt Ihren tierischen Liebling mit einem Transponder kennzeichnen. Anschließend registrieren Sie kostenlos die Transpondernummer mit Ihren Daten und den Daten Ihres Tieres bei TASSO. So kann Ihr Vierbeiner Ihnen im Notfall zugeordnet werden.

Was kostet eine Vorsorgeuntersuchung beim Tierarzt?

Auch wenn die Gesundheit des geliebten Tieres unbezahlbar ist, sollten Tierhalter darauf vorbereitet sein, welche Kosten auf sie zukommen können.

Jeder Tierarzt bietet unterschiedliche Leistungen an, die vom Preis stark variieren. Die einzelnen Leistungs-Preise werden durch die GOT (Gebührenordnung für Tierärzte) geregelt. Hier finden Sie das Gebührenverzeichnis für tierärztliche Leistung.

Wie oft soll ich mit meinem Haustier zum Tierarzt gehen?

Das hängt natürlich einmal vom Gesundheitszustand Ihres Tieres ab. Sind Krankheiten bekannt, sollte das Tier in Absprache mit dem Tierarzt regelmäßig untersucht werden. Bei älteren Hunden und Katzen wird ein Gesundheits-Check von 1-2 Mal im Jahr empfohlen.

Ab wann gilt mein Haustier als alt?

Das kann so pauschal nicht beantwortet werden. Je nach Größe und Rasse des Tieres altern Hunde und Katzen unterschiedlich. So gelten große Hunde bereits ab sieben Jahren als „alt“, kleine Hunde erst ab etwa neun und Katzen sogar ab zwölf Jahren.

Unsere Alterstabelle gibt Ihnen eine grobe Orientierung, in welcher Alterszone sich Ihr tierischer Freund gerade befindet: Wie alt ist mein Haustier in Menschenjahren?  

Senioren-Check: Woran merke ich, dass mein Tier Alterserscheinungen hat?

Wie  bei uns Menschen, gibt es auch bei Tieren Anzeichen des Alterns. Das können unter anderem sein, dass sich das Verhalten des Tieres geändert hat: Es ist nicht mehr so aktiv wie früher, schläft mehr, alltägliche Dinge wie Treppensteigen lassen nach. Aber auch Veränderungen des Gewichts, der Atmung sowie Kot- und Urinabsatz sind Merkmale, dass unser felliger Freund abbaut. Bitte lassen Sie Ihr Tier bei solchen wesentlichen Veränderungen vom Tierarzt untersuchen.

Zu den häufigsten Alterskrankheiten bei Haustieren gehören unter anderem: Verschleiß an den Gelenken, Diabetes, Verschlechterung der Augen und des Gehörs sowie Erkrankungen in der Maulhöhle. Einen Überblick der gängigen Krankheiten bei Hunden, Katzen und Kleintieren finden Sie im Tiergesundheits-Lexikon.

Besonderheit: Rassetypische Krankheiten

Bei einigen Hunde- und Katzenrassen sind typische Erkrankungen bekannt, die oft früher oder später auftreten können. Lassen Sie sich über mögliche Symptome aufklären und Ihren tierischen Liebling entsprechend untersuchen.

Worauf können Tierhalter selbst achten?

Natürlich können auch Tierhalter für die Gesundheit ihres Haustieres etwas tun. Neben der artgerechten Haltung, Bewegung und gesunden Ernährung ist auch die regelmäßige Vorsorge ein wichtiges Kriterium für ein langes Tierleben.

Darüber hinaus sollten Tierhalter ihr Haustier im Alltag immer mal beobachten und rechtzeitig auf Veränderungen bei Gewicht, Appetit, Durst und Verhalten des Tieres reagieren.

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