Krallenpflege bei Nagern und Kaninchen

Maniküre richtig gemacht

© Christina Schreier
Ein Kaninchen im Kaninchenstall.

Nager- und Kaninchenhalter kennen das „Problem“: Kleine Nager und Kaninchen benötigen in regelmäßigen Abständen Krallenpflege. Das Wichtigste dabei: Die Krallen müssen gekürzt werden.

Das Krallenschneiden kann der Tierarzt übernehmen. Möchten Sie Ihrem Tier jedoch den Stress beim Tierarzt ersparen, haben wir hier einige Tipps und Tricks, damit Sie die Krallenpflege auch selbst zu Hause durchführen können. Wir empfehlen jedoch, zumindest bei ersten Mal eine fachkundige Hand zur Seite stehen zu haben. Bevor es losgeht, sollten Sie sich erst einmal davon überzeugen, dass die Krallen wirklich zu lang sind. Sind die Zehen samt Krallen zu den Seiten gekrümmt und wachsen vielleicht schon in Richtung Pfote, ist es allerhöchste Zeit, diese zu kürzen. Für die Krallenpflege gibt es im Handel besondere Krallenscheren, die handlich und scharf genug sind. Schärfe ist wichtig, denn die geschnittene Kralle darf hinterher nicht splittern, weil sie so in Laufe der Zeit einreißen und dem Tier Schmerzen zufügen könnte.

Generell verhält sich jedes Kleintier in solchen Ausnahmesituationen anders: So ist bei einigen die Behandlung ohne große Probleme und nur durch Ablenkung mit einer Möhre oder ähnlichem möglich, während sich selbst zahme und zutrauliche Tiere vehement dagegen wehren können. Gerade bei Tieren, die eine solche Prozedur überhaupt nicht mögen, ist gutes Festhalten wichtig: Dabei nehmen Sie das Tier sitzlings auf Ihren Schoß, umfassen es mit einer Hand und drücken es mit dem Rücken leicht gegen Ihren Bauch. Mit dieser Hand können Sie dann auch jede Zehe halten, während Sie mit der anderen Hand die Krallen schneiden. Gerade am Anfang ist es durchaus sinnvoll, die Krallenpflege besser zu zweit zu machen.

Achten Sie genauestens darauf, dass Sie nicht zu viel schneiden. Die Kralle besteht aus zwei Teilen: Bei der äußeren Schicht der Kralle handelt es sich um totes Horngewebe. Wie beim menschlichen Fingernagel ist dieser Bereich schmerzunempfindlich. Durchblutet und schmerzempfindlich hingegen ist das „Leben“ im Inneren der Kralle. Bei gutem Licht können Sie das rosafarbene Gewebe und die roten Blutgefäße meist durchschimmern sehen.

Bei dunklen Krallen ist das Schneiden natürlich erschwert. Hier kann es hilfreich sein, die Pfoten von unten mit einer Taschenlampe zu beleuchten und so die Blutgefäße sichtbar zu machen. Sie schneiden mindestens einen Millimeter oberhalb des Lebens.

Möchten Sie sich und Ihrem Tier das Krallenschneiden ersparen oder die Wuchszeit der Kralle verlängern, können Sie beispielsweise Steine ins Gehege setzen: So können die Tiere ihre Krallen beim Laufen abnutzen. Eine besonders angenehme Alternative ist, wenn Sie Ihrem Tier in den warmen Monaten einen großen und abwechslungsreichen Auslauf im Freien anbieten. Beachten Sie hier die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen, damit es sich weder verletzen, noch entwischen kann und auch nicht der Sonne ausgesetzt ist.

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