© Barbara Lebert
Als ich morgens am 09.06.2026 frühmorgens vom Dienst nach Hause kam, war es ungewöhnlich, dass meine Zwieback nicht zu Hause war, zumal die beiden anderen mich verschlafen anzwinkerten. Zwieback, 15 Jahre alt, war zwei Monate zuvor schwer krank, vermutlich vergiftet, weil sie versucht hatte, eine undefinierte klebrige Substanz aus dem Fell zu lecken. Wir konnten sie gut wieder aufpäppeln, sie hatte vor dem Verschwinden fast wieder ihr Ausgangsgewicht erreicht.
Nach einem weiteren Tag und Herumfragen in der Umgebung sowie Hilfe durch einen freundlichen Nachbarn und Abfliegen der Umgebung mit einer Drohne meldete ich die gechipte Katze bei TASSO, erhielt per Mail die Plakate, druckte unzählige aus, laminierte sie wegen der Wetterlage und klebte sie im ganzen Dorf. Leitete sie an Tierarztpraxen, die Tierrettung und den örtlichen Tierschutzbund weiter, stellte ein Bild von ihr in den WhatsApp Status, wo sie vielfach, auch via Facebook, geteilt wurde.
Natürlich wuchs meine Sorge täglich. Ich erhielt Zuspruch, dass eine gechipte und registrierte Katze gute Chancen hat zurückzufinden. Anscheinend hat diese Reichweite Menschen veranlasst, in Nebengebäuden nachzusehen. Jedenfalls tauchte sie am 12.06. verstaubt, struppig, abgemagert und seeeehr hungrig wieder auf. Die Plakate und die Möglichkeit des einfachen Teilens haben die Suche sehr vereinfacht. Warten Sie nicht zu lange mit der intensiven Suche. Selbst die relativ kurze Zeit vom 08. bis zum 12. zeigt, dass angeschlagene oder ältere Katzen wenig Reserven haben. Nach schlaflosen Nächten, großen Sorgen und fast zwei Kilo Gewichtsverlust meinerseits sind wir beide extrem erleichtert.