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Überpopulation von Streunerkatzen: Ein wachsendes Problem
Ohne menschliche Eingriffe können sich Streunerkatzen schnell vermehren. Katzen werden mit etwa sechs Monaten geschlechtsreif und können zwei- bis dreimal im Jahr Nachwuchs bekommen, im Durchschnitt fünf Kitten pro Wurf. Trotz der hohen Sterblichkeitsrate der Jungkatzen wächst die Population der Streunerkatzen rasant und das Problem verschärft sich stetig.
In Deutschland gibt es über 15 Millionen Hauskatzen, von denen viele als Freigänger leben. Schon wenn ein kleiner Teil dieser Katzen nicht kastriert ist, tragen sie erheblich zur unkontrollierten Vermehrung und zum Leid der Streunerkatzen bei.
Was sind die Folgen?
Die hohe Zahl heimatloser Katzen stellt eine enorme Belastung für Tierschutzvereine dar. Besonders in der Wurfzeit im Frühling und Herbst sind Tierheime oft überfüllt. Die Versorgung von Kitten, die teilweise sehr jung und in schlechtem Gesundheitszustand aufgefunden werden, ist extrem zeit- und kostenintensiv.
Darüber hinaus tragen Streunerkatzen zur Verbreitung von Krankheiten wie Katzenschnupfen, Katzenseuche (Parvovirose) und Leukose (FeLV) bei. Diese Krankheiten können auch für ungeimpfte Freigänger gefährlich sein. Regelmäßige Impfungen und Kastrationen sind daher auch für alle Katzen mit potentiellem Kontakt zu Artgenossen unerlässlich.
Wie engagiert sich TASSO für Streunerkatzen?
TASSO unterstützt seit vielen Jahren den Kampf gegen das Katzenelend in Deutschland. Dazu gehören:
Finanzielle Unterstützung:
Zuschüsse zu Kastrationsaktionen sowohl von lokalen Vereinen als auch landesweite Aktionen wie z. B. in Niedersachsen
Politische Arbeit:
Einsatz für eine bundesweite Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Freigängerkatzen.
Aktuelle Entwicklung auf EU-Ebene: Nach einer Entscheidung auf EU-Ebene, die im Jahr 2026 in Kraft tritt, müssen langfristig alle privat gehaltenen Hunde und Katzen gekennzeichnet und registriert werden. Die Übergangsfristen sind lang (10 Jahre für Hunde und 15 Jahre für Katzen). Wie diese Regelung für Deutschland ausgestaltet wird und wo die Registrierung stattfinden muss, steht noch nicht fest. Klar ist: TASSO ist und bleibt auch in Zukunft Ihr Ansprechpartner, wenn es darum geht, Tiere vor dem endgültigen Verschwinden zu schützen und wieder nach Hause zurückzubringen.
Beratung:
Unterstützung von Gemeinden und Landkreisen bei der Einführung von Katzenschutzverordnungen.
Mehr zum Thema Katzenschutzverordnungen
Wie können Sie helfen?
Jeder Einzelne kann einen Beitrag leisten, um das Leid der Streunerkatzen zu lindern:
Kastration:
Lassen Sie Ihre Freigängerkatze kastrieren, um unkontrollierten Nachwuchs und folgendes Tierleid zu verhindern.
Unterstützung lokaler Projekte:
Engagieren Sie sich ehrenamtlich oder unterstützen Sie lokale Tierschutzorganisationen durch Spenden.
Fütterung und Versorgung:
Schauen Sie hin: Wenn Sie Katzen beobachten, die sehr scheu, verwahrlost, mager oder verletzt sind, helfen Sie den Tieren und informieren Sie einen lokalen Tierschutzverein.
Eine Spende an TASSO hilft uns, Tierschutzvereine bei ihrer Arbeit zu unterstützen und langfristige Lösungen für das Streunerkatzenproblem zu schaffen.
Download: Streunerkatzen-Flyer
Gemeinsam gegen das Katzenelend
Die Bekämpfung des Leids der Streunerkatzen ist ein langwieriger Prozess, der oft erst über mehrere Katzengenerationen hinweg Wirkung zeigt. Doch jeder Schritt in die richtige Richtung zählt. Indem Sie Ihre Katze kastrieren, sich ehrenamtlich engagieren oder TASSO e.V. unterstützen, tragen Sie dazu bei, das Leben dieser oft übersehenen Tiere zu verbessern.
Denn nur gemeinsam können wir das Leid der Streunerkatzen in Deutschland nachhaltig mindern.
Irrtümer rund um Streunerkatzen