TASSO hilft in Bals

Große Kastrationsaktion in der Kleinen Walachei

Eine Tierärztin legt einer Katze eine Transfusion. © Tierärztepool
Tierärztin Nina Schöllhorn vom Tierärztepool kastrierte in Bals mehr als 200 Tiere.

Nach mehr als fünf Jahren Unterbrechung hat TASSO im April 2019 erneut eine Kastrationsaktion für Hunde und Katzen in Bals in Rumänien durchgeführt. Tierärztin Nina Schöllhorn vom Tierärztepool hat innerhalb von 12 Tagen 206 Hunde und Katzen von Tierbesitzern kastriert. Damit wurde ein wichtiger Beitrag im Kampf gegen das Elend der Streuner geleistet.

Bereits 2011 haben TASSO und der Tierärztepool Kastrationsaktionen in Bals durchgeführt. In den folgenden zwei Jahren lief das Projekt erfolgreich und die Zustimmung in der Politik und Bevölkerung war groß. Dann jedoch änderten sich die Gesetze. Der Druck, die Streuner von der Straße zu holen, stieg und in der Stadt Bals, in der es bislang kein Tierheim gab, wurde ein improvisiertes Auffanglager aufgebaut. Zum Glück gelang es mit Hilfe vieler Unterstützer, unter anderem durch Greogor Uhl vom Tierärztepool, der in kurzer Zeit zahlreiche von TASSO beauftragte Schutzhütten anfertigte und auslieferte, die Lage zu verbessern. Dennoch waren Kastrationsaktionen nicht mehr möglich. Entsprechend verschlimmerte sich das Problem mit den Streunertieren  vor allem Hunden  in den vergangenen Jahren zunehmend.

Das änderte sich in diesem Jahr, als der Bürgermeister von Bals um Unterstützung bat. Für TASSO und Nina Schöllhorn war es keine Frage, dass hier wieder Hilfe geleistet werden kann und so wurde die erfolgreiche Arbeit von damals in diesem Frühjahr fortgesetzt.

Eine Katze auf dem Behandlungstisch © Tierärztepool
Eine Katze auf dem Behandlungstisch.

Reibungslose Aktion

Tierärztin Nina Schöllhorn ist begeistert. „Ich freue mich sehr über die gut gelungene und reibungslose Kastrationsaktion in Bals berichten zu können, denn Bals liegt mir und nicht wenigen anderen besonders am Herzen. Bereits vor 10 Jahren wurden wir vom Tierärztepool dort aktiv und konnten in den ersten Jahren eine große Anzahl der Privat- und Straßentiere kastrieren. Leider kam es dann, wie im restlichen Rumänien auch, zu großen bürokratischen Hürden“, erinnert sich die Tierärztin und fügt hinzu: „Auch gab es Meinungsverschiedenheiten zwischen den verschiedenen Beteiligten: die Stadt mit ihren Vorstellungen zur Lösung des Streunerproblems auf der einen und wir und andere Tierfreunde auf der anderen Seite. Daher sehe ich es als großen Erfolg, dass beide Seiten wieder aufeinander zugegangen sind und wir so ein erfolgreiches Projekt auf die Beine stellen konnten!“

Die Arbeitsbedingungen und die Zusammenarbeit vor Ort beschreibt Nina Schöllhorn als sehr gut. Die Kastrationen fanden in dem ehemaligen Auffanglager, das nun ein städtisches Tierheim ist, statt. Dort haben sich die Bedingungen für die Hunde deutlich verbessert, betont die Tierärztin. Zudem seien in den 12 Tagen vor Ort wertvolle Kontakte zu lokalen Tierschützern entstanden, die bei einer Fortsetzung des Engagements in Bals hilfreich sein werden. Nina Schöllhorn: „Ich möchte TASSO von Herzen danken, dieses Projekt ermöglicht zu haben!“

Hündin Tumi ist sehr verängstigt. © Tierärztepool
Hündin Tumi war anfangs sehr verängstigt.

Eine Chance für Tumi

Nina Schöllhorn erzählt uns von einer ganz besonderen Hündin, die ihr vor Ort begegnet ist: Verängstigt kauert die winzige Hündin in der hintersten Ecke ihres Zwingers. Ihr Körper bebt, ihre Augen sprechen Bände. Wo kommt sie her? Was ist ihre Geschichte? Wir werden es nie erfahren, denn sie ist eine von unendlich vielen Tieren, denen allen in Rumänien das gleiche Schicksal widerfährt: Sie werden eingefangen und landen in einem der zahlreichen städtischen Auffanglager  meist ohne Chance auf eine glückliche Zukunft.

Im Fall der kleinen Tumi konnten wir eingreifen und sie unter unseren Schutz stellen. Doch für unendlich viele andere gibt es keine Hilfe. Denn es sind einfach viel zu viele. Deshalb kann unsere Antwort auf diese unerträgliche Situation nur heißen: Kastration um dieses Elend zu verhindern!
Nur durch Kastration kann verhindert werden, dass immer neues, ungewolltes Leben entsteht!

Zwei Hunde sind gerade aus der Narkose erwacht. © Tierärztepool
Zwei Hunde sind gerade aus der Narkose erwacht.

Die Fakten zur Aktion in Bals

Zeitaum: 1. April bis 12. April 2019
Tierärzte-Team: Nina Schöllhorn und Assistent
kastrierte Hunde: 117 Hündinnen, 30 Rüden
kastrierte Katzen: 45 Katzen, 14 Kater

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