© Jan-Phillipp Sass
Wir haben die letzten 48 Stunden erst in Moabit und dann in Pankow nach ihr gesucht. Wir haben ca. 450 Aushänge verteilt – gemeinsam mit so vielen tollen Menschen – und heute Morgen in Pankow im Mietwagen ein kleines Lager aufgeschlagen. Um 13:15 wurden wir angerufen, dass sie an der Prenzlauer Promenade gesichtet wurde (ca. 10–15 Minuten vorher). Dort haben wir dann direkt weitergesucht.
Um 13:40 kam der Anruf von TASSO, dass sie eingefangen wurde. Zwei Mädchen (Teenageralter) und zwei Frauen, die mit ihren Hunden unterwegs waren, haben sie auf der Roelckestraße (Weißensee) gesehen. Sansa ist dort von der Straße in einen privaten Garten eines Einfamilienhauses gerannt. Im Garten konnte sie nicht wieder raus, und die vier Frauen konnten sie einfangen. Sie haben eine Schleppleine befestigt und sie im Auto (Fiat 500) zusammen mit den beiden anderen Hunden gesichert. Dort hat sie sogar schon Wasser genommen und ein bisschen gefressen.
Die Frauen fanden dann ihre TASSO-Marke und haben direkt bei TASSO angerufen – so wurden wir informiert. Wie sie so schnell von der Prenzlauer Promenade nach Weißensee gekommen ist, ist uns ein Rätsel – aber ihre gesamte Odyssee ist uns ein Rätsel. Wir wurden dann von TASSO mit einer der Finderinnen verknüpft. Für uns waren das nur 10 Minuten Autofahrt – mit voller Hoffnung, die sich dann auch bewahrheitet hat. Sie und wir haben uns extrem gefreut. Es war sehr emotional – auch für die Finderinnen.
Jetzt ist sie wieder zuhause und schläft. Sie hat gut getrunken, etwas gegessen und scheint erstmal nahezu unbeschadet davongekommen zu sein (nur eine kleine Schramme unterm Kinn). In den nächsten Stunden bekommt sie nur kleine Portionen, und dann päppeln wir sie langsam wieder auf. Wir sind so froh, dass sie wieder da ist – und so dankbar für all die Menschen, die uns auf so unterschiedliche Weise geholfen haben.