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Kater Mogli – Nächtlicher Anruf zum Glück

Andrea Hentschke erzählt ihre TASSO-Erfolgsgeschichte

Kater Mogli © Andrea Hentschke

„Ich habe meinen Kater noch extrem mager als Fundtier aus dem Tierheim geholt, und er hatte die Nase vom Draußen sein so richtig voll. Der Balkon war sein Reich, aber runter in die „wilde Welt” musste nicht sein. Eines Tags siegte die Neugier, er erkundete die Gartenanlage und liebte es! Nach seiner vierten Freigangnacht kam er nicht wieder. Was folgte, war zermürbendes Suchen und Warten. Einer der Nachbarn räumte sogar ein zweites Mal sein Gartenhäuschen um, nur weil ich meinte, ein Kratzen gehört zu haben. Aber nichts half, er blieb weg. Viele Tierfreunde meldeten sich, aber mein Kater war nicht dabei. Laufend das Gefühlsbad aus Hoffnung, Enttäuschung und Traurigkeit. Und die Ungewissheit: Lebt er noch, geht es ihm gut, ist er erbärmlich irgendwo eingesperrt verhungert, hat er leiden müssen?

Nach langen drei Monaten klingelte nachts um zwei Uhr das Telefon. Komplett aus dem Tiefschlaf gerissen, ohne Brille und im dunklen Wohnzimmer torkelte ich ans Telefon. Die freundliche Dame von TASSO erzählte mir: „Ihr Mogli ist gefunden worden. Sein Chip wurde ausgelesen. Er ist es wirklich! Gerade hat ihn die Tierrettung. Es geht ihm gut. Sie kann ihn gleich bei Ihnen vorbeibringen.” Vor lauter Aufregung warf ich die Dame gleich aus der Telefonleitung und verschrieb mich bei der Telefonnummer der Tierrettung. Aber 30 Minuten später hatte ich meinen kleinen Liebling wieder. Als der „böse“ Mann von der Tierrettung, der ihn so unwürdig mit dem Kescher gefangen hatte, gegangen war, kuschelte er mich erst mal nieder und machte sich danach selig auf seiner Couch breit. Was war passiert? Dazu schweigt er eisern. Offensichtlich wollte er seinen Lebensstandard etwas aufbessern, denn er wurde bei Schloss Nymphenburg, sieben Kilometer und zwei vierspurige Hauptstraßen von mir entfernt gefunden. Ich hätte mir gar keine Sorgen machen müssen, dass er sich lautlos irgendwo verschanzt. Ein Pärchen hörte nachts eine Katze so laut schreien, als stände sie vor ihrer Wohnungstür im ersten Stock. Sie machten sich auf die Suche und fanden ihn im hintersten Kellereck.

Was macht mein Kater heute? Nach ein paar Wochen der Abstinenz auf dem Balkon packte ihn wieder die Abenteuerlust. Er kloppt sich täglich mit den zwei Nachbarskatzen um das riesige Revier, kommt dann hoch zu mir, um ausgiebig getröstet und wieder aufgebaut zu werden und saust danach wieder los. Er genießt sein Leben in vollen Zügen und bringt immer mal wieder ein Mäuschen mit nach Hause. Das allerdings nicht, um es mir zu schenken, sondern nur, um es in seinem Fressnapf verspeisen zu können. Was aufgrund des spießigen Frauchens zum Picknick am Balkon geändert wurde. Was bleibt, ist zu sagen: DANKE, DANKE, DANKE, DASS ES SIE GIBT! Ohne Sie hätte ich meinen süßen kuscheligen, tollpatschigen, nimmersatten, Futter klauenden, ewig maunzenden, naiven, verschmusten, verspielten Riesenkater bestimmt nicht mehr zurückbekommen. Danke für Ihre Geduld, Ihr offenes Ohr und die Hoffnung, die Sie mir gaben, wenn mir diese fehlte.“

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