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Städtedreieck setzt auf Kastration

In Wuppertal, Solingen und Remscheid gelten Katzenschutzverordnungen

Städtedreieck bekommt eine Katzenschutzverordnung. © TASSO e.V / Silke Steinsdörfer

Das Bergische Städtedreieck hat einen großen Schritt für den Schutz freilebender, verwilderter Hauskatzen gemacht. Um das Leid dieser Tiere langfristig zu verringern, haben die drei Städte Wuppertal, Solingen und Remscheid kürzlich sogenannte Katzenschutzverordnungen eingeführt. Diese regeln, dass Hauskatzen mit unkontrolliertem Freigang in Zukunft fortpflanzungsunfähig gemacht werden müssen. Weiterhin müssen ihre Halter sie mit einem Transponder oder einer Tätowierung kennzeichnen lassen und bei einem Haustierregister, zum Beispiel bei TASSO, registrieren. Für reine Wohnungskatzen gilt diese Verpflichtung nicht.

Der richtige Schritt

Aus Sicht des Tierschutzes sind diese in der Region nahezu zeitgleich eingeführten Regelungen eine gute Nachricht. Denn Katzen, die nicht in menschlicher Obhut, sondern auf der Straße leben, führen in der Regel ein elendiges Leben. Oft wurden sie ausgesetzt oder sind schon draußen geboren worden. „Diese freilebenden, verwilderten Hauskatzen leiden extrem unter Kälte, Hunger und Krankheiten und sterben nicht selten einen qualvollen Tod“, erklärt Dr. Cristeta Brause, Tierärztin und Projektmanagerin Streunerkatzen bei TASSO. Sie ist sicher: „Der Schritt, den nach vielen anderen Städten und Gemeinden nun auch das Bergische Städtedreieck gemacht hat, ist der richtige zum Schutz der Streunerkatzen, damit diese sich nicht weiter mit unkastrierten Besitzerkatzen vermehren können.“ TASSO setzt sich bereits seit Jahren dafür ein, dass Städte und Gemeinden entsprechende Katzenschutzverordnungen mit Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht erlassen.

Damit das Katzenelend effektiver eingedämmt werden kann, hat der Gesetzgeber § 13b in das Tierschutzgesetz eingeführt. Dieser ermächtigt die Landesregierungen durch Rechtsverordnungen zum Schutz freilebender Katzen Gebiete festzulegen, in denen große Streunerpopulationen mit erheblich leidenden Katzen leben. Darüber hinaus können Maßnahmen zur Verminderung der Anzahl dieser Katzen angeordnet werden, wie zum Beispiel die Kastrationspflicht für Besitzerkatzen. Andere Städte und Landkreise in Nordrhein-Westfalen haben ebenfalls bereits Katzenschutzverordnungen eingeführt. Dazu gehören beispielsweise der Rhein-Sieg-Kreis sowie Essen, Düsseldorf und Bochum. TASSO hofft, dass weitere Städte und Gemeinden, die trotz Streunerkatzenproblem immer noch keine Katzenschutzverordnung erlassen haben, möglichst bald dem Beispiel des Bergischen Städtedreiecks folgen werden.

Für die zu kastrierenden Hauskatzen mit Freigang hat eine solche Verordnung einen weiteren Vorteil: Denn sie sind durch die vorgeschriebene Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht vor dem endgültigen Verschwinden geschützt. Sollten sie einmal entlaufen, kann TASSO sie im Fundfall ihrem Halter zuordnen – sofern dieser seiner Pflicht nachgekommen ist und sie registriert hat. Und immerhin: Schon jetzt sind in allein in NRW mehr als 866.000 Katzen bei TASSO registriert.

Informationen rund um die Katzenschutzverordnung für die Städte Wuppertal, Solingen und Remscheid finden Sie in den jeweiligen Amtsblättern der Kommunen:

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