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Hündin Mira verloren in der Stadt

Ingrid Heinrich erzählt ihre TASSO-Erfolgsgeschichte

Hündin Mira beim Spaziergang. © Ingrid Heinrich

In der Woche bis zum 01.11. war ich mit Mira in meiner Zweitwohnung in Forst/Lausitz. Vor dem Frühstück an diesem ersten Novembersonnabend ging ich, wie gewohnt, mit meiner 3jährigen Hündin Mira in dem meiner gegenüberliegenden Wohnung gelegenen Stadtpark spazieren.

Dabei vergaß ich mein Handy mitzunehmen und auch Mira den Transponder anzulegen. Das ist eigentlich bei mir ungewöhnlich. Mira lebt bei mir seit dem 30. September dieses Jahres. Sie kam 3jährig aus Rumänien ins Tierheim Delitzsch und lebte dort seit Anfang 2025.

Als wir vom Spaziergang zurückkehrten, fiel mir durch eine ungeschickte Bewegung die Leine auf der Straße zu Boden. Ich erschrak und wir beide schauten uns abwartend an. Als ich mich zur Leine bückte, ergriff Mira die Flucht. Eine Mitbewohnerin im Wohnblock lief ihr mit mir auch nach. Passanten sagten, dass Mira mit ihrer roten Leine ins Stadtzentrum lief. Daraufhin lief ich in die Wohnung, nahm den Autoschlüssel und fuhr ebenfalls ins Stadtzentrum, vergaß aber auch wieder in der Aufregung mein Handy mitzunehmen. Ich fuhr ca. 2 Stunden ohne Handy durch die Stadt, sprach viele Passanten – Fußgänger und Autofahrer – an und bat sie, falls sie Mira sehen sollten, dies der Polizei mitzuteilen. Im Polizeiamt gab ich eine Vermisstenanzeige auf, erhielt von dort auch die Telefonnummern vom Tierheim Forst und von einigen städtischen Taxiunternehmen. Meine Suche blieb ergebnislos. Eine Passantin sagte mir, dass Mira sehr vorsichtig am Straßenrand die Straße entlanglief. Mir wurde nach und nach klar, dass ich auf diesem Weg meine Hündin nicht wiederfinde. Ich hatte die wage aber unrealistische Hoffnung, dass, wenn ich nach Hause komme, Mira vor der Haustür steht. Als ich gegen Mittag zuhause ankam, war das natürlich nicht der Fall.

Zuhause angekommen, schaute ich in meinen Laptop und in mein Handy. Ich konnte es gar nicht glauben, von TASSO erhielt ich die Nachricht, dass meine Mira im Forster Tierheim abgegeben wurde. Eine TASSO-Mitarbeiterin rief mich um 10:51 Uhr an und das Tierheim rief mich um 11:05 Uhr an, dass Mira gefunden und im Forster Tierheim abgegeben wurde. Sie wartet seitdem auf mich. Umgehend rief ich noch mittags im Tierheim an und konnte Mira auch gleich, obwohl die Tierheim-Mitarbeiter ihre Mittagspause und Pflegerwechsel haben, abholen. Ich konnte es zunächst gar nicht glauben, Mira wieder streicheln zu können und mit ihr nach Hause zu fahren.

Im Tierheim erfuhr ich Miras Schicksal: Zwei junge Leute, die ich auch bei meiner Suche in der Forster Innenstadt ansprach, trafen auf ihrem Nachhauseweg Mira am Stadtrand. Sie erkannten sie an ihrer roten Laufleine. Ich erhielt im Tierheim die Telefonnummer und die Anschrift der Finder.

Auf dem Weg zu ihnen rief ich sie an und erfuhr von den beiden die ganze Geschichte: Mira lief in Richtung Stadtrand und schafften es nicht allein sie einzufangen. Weitere Passanten halfen den beiden und kreisten Mira mehr und mehr ein. Schließlich konnten sie Miras Leine anfassen – Mira jedoch stemmte sich mit aller Kraft gegen ein Weitergehen und nahm auch keine Leckerlis an. Schließlich legte sie sich ergeben mitten auf die Fahrbahn. Mira beißt und knurrt generell nicht, sodass sie der junge Mann gefahrlos aufheben konnte. Bei sich zuhause angekommen, brachten die beiden jungen Leute Mira mit ihrem Auto ins Tierheim.  

Ich habe immer noch Mühe, dieses traumatische Erlebnis zu verarbeiten. Durch TASSO, die uneigennützige schnelle Hilfe der Passanten sowie aller an der Suche Beteiligten und nicht zuletzt die aufmerksame und selbstlose Hilfe des Tierheims machten es möglich, Mira so unglaublich schnell zu finden und mich zunächst telefonisch und dann per E-Mail zu benachrichtigen, dass ich Mira wieder glücklich nach Hause bringen kann.

Es ist sehr gut, dass es dieses unkomplizierte Miteinander von Suchdiensten, Mitmenschen und Tierheimen gibt – dafür danke ich allen an Miras Suchaktion Beteiligten sehr. Ihr ideeller Wert und Miteinander sind nicht hoch genug einzuschätzen!

Fazit: Mir ist klar geworden, dass meine Suche nach Mira allein niemals erfolgreich sein konnte. Ich werde – hoffentlich – zukünftig auch niemals mehr vergessen, mit Mira ohne Handy und ohne Transponder vor die Haustür zu gehen, auch wenn der Weg noch so kurz ist.

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