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Kater Filou und der Wachdienst

Sabine Wessels erzählt ihre TASSO-Erfolgsgeschichte

Kater Filou © Sabine Wessels

Unser Kater Filou hatte nach einigen Irrungen in seinem jungen Leben bei uns ein liebevolles Zuhause gefunden. Eines frühen Morgens im Februar lief er wie immer in den Garten. Nach einigen Stunden fingen wir an, ihn zu rufen. So lange blieb er sonst nie in der Kälte. Abends begannen wir dann, ihn zu suchen. Rufen, Pfeifen und Futterschüsselklappern halfen nichts, Filou blieb verschwunden.

Die Tage vergingen und langsam mussten wir uns mit der Tatsache abfinden, dass wir unser Katerchen wohl nicht wiedersehen würden. Irgendwann wurden dann die Katzenspielsachen, seine Kratztonne und der Fressnapf in den Keller geräumt. Traurig schauten wir oft auf seine Bilder: „Weißt du noch…“.

Im September des nächsten Jahres, nach über 19 Monaten, erreichte uns ein Anruf von TASSO, ob wir unseren Filou noch vermissen würden. Wir waren überzeugt, die Nachricht zu hören, dass sein Chip gefunden worden war oder irgendeine bürokratische Aktivität erforderlich sei. Weit gefehlt. Uns wurde mitgeteilt, dass in einem Gebäudekomplex am anderen Ende der Stadt seit anderthalb Jahren eine Katze lebt und mit dem Wachdienst ihre Runden dreht.

Aufgrund der überhandnehmenden Katzenpopulationen wurden dort einige zumeist junge Katzen von der Katzenhilfe Karlsruhe eingefangen. Die Wach-Katze, die mittlerweile den Namen „Paula“ erhalten hatte, wurde ebenfalls mitgenommen, da sie sehr zutraulich war und offensichtlich Anschluss suchte. Nachdem Paula dem Tierarzt vorgestellt wurde, war klar, dass Paula ein Paul war. Das Auslesen des Transponders brachte die Gewissheit: es war Filou. Am gleichen Abend konnten wir nach über anderthalb Jahren unser struppiges, humpelndes und mageres Katerchen überglücklich in Empfang nehmen. Wie er an das andere Ende der Stadt gelangt ist, wird wohl sein Geheimnis bleiben. Auf seinen eigenen vier Pfoten sicher nicht.

Nach langer Zeit als Vagabund lebte er sich schnell wieder bei uns ein und besetzte seine alten Lieblingsplätze im Haus. Im Anschluss an die Haus-Quarantäne, die er sehr unwillig absolvierte, wurde erst einmal das Revier aufgeräumt und die Hierarchie geklärt.

Einen ganz herzlichen Dank an den Wachdienst, von dem Filou so einige Krauleinheiten und Zuspruch erhalten hat, die Katzenhilfe Karlsruhe und TASSO, ohne die wir unseren Ausreißer wohl nie wieder gesehen hätten.

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