Jagd

TASSO fordert eine Änderung der Jagdgesetzgebung

Eine Katze liegt auf einem Baumstumpf. © kaninstudio - Fotolia
Katzen und Hunde dürfen im Rahmen des "Jagdschutzes" getötet werden.

Haustierabschuss

Der Abschuss von Hunden und Katzen durch Jagdausübungsberechtigte im Rahmen des sogenannten Jagdschutzes wird von TASSO entschieden abgelehnt.

Hunde und Katzen sind keine jagdbaren Tiere im Sinne des Jagdrechtes, dürfen aber im Rahmen des sogenannten Jagdschutzes getötet werden. Unzählige Hunde und Katzen werden so jährlich von Jägern erschossen oder in Fallen gefangen und getötet. Die derzeitige gesetzliche Regelung zur Erlaubnis des Abschusses von Haustieren ist unverhältnismäßig und willkürlich und geht weit über das hinaus, was zum Schutz von Wildtieren notwendig ist. Das bestehende Ordnungsrecht ist ausreichend, um gegen Hunde, die Wild nachstellen, vorzugehen.

Die „Jagdschädlichkeit“ einer Katze lässt sich nicht durch das Überschreiten der 300-Meter bzw. 500-Meter-Zone beweisen. In den überwiegenden Fällen stellen Katzen Mäusen nach und sind somit sogar nützlich und nicht jagdschädlich. Weiter gibt es kein Indiz dafür, dass Katzen außerhalb der 300- bzw. 500-Meter-Zone keine feste Bindung an Menschen oder menschliche Behausungen aufweisen.

Auf das Ansehen der Jäger in der Öffentlichkeit hat die Tötung von Heimtieren, die einen Halter haben, verheerenden Einfluss (vgl. Merkblatt der TVT 123 Tierschutz für Jäger).

Wissenschaftliche Studien belegen, dass Menschen ihre Hunde und Katzen als vollwertige Familienmitglieder empfinden. In Bezug auf unsere Haustiere hat sich in den letzten Jahren ein gesellschaftlicher Wandel vollzogen, der sich auch in der Jagdgesetzgebung niederschlagen muss.

Durch jahrelangen Druck der Tierschutzverbände hat sich auch die Politik inzwischen des Themas angenommen. Wenngleich die Bundesregierung bei der Novellierung des Bundesjagdgesetzes ein Verbot des Haustierabschusses unberücksichtigt ließ, haben einige rot-grüne Landesregierungen (Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein) eine Anpassung ihrer Landesjagdgesetze an Belange des Tierschutzes und die neuesten wald- und wildbiologischen Erkenntnisse in ihren Koalitionsvereinbarungen festgeschrieben. Auch die inzwischen zerbrochene Saarländische Landesregierung aus CDU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen („Jamaica-Koalition“) hatte sich in ihrem Koalitionsvertrag darauf geeinigt, den Abschuss von Hunden und Katzen, die Ausbildung von Jagdhunden an lebenden Tieren und die Fallenjagd „aus überwiegendem Interesse des Tierschutzes“ abzuschaffen.

Auch im Hessischen Koalitionsvertrag zwischen der CDU und Bündnis 90/DIE GRÜNEN für die Amtszeit von 2013 bis 2019 heißt es: „Wir werden die Regelungen zur Tötung wildernder Hunde und Katzen einer wissenschaftlichen Bewertung unterziehen und gegebenenfalls ändern.“

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