Viele Tiere entlaufen rund um Silvester
Für Silvester und Neujahr 2025/2026 verzeichnet die Statistik von TASSO*, 376 entlaufene Hunde. Auch wenn diese Zahl glücklicherweise etwas rückläufig ist im Vergleich zu den vergangenen Jahren, ist sie dennoch deutlich: An einem durchschnittlichen Tag entlaufen in Deutschland 72 Hunde, nicht 184, wie es (gerundet) rechnerisch an den beiden Tagen von Silvester und Neujahr der Fall war.
*Betrachtungszeitraum ist der 31.12.2025 und der 01.01.2026, also zwei Tage.
Bei den Katzen sind auch 2025/2026 im Schnitt genauso viele Katzen entlaufen wie an einem durchschnittlichen Tag im Jahr 2025, also etwa 250. Das liegt daran,
- dass in den Wintermonaten grundsätzlich weniger Katzen vermisst gemeldet werden (der Schwerpunkt bei entlaufenen Katzen liegt in den Sommermonaten, wodurch der Schnitt in die Höhe getrieben wird)
- dass Katzen oft erst einige Tage später vermisst gemeldet werden (und daher aus unserer Statistik fallen)
- dass sie sich oft verstecken und einige Tage später zurückkehren
- und nicht zuletzt daran, dass viele verantwortungsbewusste Katzenhalter:innen um die Gefahren von Silvester wissen und ihre Tiere rechtzeitig drinnen behalten.
Das alles bedeutet jedoch nicht, dass Katzen rund um den Jahreswechsel nicht leiden. Viele Tiere erleben die Knallerei als massiven Stress: Sie verstecken sich, zittern, fressen nicht mehr, sind verunsichert und reagieren mit panischer Angst auf die unvorhersehbaren Geräusche und Lichtblitze. Auch wenn sie in der Wohnung bleiben und nicht vermisst gemeldet werden, sind die Stunden rund um Silvester für viele Katzen eine erhebliche Belastung.
Verbot von privatem Silvesterfeuerwerk gefordert
Die Böllerei rund um den Jahreswechsel hat Tradition und bereitet vielen Menschen Freude. Aus Sicht von TASSO rechtfertigt das jedoch nicht, Jahr für Jahr die Angst und den Stress von Heim-, Wild- und sogenannten Nutztieren in Kauf zu nehmen. TASSO fordert daher ein Verbot von privatem Silvesterfeuerwerk. Als mögliche Alternative kommen zentral organisierte Feuerwerke infrage, die zeitlich klar begrenzt sind und die Belastung für Tiere im Vergleich zum unkontrollierten Abbrennen über Stunden deutlich verringern können. aWir alle tragen Verantwortung für unsere Mitlebewesen und müssen sie schützen. Und deswegen fordern wir die Bundesregierung mit der Änderung des Gesetzes zum Handeln auf und appellieren gleichzeitig an jede Privatperson, auf die Böllerei zu Silvester zum Schutz der Tiere zu verzichten.
Gemeinsam stärker: Im Bündnis für ein Böllerverbot
Um mit unserem Anliegen besser Gehör zu finden, engagiert sich TASSO in einem Aktionsbündnis gemeinsam mit der Deutschen Umwelthilfe, dem Jane Goodall-Institut und über 60 weiteren Organisationen dafür, ein Verbot von privatem Silvesterfeuerwerk zu erreichen. Im Jahr 2021 startete eine gemeinsame Petition, die bis heute mehr als eine Million Menschen unterschrieben haben. Diese Stimmen gegen privates Silvesterfeuerwerk übergaben wir Anfang 2026 dem Bundesministerium.
Unterschreiben Sie jetzt unseren offenen Brief für ein böllerfreies Silvester