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Katze Destiny und die aufwendige Suche in der Nachbarschaft

Jörg Potschaske erzählt seine TASSO-Erfolgsgeschichte

Katze Destiny © Jörg Potschaske

Meine Destiny, eine Perser-Katze, 9 Jahre alt, ist am 22.02.2019 entlaufen. Um 15.30 wollte ich nur schnell den Müll rausbringen. Aus Faulheit hatte ich die Haustür nur ran gezogen. Dieses nutzte Destiny sofort zur Flucht. Sie war rollig und  konnte aufgrund einer Herzerkrankung nicht Sterilisiert werden. Nie war Sie vorher draußen. Einfangversuche mit meinen 58 Jahren und etwas zu viel Gewicht waren mir auch nicht möglich. Also musste ich sie verfolgen.

Stundenlanges Suchen in der Umgebung, rufen, mit einer Futterdose klappern war leider alles erfolgslos. Nun kam meiner Frau die Idee: Sie ist doch geschippt und bei TASSO registriert. Also ran an den Computer, wwww.tasso.net aufgerufen und schnell war die Suchmeldung geschrieben. Ein Bild rein und fertig. Circa zwei Stunden später bekam ich von TASSO auch schon Plakate zum Aushängen. Die Suchplakate sind wirklich toll, mit Foto und allem Drum und Dran. Also drucken und in Folie einschweißen. Erst einmal 10 Stück für die nähere Umgebung.

Nun wieder raus in die Kälte, egal, einfach warm anziehen und die Plakate in den umliegenden Straßen anbringen. Danach, es war nun schon 23.00 Uhr wieder ran an den Computer, da war ja noch Ebay-Kleinanzeigen für vermisste Tiere. Dort habe ich auch Name, Foto, Adresse und Handynummer eingetragen. Nichts passierte. Ich habe das Telefon mehrfach abgehoben, ob es überhaupt funktioniert. Nichts, keiner rief an. Also, bin ich ins Bett und habe versucht zu schlafen. Pustekuchen, hin und her gewälzt, aber an Schlaf war nicht zu denken.

Also, wieder raus in die Nacht. Suchen, leises rufen und rascheln mit den Lieblings-Leckerlis. Die Nachbarn müssen gedacht haben, dass ich einen Knall habe, aber egal, ich wollte meine Katze wiederfinden. Wieder Zuhause klingelte das Telefon, endlich! Ich hatte das Haustelefon natürlich aufs Handy weitergeleitet. Auf die Anzeige bei Ebay meldete sich jemand. Eine Person am Telefon, der mir nur mitteilen wollte, dass es in meiner Umgebung viele Restaurants von ausländischen Mitbürgern gebe, die Katzen schlachten und essen. Grauenhafte Vorstellung, ich habe der Person erstmal meine Meinung gesagt. Danach musste ich erst einmal runterkommen, die Aufregung war sehr groß. Ich musste die Bilder vor dem geistigen Auge, erst einmal versuchen zu löschen. Ich habe sofort die Handynummer aus Ebay-Kleinanzeigen gelöscht. Es hat schon seinen Grund warum TASSO diese nicht veröffentlicht

Das Handy klingelte erneut, eine freundliche Stimme am anderen Ende. Eine TASSO-Mitarbeiterin teilte mir mit, dass Destiny in einer Seitenstraße gesehen worde. Der Name des Informanten, die Adresse, wie auch seine Telefonnummer wurden mir mitgeteilt. Ich habe die Nummer schnell angerufen und bin sofort losgelaufen.

Eine im Normalfall sehr selten genutzte Straße wurde plötzlich zu einer Hauptverkehrsader (Baustelle). Destiny hatte das Weite gesucht und wurde nicht mehr gesehen. Aber der Anfang war getan. Handynummer dort gelassen falls sie nochmals gesichtet wird.

Am dritten Tag hatte ich wieder Tasso am Telefon. Destiny wurde wieder in der Querstraße gesehen. Jetzt ein paar Hausnummern weiter. Ich bin wieder hin mit allem Drum und Dran. Sie hatte sich unter einem Carport niedergelassen. Locken, Futter, anschleichen, nichts hat funktioniert. Panikartig ergriff sie die Flucht in die nach hinten offenen Gärten. Ich hatte keine Chance hinterher zu kommen. Mittlerweile war ich in der Straße bekannt und durfte auch in den Gärten nachsehen. Zudem hatte ich meine Visitenkarten an fast jeden Haushalt verteilt. Aber sie war nicht mehr zu sehen, weder Tags noch nachts.

Am vierten Tag gab es auch keine Meldungen über den Verbleib von Destiny. Langsam kamen mir schlechte Gedanken. Meine Frau versuchte mich zu trösten, erfolglos natürlich. Am fünften Tag bin ich wieder früh am Morgen los, auch ohne Erfolg. Dann kam mir der Gedanke, ich könnte ja mit meiner Drohne das ganze Gebiet abfliegen und anhand der Videoaufzeichnung zu Hause am Computer die Videos auswerten An diesem schönen Sonnentag sollte Destiny bestimmt in der Sonne liegen. Gesagt, getan. Ich habe einen Freund angerufen und ihm mein Leid gebeichtet. Er kam sofort vorbei und wir machten die Drohne fertig. Wir haben eine gute Stunde lang alle Gärten und Straßen der Nachbarschaft aus circa 100 Metern Höhe abgeflogen. Live war nichts zu erkennen. Also, ab nach Hause an den Computer, Videos auswerten und ran zoomen. Nichts, keine Destiny zu sehen.

Es klingelte das Telefon.  Eine Bewohnerin der Nachbarstraße war am Telefon: „Kommen Sie ganz schnell her, Ihre Katze!“ „Wer, was, wo, haben Sie meine Destiny gesehen?“ „Nein, mein Mann hat sie gefangen.“ Ich bin darauf ganz schnell dort hin. Als ich vor Ort ankam, hielt ein netter Herr Destiny tatsächlich in den Armen mit einer Decke umwickelt.

Wie kam es dazu? Der Mann war bei dem schönen Wetter im Garten und hatte in den Beeten aufgeräumt. Dann sah er im Augenwinkel etwas weißes in den Gartenschuppen huschen. Geistesgegenwärtig ging er zum Schuppen und zog gleich die Tür hinter sich zu. Da war sie nun, Decke übergeworfen und Destiny war gefangen.

Durch unseren Drohnenflug, welches eine schreckliches Geräusch auch aus 100 Metern Höhe verursacht, hat Destiny anscheinend aus Ihrem versteck gescheucht und sie hatte das Weite gesucht. Zum Glück in den Schuppen. Überschwänglich und mit Pipi in den Augen habe ich mich bedankt und bin dann ab nach Hause. Mit Destiny.

Zuhause angekommen, als wenn nichts los gewesen war. Sie ist die Treppe hoch, hat den Fressnapf und den Trinknapf entleert sowie heimische Wasserbett in Beschlag genommen. Jetzt ist die Welt nach fünf Tagen wieder in Ordnung.

Ich bin nochmal los, und habe für jeden Anwohner der Nachbarstraße eine Schachtel Merci gekauft, um mich persönlich nochmal zu bedanken. Alle sind nun überglücklich und es haben sich so noch nette nachbarschaftliche Kontakte knüpfen lassen. Alles ist gut geworden, dank TASSO und tierlieben Nachbarn. Einen lieben Dank an das TASSO-Team und an alle noch Suchende, nicht aufgeben, immer weitersuchen und alles Gute.

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